Wenzeslaus Christoph von Lehwaldt

Wenzeslaus Christoph von Lehwaldt (* 18. Februar 1717 auf Gut Ublick bei Johannisburg in Ostpreußen; † 27. Dezember 1793) war ein königlich-preußischer Generalleutnant und Chef des Infanterie-Regiments Nr. 47.

Inhaltsverzeichnis

Vorfahren

Sein Vater war Georg von Lehwaldt († 1719), ein ehemaliger Hauptmann bei den Grand-Mousquetaires. Er nahm dort wegen Krankheit seinen Abschied, bekam aber eine Kompanie der Landmiliz. Seine Mutter war Katharina Luise von Elben.[1]

Leben

1732 trat er als Fahnenjunker des Regiments Nr. 2 in preußische Dienste. Mit dem Regiment nahm er am Rheinfeldzug 1734/1735 teil und im Jahre 1735 wurde er von König Friedrich I. in Halberstadt zum Fähnrich ernannt. Dessen Nachfolger König Friedrich II. schickte ihn 1740 auf Werbung und ernannt ihn zum Seconde-Lieutenant. Im Ersten Schlesischen Krieg nahm er an der Schlacht bei Chotusitz teil. Nach dem Frieden von Breslau kam er mit seinem Regiment in die Grafschaft Glatz. 1743 wurde er dort Premier-Lieutenant.

Im Zweiten Schlesischen Krieg nahm er 1744 an der Belagerung von Prag teil. Danach befand er sich im Gefecht von Habelschwerdt, dann in den Schlachten von Hohenfriedberg und Soor. 1756 wurde er Stabshauptmann.

Im Siebenjährigen Krieg blieb das Regiment zunächst in Preußen, 1757 bekam er seine eigene Kompanie und kämpfte damit in der Schlacht bei Groß-Jägersdorf. Mit seiner Kompanie konnte er dort eine feindliche Batterie erobern. Die Einheit wurde nach Pommern verlegt und er nahm an der Belagerung und Eroberung von Demmin teil. In der Schlacht von Zorndorf wurde er am Unterleib verwundet. Trotzdem war er im gleichen Jahr noch an den Kämpfen gegen die Schweden in Anklam und Peenemünde beteiligt. Am 7. Juni 1757 wurde er Major. Er kämpfte anschließend in Kay und in Kunersdorf wie auch in dem Gefecht bei Meißen unter Generalleutnant Finck. Bei diesen Kämpfen hatte das Regiment so schwere Verluste erlitten, dass vorläufig Lehwaldt das Kommando bekam. Dann wurde er an die Elbe verlegt. Die Einheit wurde mit den Resten des Regiments Hausen verstärkt und zum Schloss Rehsa geschickt, um so die Österreicher am Übergang über die Elbe zu hindern. Von hier wurde er nach Scharffenberg in Meißen verlegt und weiter über Berlin nach Stettin, wo das Regiment mit 500 neuen Rekruten aufgefüllt wurde. Danach wurde es 1760 über Berlin nach Sachsen verlegt. Im Korps des Generals Hülsen kämpfte es in der Schlacht bei Torgau (3. November 1760). Im Jahr darauf kam Lehwaldt zum Korps des Herzogs von Württemberg zur Verteidigung von Kolberg. Er kämpfte erneut gegen die Schweden in Malchin, um dann im Mecklenburgischen zu überwintern. 1762 marschierte er nach Oberschlesien in das Lager von Toppau. Danach kämpfte er in der Schlacht bei Reichenbach und der Belagerung von Schweidnitz.

Nach dem Krieg wurde er 1765 Oberstleutnant, 1770 Oberst und 1775 Kommandeur des Regiments. Am 22. März 1778 erhielt er die Ernennung zum Generalmajor.

Im Bayrischen Erbfolgekrieg kommandierte er im Korps des Königs eine eigene Brigade aus den Regimentern Nr. 52 (Lengefeld) und Nr. 51 (Krockow). Er erhielt danach das Infanterie-Regiment Nr. 47, welches er am Ende des Krieges in seine Garnison nach Brieg führte. Am 5. März 1786 wurde er noch Generalleutnant. Auf Befehl des Königs wurde das Standquartier nach Crossen verlegt, um dem Kanton des Regiments näher zu sein. Im Mai 1788 erhielt er seine Entlassung mit einer Pension von 1200 Talern. Er starb 1793.

Familie

Er war dreimal verheiratet. Seine erste Frau war eine Lucia Hedwig von Zeppelin († Juli 1768)[2], mit ihr hatte er einen Sohn und zwei Töchter. Seine zweite Frau war eine von Kunheim, das Paar hatte keine Kinder. Seine dritte Frau war Freiin Katharina Eleonore Charlotte von Eulenburg[3] (* 30. August 1743; † 15. Februar 1824) aus dem Haus Gallingen, auch mit ihr hatte er keine Kinder.

Literatur

Einzelnachweise

  1. amilysearch.org
  2. Stammbaum Zeppelin
  3. Stammbaum