Wetten, dass..?

Seriendaten
Originaltitel Wetten, dass..?
Wetten dass neu.jpg
Produktionsland Deutschland
Österreich
Produktionsjahr(e) seit 1981
Produktions-
unternehmen
ZDF
ORF
Episoden 202
Genre Spielshow
Idee Frank Elstner
Musik Mike Batt
Moderation Moderatoren:

Co-Moderatoren:

Erstausstrahlung 14. Februar 1981 auf ZDF, ORF, SF und Rai Bozen
Älteres Wetten, dass..?-Logo

Wetten, dass..? ist eine seit 1981 ausgestrahlte Fernsehshow im deutschsprachigen Raum. Moderatoren des Formats waren Frank Elstner (bis 1987), Wolfgang Lippert (1992/93) und von 1987 – mit kurzer Unterbrechung – bis 2011 Thomas Gottschalk. Seit 2012 wird die Sendung von Markus Lanz moderiert. Von Oktober 2009 bis Ende 2011 war Michelle Hunziker als Co-Moderatorin tätig.[1][2] Seit 2012 assistiert Cindy aus Marzahn.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 14. Februar 1981 strahlte das ZDF die erste Ausgabe aus. Die Unterhaltungsshow wurde als Eurovisionssendung in Zusammenarbeit mit dem ORF und dem deutschsprachigen SF ausgestrahlt. Im Laufe der inzwischen 30-jährigen Sendezeit wechselten die Moderatoren. Bis zur 39. Sendung am 4. April 1987 moderierte der Erfinder Frank Elstner die Show. Thomas Gottschalk präsentierte vom 26. September 1987 (Folge 40) bis zum 2. Mai 1992 (Folge 75) insgesamt 36-mal die Sendung. Sein Nachfolger wurde Wolfgang Lippert, der vom 26. September 1992 (Folge 76) bis 27. November 1993 (Folge 84) neunmal moderierte. Seit Folge 85 vom 15. Januar 1994 war Gottschalk erneut der Moderator, seit Oktober 2009 moderierte er die Sendung zusammen mit der schweizerischen Moderatorin Michelle Hunziker. Die Sendung am 4. November 1995 hatte mit 52 % den höchsten Marktanteil aller Wetten, dass..?-Ausgaben.[3] Die 100. Ausgabe der Show feierte er am 30. März 1996, seine 100. Sendung am 27. März 2004. Im Laufe der Jahre sind zu der Hauptwette – in der ein meist deutschsprachiger Wettkandidat, jedoch kein Kind antritt – zusätzliche Wettmöglichkeiten hinzugefügt worden. So gibt es seit Oktober 2001 eine spezielle Kinderwette. Am 2. Oktober 2004 wurde die 150. Sendung ausgestrahlt. 2001 feierte Wetten, dass..? ihr 20-jähriges und 2006 ihr 25-jähriges Jubiläum. In der Sendung zum 30-jährigen Jubiläum verkündete Gottschalk seinen Rücktritt als Moderator. In der Sendung am 5. November 2011 erklärte der lange als Favorit gehandelte Hape Kerkeling seinen Verzicht auf die Nachfolge von Gottschalk.[4] Er begründete seine Entscheidung damit, sich mehr auf seine aktuellen Projekte konzentrieren zu wollen. Anfang 2012 wurde bekannt, dass Hunziker nach dem Rücktritt von Gottschalk ebenfalls ihre Moderation bei Wetten, dass..? beendet.[2] Ende April 2012 gab das SF bekannt, sich nicht mehr an der Produktion von Wetten, dass..? zu beteiligen und die Sendung aus seinem Programm zu nehmen.[5] Seit Oktober 2012 moderiert Markus Lanz zusammen mit Cindy aus Marzahn als Assistentin die Sendung.

