Werner Wölbern

Werner Wölbern (* 9. November 1961 in Zeven) ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Wölbern wuchs im niedersächsischen Wohnste auf. Seine Schauspielausbildung absolvierte er von 1984 bis 1988 an der Essener Folkwang-Hochschule. Es folgten Engagements an Theatern in Heilbronn, Esslingen, Köln und Düsseldorf, bevor Wölbern 1995 an das Thalia Theater in Hamburg wechselte. Von 1999 bis 2004 war er festes Ensemble-Mitglied des Wiener Burgtheaters,[1] danach kehrte nach Hamburg zurück. Bis 2008 war er Ensemble-Mitglied am Thalia, seitdem ist er freischaffend tätig, unter anderem am Hamburger Schauspielhaus (Baumeister Solness, 2009) und Deutschen Theater Berlin (Maria Stuart).

Im März 2006 fand die Premiere von Fassbinders Katzelmacher statt, bei dem Wölbern Regie führte. Die Inszenierung des Schauspiel Essen wurde beim Schauspielschultreffen 2006 mit dem Ensemblepreis ausgezeichnet.[2] Weitere Inszenierungen: Seid nett zu Mr. Sloane, Staatsschauspiel Stuttgart, 2006, Shrink (Thomas Huber), UA, 2007, Altonaer Theater.

In Film und Fernsehen wirkte er unter anderem in dem Filmdrama Herz mit, in der Sat.1-Produktion Klassentreffen - Mordfall unter Freunden, im Tatort (2005, 2006) oder in Schimanski (2005). Im Sommer 2007 stand er für die Literaturverfilmung von Siegfried Lenz Das Feuerschiff (u.a. mit Jan Fedder) vor der Kamera.[3] Seit Herbst 2009 verkörpert Wölbern den Staatsanwalt Wärmelskirchen in der TV-Serie Der Dicke mit Dieter Pfaff. Darüber hinaus wirkte er an verschiedenen Hörbüchern und Hörspielen mit, unter anderem in Der Steppenwolf, das 2004 mit dem Hörkules ausgezeichnet wurde, in Woyzeck (als Woyzeck, Regie: Leonhard Koppelmann, 2009) sowie im Geisterhaus (Regie: Walter Adler).

2000 und 2002 war Wölbern für den Nestroy-Theaterpreis nominiert.[4] Am 16. Mai 2009 wurde er – gemeinsam mit Birgit Minichmayr und Nicholas Ofczarek – anlässlich des Berliner Theatertreffens mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet.[5]

Seit dem Wintersemester 2007/2008 ist Wölbern Professor für „Rolle/Szenischer Unterricht“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg.

2012 wirkte er als Erzähler im Hörspiel Ulysses nach James Joyce mit, dem mit einer Laufzeit von mehr als 22 Stunden bis dahin längsten Hörspiel des Südwestrundfunks und einer der aufwändigsten Hörspielproduktionen der ARD.

Filmografie (Auswahl)

Bühnenrollen (Auswahl)

Hörbücher und Hörspiele

  • 2002: Der Steppenwolf
  • 2002: Prometheus
  • 2004: Der Doppelgänger
  • 2004: Die Großtaten eines jungen Don Juan
  • 2004: Noëlle Renaude: Madame Ka. Übersetzung aus dem Französischen: Klaus Gronau, Regie: Christiane Ohaus, Darsteller: Imogen Kogge, Hermann Lause, Werner Wölbern, Fritz Fenne, Radio Bremen 2004.[6]
  • 2005: Wendekreis des Krebses
  • 2006: Buddha: Der Pfad der Vervollkommnung
  • 2006: Mein Leben mit Mozart
  • 2007: Woyzeck
  • 2008: Worte der Weisheit
  • 2008: Die Kinder der 6. Dämmerung
  • 2008: Doktor Faustus, Thomas Mann
  • 2009: Das Geisterhaus, Isabelle Allende
  • 2009: Der Schlafwandler (Regie: Buhlert), Hermann Broch
  • 2010: Die Serapions-Brüder (Regie: Buhlert), E.T.A. Hoffmann
  • 2012: Ulysses (Regie: Buhlert), James Joyce

Einzelnachweise

  1. Profil auf der Website des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg
  2. Pressemeldung der Folkwang-Hochschule
  3. Bericht von Welt Online
  4. offizielle Homepage zum Nestroy-Preis
  5. Meldung auf Nachtkritik.de vom 17. Mai 2009
  6. Hörspielfeature Madame Ka. Auf: Deutschlandradio. 26. April 2006. Aufgerufen am 17. Juli 2012.

Weblinks