Wildsee (Seefeld)

Wildsee
Der zugefrorene Wildsee im Winter
Der zugefrorene Wildsee im Winter
Geographische Lage Bezirk Innsbruck-Land, Tirol, Österreich
Zuflüsse Haglbach
Abfluss Seebach
Daten
Koordinaten 47° 19′ 17″ N, 11° 11′ 31″ O47.321511.1921177Koordinaten: 47° 19′ 17″ N, 11° 11′ 31″ O
Wildsee (Tirol)
Wildsee
Höhe über Meeresspiegel 1177 m ü. A.
Fläche 6,1 hadep1[1]
Länge 650 mdep1[1]
Breite 200 mdep1[1]
Volumen 78.500 m³[1]
Umfang 1600 mdep1[1]
Maximale Tiefe 5,1 m[1]
Einzugsgebiet 6,9 km²[2]

Der Wildsee, gelegentlich auch Seefelder See genannt, ist ein See bei Seefeld in Tirol. Er hat eine Fläche von 6,1 ha und eine maximale Tiefe von 5,1 m. Der Großteil des Sees liegt auf Seefelder Gemeindegebiet, das Süd- und das Westufer gehören zur Gemeinde Reith bei Seefeld.

Gespeist wird er von dem unterhalb des Seefelder Jochs entspringenden Haglbach, der im Südosten mündet, sowie von Wasser aus dem Reither Moor und anderen kleineren Quellen. Sein Einzugsgebiet beträgt knapp 7 km². Der Abfluss erfolgt nach Norden über den Seebach in die Isar. Am Ostufer des Sees finden sich kleinere Schilf- und Seggenbestände, am Westufer reicht der Mischwald bis an den See heran. Südlich des Sees breitet sich das Reither Moor aus, ein aus der Verlandung des Wildsees hervorgegangenes, mit Latschen durchsetztes Hochmoor. Das Südufer ist zusammen mit dem Reither Moor Naturschutzgebiet.

Der Wildsee gab vermutlich dem 1022 erstmals erwähnten Ort Seefeld seinen Namen. Kaiser Maximilian I. nutzte ihn für die Fischzucht und ließ Lampreten einsetzen, weshalb der See auch den Namen Lampretensee trug. Die Zucht der damals beliebten Speisefische hielt sich aber nur für wenige Jahrzehnte. Heute ist der Wildsee ein beliebter Badesee mit zwei Strandbädern. Limnologischen Untersuchungen zufolge weist der See einen geringen bis mäßigen Nährstoffgehalt auf. Aufgrund des moorigen Charakters des Sees beträgt die Sichttiefe nur etwa 1 bis 3 m.[3]

Literatur und Weblinks

  • Notburga Wahlmüller: Beiträge zur Vegetationsgeschichte Tirols V: Nordtiroler Kalkalpen. In: Berichte des Naturwissenschaftlich-Medizinischen Vereins in Innsbruck, Band 72 (1985), S. 101-144 (PDF)

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Landesvermessungsdienst: Tiefenkarte (PDF)
  2. Bundesministerium für Gesundheit und Amt der Tiroler Landesregierung: Badegewässerprofil Seefelder See, Badeanstalt (PDF)
  3. Land Tirol: Seefelder See