Moderation

Wetten, dass..? wurde in den über 30 Jahren von sechs Moderatoren präsentiert. Frank Elstner war der erste Moderator. Er moderierte die Sendung sechs Jahre lang. Danach gab Elstner an Thomas Gottschalk ab. Insgesamt 22 Jahre moderierte Gottschalk das Format, mit einer kleinen Unterbrechung von 1992 bis 1993, in der Wolfgang Lippert moderierte. Seit 2009 stand ihm Michelle Hunziker als Co-Moderatorin zur Seite. Ende 2011 hörte Gottschalk wegen eines schweren Unfalls eines Wettkandidaten am 4. Dezember 2010 auf. Als er die Moderationsarbeit beendete, wurde Anfang 2012 bekannt, dass Hunziker ebenfalls ihre Arbeit beendet. Die erste Moderation durch Markus Lanz fand am 6. Oktober 2012 statt. Assistentin ist Cindy aus Marzahn.

Moderator/-in Jahre
Frank Elstner 1981 bis 1987
Thomas Gottschalk 1987 bis 1992; 1994 bis 2011
Wolfgang Lippert 1992 bis 1993
Michelle Hunziker 2009 bis 2011 (Co-Moderation mit Thomas Gottschalk)
Markus Lanz seit 2012
Cindy aus Marzahn seit 2012 (Co-Moderation mit Markus Lanz)

Konzept

Frank Elstner gab an, er habe das Konzept für die Sendung in einer schlaflosen Nacht in zwei Stunden entwickelt. Ein Wettanbieter wettet, dass er etwas Besonderes oder Skurriles kann, ein prominenter Gast (Wettpate) tippt den Wettausgang und bietet für den Fall, dass er daneben liegt, einen unterhaltsamen Wetteinsatz an.

In den ersten Jahren durften alle Gäste zu jeder Wette ihre Stimme abgeben; Wettkönig war, wer am häufigsten richtig lag. Seit 1987 bestimmt die Zuschauerabstimmung (TED) den besten Anbieter zum Wettkönig; die Gäste beschränken sich auf die Wette, für die sie Pate stehen. Zusätzlich wettete bis zum Jahr 2001 und seit Oktober 2008 wieder ein Zuschauer aus dem Saal gegen den Moderator (die „Saalwette“), von 2001 bis 2008 wettete der Moderator gegen den jeweiligen Austragungsort (die „Stadtwette“).

Die Sendung wird sechs- bis siebenmal jährlich aus unterschiedlichen Städten in Deutschland und Österreich live übertragen. Vor dem Rückzug des SRF wurden auch Sendungen aus der Schweiz gesendet. Sie enthält neben den Wetten (zeitweise vier oder sieben, inzwischen fünf plus Kinderwette und Stadtwette) auch Musikeinlagen und lockere Gespräche mit den prominenten Gästen. In den Sommerpausen wurden bislang acht Sommerausgaben aus Xanten (1991), Palma de Mallorca (1999, 2007, 2009, 2010, 2011), Paris (2002), Berlin (2004) und dem türkischen Aspendos (2005) gesendet.

Der Einsatz, den die Wettpaten bei falschem Tipp abzuleisten haben, hat sich im Lauf der Zeit gewandelt. Stand anfangs ein (natürlich nicht ernst gemeinter) Strafaspekt im Vordergrund – immer gern gesehen waren zum Beispiel das stundenlange Spendensammeln auf öffentlicher Straße oder gemeinnützige Dienste –, belässt man es heute bei kurzen Einlagen in der Halle noch während der Sendung, um die internationalen Stars nicht zu vergraulen. In seltenen Fällen wird von einem Wetteinsatz sogar ganz abgesehen.

Saalwette

Beim ursprünglichen Konzept der Saalwette wurden zu Beginn der Abendsendung Wettvorschläge von den Zuschauern entgegengenommen. Der Moderator las diese vor und ließ den Applaus darüber entscheiden, welche Wette gespielt werden sollte. Dabei war er selbst der Pate der Wette, die bis zum Ende des Abends eingelöst werden musste. Zur 130. Sendung am 13. Oktober 2001 wurde die Saalwette durch die Stadtwette ersetzt.

Zur 176. Sendung am 4. Oktober 2008 wurde die Saalwette mit leicht verändertem Konzept wieder eingeführt. Sie muss wie früher am Ende der Sendung in der Halle gelöst werden, allerdings hat das Publikum keine Auswahl mehr zwischen verschiedenen Wetten. Stattdessen ist sie nun von Beginn an vorgegeben und läuft gegen die jeweilige Stadt. Außerdem wird sie nun von Gottschalk noch während der Sendung an Ort und Stelle eingelöst.

