Wilhelm Hein (Orientalist)

Wilhelm Hein (* 7. Jänner 1861 in Wien; † 19. November 1903 ebenda) war ein österreichischer Sprachforscher, Volkskundler, Orientalist und Ethnograph.

Leben

Gemeinsam mit Michael Haberlandt, mit dem er in der anthropologisch-ethnographischen Abteilung des Naturhistorischen Museums arbeitete, gründete er 1894 den Verein für Volkskunde, 1895 die Zeitschrift für österreichische Volkskunde sowie im selben Jahr das Museum für Volkskunde in Wien. 1901-02 unternahm er eine Forschungsreise nach Südarabien und in den Jemen. Die dort in Feldforschung erhobenen Materialien wurden zur Grundlage seiner wichtigsten Publikation über Mehri- und Hadrami-Texte.

Im Jahr 1903 wurde in Wien Floridsdorf (21. Bezirk) die Heingasse nach ihm benannt.

Schriften

  • Mehri- und Ḥaḍrami-Texte. Gesammelt im Jahr 1902 in Gischin (= Südarabische Expedition. Nr. 9). Bearbeitet und herausgegeben von Dav. Heinr. Müller Hölder, Wien 1909.
  • mit Anderen: Ethnographische Beiträge. (Festgabe zur Feier des 70sten Geburtstages von Prof. Ad. Bastian) (= Internationales Archiv für Ethnographie. Bd. 9, Supplement, ZDB-ID 543222-4). Brill, Leiden 1896.

Weblinks