Wenzel Norbert Octavian Graf Kinsky

Wenzel Norbert Octavian Graf Kinsky (* 1. April 1642; † 3. Januar 1719 in Wien) war ein böhmischer Beamter.

Leben und Wirken

Palais Rabutin Kinsky in Wien (17. Jahrhundert; um 1720), von Wenzel Graf Kinsky 1704 als Wohnsitz erworben; abgerissen nach 1836[1]

Wenzel Norbert Octavian (auch: Oktavian) Graf Kinsky entstammte dem böhmischen Adelsgeschlecht Kinsky von Wchinitz und Tettau. Kinsky wurde 1688 Appellationspräsident und Statthalter von Böhmen, 1689 Geheim- und Konferenzrath, 1696 Oberstlandrichter und 1701 Oberstlandkämmerer. Von 1705 bis 1711 war er in Wien Oberkanzler unter Kaiser Joseph I. Graf Kinsky war zweimal verheiratet, in erster Ehe mit Anna Franziska Gräfin Martinitz und in zweiter Ehe mit Maria Anna Theresia Gräfin Nesselrode. Aus den beiden Ehen gingen 16 Kinder hervor.

Literatur

  • Eila Hassenpflug-Elzholz: Böhmen und die böhmischen Stände in der Zeit des beginnenden Zentralismus. Oldenbourg Wissenschaftsverlag 1982, S. 78
  • Wilhelm Johann Albert Tettau (Baron von.): Urkundliche Geschichte der Tettauschen Familie in den Zweigen Tettau und Kinsky. Berlin 1878
  • Ludwig Schlesinger: Kinsky, Graf Wenzel Norbert Octavian. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 15, Duncker & Humblot, Leipzig 1882, S. 775.

Einzelnachweise

  1. Planet Vienna - Palais Rabutin, 1. Bezirk, ehem. Wollzeile 1