Zur 182. Sendung am 3. Oktober 2009 wurde die Saalwette erneut verändert: Co-Moderatorin Michelle Hunziker wettet nun gegen Gottschalk, dass er niemanden finden kann, der eine bestimmte Aktion besser/schneller ausführt als ein Kandidat/eine Kandidatin von Hunziker. Zudem werden Gottschalks Kandidaten nun nicht mehr während der Sendung gesucht, sondern eine Woche vor der Sendung. Ein prominenter Bürger der Stadt wird nun nicht mehr eingesetzt. Am Ende der Show müssen entweder Gottschalk oder Hunziker eine Wette einlösen.

Stadtwette

2001 wurde die alte Saalwette durch die Stadtwette ersetzt, bei der Gottschalk gegen die Bürger der Gastgeberstadt wettete. Dabei vertraten jeweils Prominente, die in der jeweiligen Stadt geboren sind oder eine gute Verbindung zu dieser haben, die Bürger (Stadtpate). Inhaltlich waren diese Wetten den Saalwetten sehr ähnlich.

2008 wurde die Stadtwette nach sieben Jahren zugunsten der Saalwette wieder abgeschafft. Die Gründe dafür waren vielfältig: Das ZDF erklärte, man habe das Gefühl, dass „der Zuschauer nicht so viel davon habe“. Gottschalk begründete den Schritt damit, dass sie auch am „Ende unserer Kreativität [an]gekommen sind“. Zudem drohten die Wettkandidaten im Trubel auf den Marktplätzen unterzugehen, da viele dort einfach nur feiern wollten. Über die Jahre sinkende Quoten und der organisatorische Aufwand haben dann schließlich den Ausschlag dafür gegeben, die Stadtwette wieder einzustellen. In der 193. Ausgabe am 12. Februar 2011 aus Halle (Saale) wurde wieder eine Stadtwette gespielt. Am 6. Oktober 2012, in der Neuauflage von Wetten, dass..?, aus Düsseldorf wurde wieder eine Stadtwette gespielt.

