Werner J. Schweiger

Werner J. Schweiger (* 7. Jänner 1949 in Lilienfeld, Niederösterreich; † 11. März 2011 in Wien) war österreichischer Kunsthistoriker und Publizist.

Leben

Schweiger verbrachte seine Kindheit in St. Aegyd am Neuwalde und kam dann als Sängerknabe nach Wien. Seine berufliche Ausbildung war in der Gastronomie. Wissenschaftlich war Schweiger autodidakt.

Schweiger begann Themenfelder, bevor sie ein breiteres Interesse fanden. Dies geschah mit Wien um 1900, wo Schweiger als Herausgeber von Werken von Peter Altenburg und Robert Müller auftrat. Zur Wiener Werkstätte setzte er Anfänge, von der Literatur bis zur Architektur, und dazu besonders zur wechselvollen wirtschaftlichen Geschichte des Unternehmens. Weiters schrieb er Arbeiten zum Wiener Kaffeehaus und zu den Jugendstilgärten. Er arbeitete zu Kolo Moser und zum jungen Oskar Kokoschka. Bemerkenswert sind seine Arbeiten zur Gebrauchsgraphik der Wiener Moderne zu Akzidenzen, Ballspenden, Banknoten, Einladungen, Fächer, Menükarten, Plakate, Reklamemarken, Signets und Wertpapieren. Mit Kunstsammler und Kunsthändler in Deutschland, Österreich, Schweiz 1905–1937 erarbeitete er Grundlagen für die Restitutionsforschung. Zum Kunsthandel der Moderne unterhielt er auch eine Website. In Summe leistete er für Kulturwissenschaft in Österreich viel.[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bernhard Denscher: Genauigkeit und Neugier. Der Kunsthistoriker und Publizist Werner J. Schweiger, ein Wegbereiter der Kulturwissenschaft, ist in der vergangenen Woche in Wien verstorben – ein Nachruf. Wiener Zeitung extra, 19./20. März 2011, S. 8.