Werner Amon

Werner Amon (* 28. Mai 1969 in Graz) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP).

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Ausbildung und Beruf

Werner Amon ging in Graz, Knittelfeld und Judenburg zur Schule und schloss nach dem Unterstufen-Gymnasium die Handelsschule ab. Im Zweiten Bildungsweg besuche er den Lehrgang für Interkulturelles Lernen an der Thames Valley University in London und den Universitätslehrgang für Werbung und Verkauf an der Wirtschaftsuniversität Wien (Abschluss: Akademischer Werbe- und Marketingkaufmann). Im Jahr 2003 hat er ein Executive MBA-Studium an der IMADEC University in Wien mit dem Master of Business Administration (MBA) abgeschlossen.[1] Amon war dort auch Director of Resource Developement.

Beruflich war er als Chefredakteur des Jugendmagazins „orizont“, Angestellter des WIFI der Handelskammer Steiermark, Lektor an der Handelsakademie Judenburg sowie als Lektor an der Fachhochschule für Marketing Graz tätig.

Politische Ämter

Werner Amon war in seiner Schulzeit Schülervertreter und schließlich österreichischer Bundesschulsprecher. Von 1993 bis 2001 war er Bundesobmann der Jungen ÖVP. Er ist Mitglied des Bundesparteivorstandes der ÖVP und war von 2003 bis 2009 Generalsekretär des ÖAAB. Er war Sektenbeauftragter der ÖVP und fungierte bis 2007 als Bildungssprecher der ÖVP, danach als Sozialsprecher, seit 2008 ist er wieder als Bildungssprecher der ÖVP tätig. Außerdem ist Amon Mitglied der Katholischen österreichischen Studentenverbindung Liechtenstein Judenburg im Mittelschüler-Kartell-Verband.

Werner Amon ist seit dem Beginn der XIX. Gesetzgebungsperiode am 7. November 1994 Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat. Zu Beginn der XX. Gesetzgebungsperiode musste er bis 14. März 1996 auf einen Sitz im Hohen Haus warten, ebenso zu Beginn der XXI. Gesetzgebungsperiode, für die er erst am 8. Februar 2000 angelobt wurde. Nach dem Ende der XXIII. Gesetzgebungsperiode am 27. Oktober 2008 schied er vorerst aus dem Nationalrat aus, rückte jedoch am 11. März 2009 für Barbara Riener wieder in den Nationalrat nach. Amon wurde schließlich auch zum Obmann der ARGE-ÖAAB sowie zum Klubobmann-Stellvertreter des ÖVP-Parlamentsklubs gewählt.

Im seit Jänner 2012 tagenden parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Klärung von Korruptionsvorwürfen (Telekom-Affäre, BUWOG-Affäre, Tetron-Affäre, Vergabe von Regierungsinseraten, Glückspielgesetz, Kauf von Staatsbürgerschaften) ist Amon Fraktionsführer der ÖVP.

Verdacht der Geldwäsche

Im März 2012 geriet er massiv in die Kritik, als im Zuge des U-Ausschusses überraschend auch Korruptionsvorwürfe gegen ihn selbst erhoben wurden. Die vom Ausschuss behandelte Telekom Austria hatte der ÖAAB-Zeitschrift „Freiheit“ 2007 10.000 Euro als „Druckkostenbeitrag“ für ein Inserat gezahlt, für dessen tatsächliche Schaltung sich heute keine Belege mehr finden. Damals war Amon ÖAAB-Generalsekretär. Die Staatsanwaltschaft beantragte daher die Aufhebung seiner politischen Immunität, die vom Nationalrat auch gebilligt wurde, und ermittelt seither wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen Amon.[2][3]

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. CV auf der Website der steirischen Volkspartei
  2. U-Ausschuss: Moser erhöht Druck auf Amon. diepresse.com. Abgerufen am 4. April 2012.
  3. Keine Gegenleistung ersichtlich, orf.at, 13. März 2012. Abgerufen am 25. April 2012.
  4. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952