Besondere Vorkommnisse

  • Nach den Erfolgen seiner ersten drei Sendungen lud Elstner bei einer Audienz im Vatikan den damaligen Papst Johannes Paul II. als Wettpaten zu Wetten, dass..? ein. Papst Johannes Paul II. war zwar zu keinem Besuch bereit, wollte sich aber per Live-Übertragung zuschalten lassen. Elstner lehnte ab, um zu vermeiden, dass andere Gäste diesem Beispiel folgen würden.[6][7]
  • In der dritten Sendung am 16. Mai 1981 aus Wien wettete Karlheinz Böhm, dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer eine Mark für die Sahelzone spenden würde. Böhm behielt recht, insgesamt kamen jedoch 1,7 Millionen Mark zusammen. Aus dieser Wette ging die Hilfsaktion Menschen für Menschen hervor, die sich in Äthiopien engagiert.[8]
  • In der 25. Sendung am 15. Dezember 1984 aus Bremen rannten Umweltaktivisten mit einem Transparent mit der Aufschrift „Nicht wetten – Donauauen retten“ vor die Kamera.[9] Als diese von Ordnern schon fast aus dem Kamerabereich gezerrt worden waren, schritt Elstner ein und regelte die Sache mit einem Machtwort: „In meinem Studio wird keiner rausgeschmissen!“ Die Demonstranten durften ihr Anliegen kurz vorbringen und verließen dann – wie zuvor ausgehandelt – anstandslos die Bühne. Das Plakat war an den damaligen österreichischen Bundeskanzler Fred Sinowatz gerichtet, der als Wettpate zu Gast war.
  • In der 29. Sendung am 21. September 1985 aus Basel legte der damalige Verstehen-Sie-Spaß-Moderator Kurt Felix seinen Kollegen Elstner herein. Er bot ihm verkleidet und mit Bart getarnt puren Essig aus einer Champagnerflasche zu trinken an. Damit verlor Elstner eine persönliche Wette: Er hatte mit seiner Familie gewettet, dass Felix ihn nie hereinlegen würde.[10]
  • In der 41. Sendung am 31. Oktober 1987 traten die Schauspielerin Brigitte Nielsen und die Sängerin Cher in einem fast gleichen Outfit auf.[9] Die beiden Outfits gewährten dem Zuschauer einen Blick auf sehr viel nackte Haut. Bei einem weiteren Besuch durfte Cher nicht auf die Bühne, bevor das Kostüm – das im Wesentlichen aus zwei schmalen Lederstreifen bestand (im Musikvideo zu If I Could Turn Back Time zu sehen) – mit zwei kleinen Tüchern in der Hüftregion „entschärft“ war.
  • In der 48. Sendung am 3. September 1988 schlich sich der Titanic-Redakteur Bernd Fritz unter dem Pseudonym Thomas Rautenberg in die Sendung ein. Der wahre Rautenberg, ein Grafiker aus München, hatte zuvor Wetten, dass..? seine Wette angeboten, um zu sehen, wie das ZDF reagiere. Er behauptete, die Farbe von Buntstiften nur am Geschmack erkennen zu können. Fritz übernahm die Wette und ließ sich gleich bei der nächsten Sendung testen. Nachdem der vermeintliche Rautenberg seine Wette gewonnen hatte, wurde der Schwindel aufgelöst – Fritz hatte unter dem Rand der Brille hindurch gelinst. Zwar hatte Gottschalk vorher noch einen Test gemacht, in dem er so tat, als würde er Fritz ins Gesicht schlagen, hatte jedoch nicht mehr auf die folgende Reaktion geachtet. Wettpate war damals der Schauspieler Jürgen Prochnow.[11]
  • In der 49. Sendung am 8. Oktober 1988 nahm Gottschalk in den Eingangsworten den Schwindel mit der Buntstift-Wette nochmals auf: „Das hätte er auch einfacher haben können. Ein Satz hätte genügt. Was macht er stattdessen? Schreibt 14 Seiten in einer Zeitschrift, die keiner liest.“
  • In der 61. Sendung am 3. März 1990 trat Mickey Rourke als Wettpate auf. Er war bisher der einzige Gast, der auf dem Sofa ungeniert rauchte;[12] auch „Schweißfüße“ soll er laut Frank Elstner gehabt haben.[13] Außerdem fand im Anschluss an die Sendung eine öffentliche Diskussion darüber statt, dass der Dolmetscher die derbe Sprache des Gastes deutlich abgeschwächt hatte.
  • In der 85. Sendung am 15. Januar 1994 warfen zwei Umweltaktivisten von der Linzer Hallendecke ein Transparent mit der Aufschrift Umweltsaalwette ab. Gottschalk: „Seid ihr schon länger da oben? Seit Anfang der Sendung? Stellt euch mal vor, die hätten mir auf den Kopf gespuckt.“
  • In der 105. Sendung am 22. März 1997 ließ Patrick Lindner mit dem Rücken zur Kamera vor den Spice Girls seine Hose herunter und zeigte seine Unterhose. Als Gottschalk merkte, dass er und Lindner die gleiche Unterhose trugen, bewies er dies prompt, indem er ebenfalls die Hose runterließ.[14]
  • In der 111. Sendung am 10. Oktober 1998 gab ein genervter Götz George deutlich zu verstehen, dass der Film Solo für Klarinette – für den er hätte werben sollen – nicht so recht in so eine Unterhaltungssendung passe:

„Es kommt immer wieder der Oberlehrer durch bei dir […] Wir [bezogen auf seine Begleitung Corinna Harfouch] sind eigentlich auf der falschen Veranstaltung. Komm auf den Film zu sprechen, der ist mir wichtiger als das, was du redest. […] Ich muss ja einen Film vertreten, der passt eigentlich in diese Runde nicht.“

