Wiener Theaterreform

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Die Wiener Theaterreform bezeichnet eine Reform der Förderung der Wiener Theater und ist eine Theater Fördermittel-Verteilungs-Reform. Der an sich irreführende Name "Wiener Theater-Reform" hat sich aber als Kürzel durchgesetzt, obwohl das "Wiener Theater" im eigentlichen Sinne, durch die, unter den oben bezeichneten Begriff zusammengefassten Maßnahmen, inhaltlich nicht reformiert wurde. Auch waren bei weitem nicht alle Wiener Theater durch die sogenannte "Wiener Theaterreform" betroffen.

Die "Wiener Theater-Reform" wurde 2003 im Auftrag des amtsführenden Stadtrates für Kultur und Wissenschaft, Andreas Mailath-Pokorny von den Theaterfachleuten Anna Thier, Uwe Matheiss und Günter Lackenbucher in einem Leitbild entworfen mit dem Ziel die Qualität des "freien" Theaters in Wien zu heben. Dieses freie Theater wurde zunächst in einer Studie "freies Theater in Wien" problematisiert. Als Studienautoren fungierten ebenfalls die drei oben genannten Experten. Eckpunkte der darin vorgeschlagenen Maßnahmen waren:

  • Umstellung des bisherigen Beiratssystems auf vollbeschäftigte und bezahlte Kuratoren
  • Trennung der Besitz- bezw. Mietverhältnisse der Wiener Privattheater von den künstlerischen Leitungen, um diese öffentlich ausschreib-bar zu machen
  • Abkehr von der sogenannten "Gießkannen-Förderung" zu dem System "Ganz oder gar nicht".

Die drei Studien-Autoren wurden daraufhin vom Stadtrat Mailath-Pokorny zu Übergangs-Kuratoren ernannt und beauftragt diese Vorschläge vollinhaltlich umzusetzen. Im Wiener Gemeinderat wurde auch ein "All-Parteien-Konsens" über die Inhalte der Theaterreform erzielt. Somit wären beste Voraussetzungen zur Umsetzung geschaffen worden. Schwierig erwies sich im Folgenden, dass die "Reform" als solche keinen eigenen Budgetansatz hatte, um Reibungkosten des Übergangs abzudecken und die Tatsache, dass die drei Übergangs-Kuratoren in der Projektförderung gebunden wurden und die strukturellen Maßnahmen aus dem Augen verloren. So wurden von den obengenannten drei wesentlichen Eckpunkten bisher nur der erste umgesetzt. Da der amtsführende Stadtrat Mailath Pokorny mittlerweile die "Wiener Theater-Reform" in mehreren Presseaussendungen für "abgeschlossen" erklärt hat, ist die sogenannte "Wiener Theater-Reform von 2003 bis 2006" zu zwei Dritteln nicht umgesetzt worden.

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