Die Sache spielte sich hoch bis zu einer unbedachten Bemerkung über Gottschalks frühere Supernasen-Filme (zusammen mit Mike Krüger), an der auch die schnell nachgeschobene Anerkennung für ein aktuelles, zu dem Zeitpunkt aber noch unbekanntes Kinoprojekt mit Gottschalk (Late Show, 1999) nichts mehr retten konnte. George wurde vom Publikum lautstark ausgebuht. Am 8. November 2003 war George wieder zu Gast, und die Erwartung der Öffentlichkeit, einen erneuten Eklat zu erleben, wurde erfüllt: Gottschalk und George gerieten sich wieder in die Haare. Allerdings wurde der Streit nach wenigen Minuten als inszeniert zu erkennen gegeben.[15]
  • In der 116. Sendung am 20. März 1999 trat Michael Jackson zum zweiten Mal in der Sendung auf. Diesmal jedoch nicht als Künstler, sondern er sprach als Ehrengast auf dem Sofa mit Gottschalk über seine neuesten Hilfsprojekte. Jackson erregte Aufsehen, da er sehr blass wirkte und mit dunkler Sonnenbrille auftrat.
  • Oft eingeladen war Elton John, der jedoch regelmäßig nicht oder dramatisch zu spät erschien. Dies hat sich inzwischen zu einem Running Gag der Show entwickelt.
  • In der 133. Sendung am 26. Januar 2002 trat Sarah Connor in der Sendung als erster Showact auf und stellte ihr neues Lied From Sarah with Love vor. Bei diesem Auftritt wählte sie ein – erst im Scheinwerferlicht so wirkendes – transparentes Kleid und trug einen hautfarbenen Slip. Die Empörung über diese als von der Bild bezeichneten „nackten Tatsachen“ schlug einige Tage lang hohe Wellen in der Boulevardpresse. Dem ZDF wurde sogar unterstellt, absichtlich ein Laufband auf Höhe von Connors Oberschenkel eingeblendet zu haben, um tiefere Einblicke zu verhindern.
  • Britney Spears hätte in der 135. Sendung am 23. März 2002 eigentlich für ihre verlorene Wette etwas zeichnen sollen, wollte dann aber nicht. Kommentar des ZDF nach der Sendung: „Dann wissen wir ja, wen wir in Zukunft nicht mehr zu begrüßen brauchen.“ Gottschalk sagte jedoch, dass er sich freuen würde, wenn sie wiederkäme.
  • Das russische Duo t.A.T.u. sorgte für Tumulte, als es sich während des Auftrittes zu seinem Hit All the Things She Said zu küssen begann. Gottschalk warnte das Publikum schon während dessen Auftritt mit den Worten: „Wenn die zwei sich zu küssen beginnen, denken Sie sich nichts dabei. Es könnten ja Schwestern sein.“ Das ZDF zeigte während des Auftrittes in den Sekunden des Kusses eine Kamerafahrt in der Halle und blendete das Duo erst wieder ein, als es weitersang.
  • Stefan Raab versprach 2003, im Falle der verlorenen Wette mit einem Wok eine Bobbahn hinunterzufahren. Er gewann diese Wette zwar, löste sein Versprechen aber dennoch ein. So entstand aus dieser Idee die mittlerweile jährlich stattfindende Wok-WM.[16]
  • In der 150. Sendung kam es am 2. Oktober 2004 zu Tumulten aus dem Publikum. Während Gottschalk der Schauspielerin Alexandra Maria Lara ihre unbequemen Schuhe auszog, brüllte ein Zuschauer aus dem Publikum plötzlich immer wieder: Thomas, tu Buße. Es handelte sich um Andreas Roy, der bis dahin bereits wegen mehrfachen Störungen in Kirchengottesdiensten und Kunstausstellungen vorbestraft war und Hausverbot in deutschen Kirchen hat. Drei Sicherheitskräfte hatten Mühe, den schwergewichtigen Roy aus der Halle zu führen, da er sich an einem Eisengeländer festklammerte. Gottschalk rief dem Störer zu: „Solange du nicht aufhörst zu quatschen, höre ich auch nicht auf. Und im Gegensatz zu dir habe ich ein Mikrofon.“[17]
  • Mit Starallüren machte Paris Hilton in der 156. Sendung am 15. Mai 2005 auf sich aufmerksam: Sie erschien kommentarlos sieben Minuten vor dem Ende der Sendung und brachte damit den Ablauf durcheinander.
  • Am Ende der 162. Sendung am 1. April 2006 kündigte Moderator Gottschalk seinen Rücktritt an. Noch am selben Abend meldete der Sender, es habe sich um einen Aprilscherz gehandelt.[18]
Ab 1980 konnten 1.000 ausgewählte Fernsehzuschauer einen Tipp über den Ausgang der Wetten abgeben. Das Tippergebnis wurde live in der Sendung von „TED“ (Tele-Dialog) präsentiert.

  • In der 192. Sendung am 4. Dezember 2010 versuchte der erste Wettkandidat dieses Tages – der Schauspielstudent Samuel Koch – auf Sprungstelzen mit einem Salto über ein fahrendes Auto zu springen. Er stürzte und verletzte sich schwer, woraufhin die Sendung zum ersten Mal in ihrer damals 29-jährigen Geschichte abgebrochen wurde.[19] Der Wettkandidat ist seit dem Vorfall gelähmt. Ein wissenschaftliches Gutachten sprach das ZDF von einer Mitschuld am Unfall frei, die Unfallursache sei „eindeutig auf einen Bewegungsfehler des Kandidaten“ zurückzuführen.[20] Auch eine interne ZDF-Untersuchung sieht kein schuldhaftes Verhalten des Senders.[21] Die Wettvorschläge sollen zukünftig in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. Dabei gilt, je höher das Risiko, desto höher ist auch die Kategorie. Kategorie drei entspricht dem Stunt, bei dem es zum Unfall kam. Auf diese Kategorie wolle man in Zukunft in der Sendung verzichten.[22]
  • In der 193. Sendung am 12. Februar 2011 in Halle (Saale) kündigte Gottschalk zum Sommer hin seinen Rücktritt als Moderator von Wetten, dass..? an. Er wolle nur noch bis zur Sommersendung auf Mallorca moderieren und sich dann verabschieden. Nach dem schweren Unfall von Samuel Koch könne er nicht weitermachen wie bisher. Seit dem Unfall des Kandidaten liege für ihn „ein Schatten auf der Sendung“. Dieser erlaube ihm nicht „zu der guten Laune zurückzufinden, die Sie zu Recht von mir erwarten“, sagte Gottschalk zu Beginn der Show. Nach der Sendung auf Mallorca fanden jedoch noch drei Abschiedshows in Nürnberg, Leipzig und am 3. Dezember 2011 in Friedrichshafen statt, bevor Gottschalk endgültig abtrat. Außerdem fand in dieser Sendung nach mehreren Jahren wieder eine Stadtwette statt.[23]
  • In der Sendung vom 18. Juni 2011 auf Mallorca übernahm nochmals Elstner zum Ende der Sendung an Stelle von Gottschalk die Moderation einer Wette. Gottschalk fungierte bei der Wette, bei der es um ein Tennisspiel zweier Bagger ging, als Wettpate.[24]
  • Zum ersten Mal kam es am 5. November 2011 dazu, dass ein Prominenter eine Wette spielte. Der Violinist David Garrett wettete, dass er nur durch das Hören von Tonaufnahmen sowohl die Geige, als auch den Dirigenten und den Violinisten erkennen kann. Dabei wurden ihm die gleichen Ausschnitte verschiedener Aufnahmen des gleichen Werkes vorgespielt. Er gewann seine Wette, jedoch stand diese nicht bei der Wahl des Wettkönigs zur Auswahl.
  • Die Sendung vom 3. Dezember 2011 wurde als Abschiedsshow für Gottschalk gefeiert.
  • Während der Sendung vom 6. Oktober 2012 kam es zum Tod eines Pudels nach einer Wette, bei der die Wettkandidatin Hunderassen erraten sollte. Das Tier sprang dabei von einem Tisch und erlitt dabei eine Kopfverletzung und fiel in Ohnmacht. Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte daraufhin das ZDF.[25][26]

Statistik

Städte, in denen die meisten Shows stattfanden

Ohne die Kinderausgaben von Wetten, dass..? – die als eigenständige Shows nicht in folgendes Ranking einfließen – ergibt sich folgende Statistik für Orte mit mindestens fünf Shows:[27]

  1. Basel und Saarbrücken (jeweils 12 Shows)
  2. Berlin (10 Shows)
  3. Düsseldorf und Bremen (8 Shows)
  4. Duisburg und Hannover (jeweils 7 Shows)
  5. Böblingen, Hof, Leipzig und Offenburg (jeweils 6 Shows)
  6. Bremerhaven, Erfurt, Freiburg im Breisgau, Innsbruck, Linz und Palma de Mallorca (jeweils 5 Shows)

(Stand: 4. November 2012)

Wettpaten mit den meisten Auftritten

Im Folgenden eine Übersicht über die Wettpaten mit den meisten Auftritten in der Sendung:

Künstler mit den meisten Auftritten

Im Folgenden eine Übersicht über die Künstler mit den meisten Auftritten in der Sendung:

(Stand: 6. November 2011)

Sonstiges

Überziehungen
Insgesamt wurden bis einschließlich der Sommerausgabe 2011 3851 Minuten,[29] also ungefähr 64 Stunden, überzogen. In der ersten Sendung am 14. Februar 1981 überzog Elstner schon um 43 Minuten, machte aber am 8. Februar 1984 zwölf Minuten eher Schluss. Den Rekord schaffte Gottschalk am 8. Dezember 1996: Er überzog um 73 Minuten.
Kartenanfragen
Bis zu 20.000 Kartenanfragen erreichen den Zuschauerservice des ZDF zu jeder Sendung.
Gagen
Gottschalk erhielt pro Sendung eine Gage von 100.000 Euro.[30]
Schriftzug
Der Originalschriftzug der Sendung enthält kleine Orthografiefehler. So fehlt nach dem „dass“ das Leerzeichen und die Auslassungspunkte bestehen nur aus zwei Punkten statt korrekt aus drei, wobei das dritte aus grafischen Gründen in den Punkt des Fragezeichens integriert ist. Im Sendungslogo wird auf das Komma verzichtet.

Kinder-Ausgaben

Von 1996 bis 2000 trug das ZDF am zweiten Weihnachtsfeiertag nachmittags den Ableger von Wetten, dass..? für Kinder aus. Es handelte sich dabei um Aufzeichnungen, die in der Kulisse der jeweiligen Dezember-Sendung entstanden. Alle Wettkandidaten waren Kinder (abgesehen von der Saalwette, die 2000 sogar entfiel), die Wettpaten entstammten vor allem der Kinderunterhaltung. Seit 2001 gibt es in der Samstagabend-Sendung eine außer Konkurrenz laufende Kinderwette. Seitdem wird die Wetten, dass..?-Sendung für Kinder nicht mehr produziert. Die Wettpaten und Showacts der jeweiligen Sendung sind unter der Rubrik „Wettpaten und Showacts“ unter „Kinder“ zu finden. Die noch zusätzlich auftretenden Gäste sind im Folgenden aufgelistet.

Die Gäste

Auszeichnungen

Internationale Ableger

Rezeption

In dem Roman Das Wetter vor 15 Jahren (2006) von Wolf Haas spielt eine Schlüsselszene in einer Wetten, dass..?-Sendung. Die Hauptfigur Vittorio Kowalski – die als Wettkandidat eingeladen ist – kennt sämtliche Wetterzustände des österreichischen Urlaubsorts Farmach – da er dort seine erste große Liebe fand – und wird durch Gottschalks Fragen an diese Zeit erinnert.

Wetten, dass..? gilt seit der Erstausstrahlung als eine der letzten großen deutschen Samstagabendshows.

Siehe auch

Literatur

  •  Philip Alsen, ZDF (Hrsg.): Wetten dass ..?. Das Buch. 30 Jahre Wetten, daß ..? 1981–2011. 1. Auflage. Riva, München 2011, ISBN 978-3-86883-108-5.
  • Shirley Aunert-Micus: Deliktische Ansprüche gegen das ZDF wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht – der Unfall bei „Wetten, dass..?“, in: Zeitschrift für Versicherungsrecht 2011, S. 599–602.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Spiegel Online: „Wetten, dass..?“ mit Co-Moderatorin. Michelle Hunziker wird Wettfee; Meldung vom 18. September 2009; aufgerufen am 3. Januar 2010.
  2. a b Spiegel Online: Michelle Hunziker verlässt „Wetten, dass..?“ vom 6. Februar 2012, abgerufen am 6. Februar 2012
  3. http://www.sueddeutsche.de/medien/wetten-dass-highlights-thommys-schoenste-momente-1.1478958-13
  4. Kerkeling sagt Gottschalk-Nachfolge ab, abgerufen am 14. Dezember 2011
  5. http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/SF-steigt-bei-Wetten-dass-definitiv-aus/story/20924239
  6. Karin Lober: Elstners Lust am Spiel, am 22. Oktober 2010 auf der Website der Südwest Presse veröffentlicht, abgerufen am 5. Dezember 2010.
  7. Philip Alsen; ZDF (Hrsg.): Wetten dass ..?. Das Buch. 30 Jahre Wetten, daß ..? 1981–2011. 1. Auflage. Riva, München 2011, S.12.
  8. Über uns, Organisation, Historie: 1981, Historie der Stiftung Menschen für Menschen
  9. a b Tagesspiegel.de: Siege über das Nichts, 12. Februar 2006, abgerufen am 5. Dezember 2010
  10. Videoauschnitt der Sendung vom 21. September 1985 auf YouTube, abgerufen am 5. Dezember 2010.
  11. Spiegel Online: Buntstiftlecker kämpft um seine Ehre, 31. März 2006, abgerufen am 5. Dezember 2010.
  12. Haz.de: „Wetten, dass..?“ in Hannover: Noch Fragen zu Gottschalk?, 3. November 2010, abgerufen am 5. Dezember 2010
  13. RP-Online.de: „Mickey Rourke hatte solche Schweißfüße“, 1. Oktober 2004, abgerufen am 5. Dezember 2010
  14. Swr.de: Die schönsten Fotos aus „Wetten, dass..?“, Bild 11 von 12, abgerufen am 5. Dezember 2010.
  15. „Wetten, dass..?“: Gottschalk, grantiger George und der Joghurt-König in Spiegel Online vom 9. November 2003
  16. Stern.de: Wok-WM von Stefan Raab: Luftnummer für Lena, 20. März 2010, abgerufen am 5. Dezember 2010.
  17. Spiegel Online: „Wetten, dass..?“-Pöbler – Herz an Herz mit Thomas Gottschalk vom 11. Mai 2007
  18. Focus.de: Gottschalks Aprilscherz: Im Chaos vom Teufel geritten, 3. April 2006, abgerufen am 5. Dezember 2010
  19. Schwerer Unfall: ZDF bricht „Wetten, dass..?“-Sendung ab in Spiegel Online vom 4. Dezember 2010
  20. „Wetten, dass..?“-Unfall: Koch machte „Bewegungsfehler“ auf n-tv vom 26. Januar 2011
  21. Gutachten zu „Wetten, dass..?“-Unfall: „Verkettung unglücklicher Umstände“ in Spiegel Online vom 26. Januar 2011
  22. „Wetten, dass..?“ verzichtet auf Risikowetten in DerWesten vom 26. Januar 2011
  23. Schwäbische Zeitung: „Finale: In Friedrichshafen ist für Gottschalk „Schluss mit lustig““
  24. Stern.de: „Wetten, dass..?“ aus Mallorca: Abschiedsparty mit ungewissem Ausgang vom 19. Juni 2011
  25. http://derstandard.at/1348285607883/Hundetod-bei-Wetten-dass---Pudel-stirbt-am-Buehnenrand
  26. http://www.spiegel.de/panorama/hundedrama-bei-lanz-premiere-pudel-starb-bei-wetten-dass-a-860439.html
  27. a b c d e 30 Jahre Wetten, dass..? auf multimedia.zdf.de
  28. a b c Statistische Daten vom 12. Februar 2011
  29. „Wetten, dass..?“ aus Nürnberg: Schluck, schwere Not! in Spiegel Online vom 9. Oktober 2011
  30. Thomas Gottschalk: Vier Mal so viel Gage wie beim ZDF in Frankfurter Rundschau vom 18. August 2011
  31. „Wetten, dass..?“ in China abgesetzt: „Xiang Tiaozhan ma?“ – Wohl nicht! in Stern vom 9. Februar 2011