Wilhelm II. von Henneberg

Wilhelm II. von Henneberg-Schleusingen (* 14. März 1415; † 8. Januar 1444[1], Jagdunfall) war mit Katharina von Hanau (* 25. Januar 1408; † 25. September 1460), verwitwete Gräfin von Rieneck, verheiratet. Sie war die älteste Tochter Reinhards II. von Hanau, der 1429 der erste Graf von Hanau wurde, und der Gräfin Katharina von Nassau-Beilstein. Die Verlobung fand am 17. Mai 1432 statt. Am 15. Juni 1432 verzichtete Katharina auf Rechtsansprüche gegenüber der Grafschaft Rieneck. Dafür erhielt sie ihre Aussteuer in Höhe von 8000 Gulden und seitens ihres Bräutigams eine Morgengabe in Höhe von 16000 Gulden, die mit Amt und Schloss Mainberg bei Schweinfurt abgesichert wurden.

Graf Wilhelm II. starb an den Folgen eines Jagdunfalls, der am Abend des Neujahrstages 1444 geschah: Ein Wildschwein, das er mit dem Schwert zu töten versuchte, verletzte ihn so schwer, dass er wenige Tage darauf starb.

Aus der Ehe mit Katharina gingen hervor:

  • Wilhelm III. von Henneberg-Schleusingen (* 12. März 1434; † 26. Mai 1480), verheiratet mit Herzogin Margarethe von Braunschweig-Wolfenbüttel (* 1451; † 13. Februar 1509)
  • Margarethe (* 1437; † 1491), Nonne im Kloster Ilm
  • Johann III. (* 2. Juli 1439; † 20. Mai 1513), Abt des Klosters Fulda
  • Berthold XII. (* 9. Januar 1441), geistlich
  • Berthold XIV. (* 4. März 1443; † 20. April 1495), Propst in Bamberg
  • Margarethe (* 10. Oktober 1444; † zw. 16. Februar 1485 und 3. März 1485), verheiratet mit Graf Günther XX. (XXXVI.) von Schwarzburg-Arnstadt (* 8. Juli 1439; † 30. Dezember 1503 in Rudolstadt)

Literatur

  • Georg Hanna: Katharina von Hanau, in: Mitteilungsblatt der Heimatstelle des Main-Kinzig-Kreises 14 (1989), S. 201 – 203.
  • W. Sattler: Das alte Schloß Mainberg bei Schweinfurt und seine Bewohner. Historische Skizze. Neue Ausgabe, o:o. 1854, S. 17f.

Nachweise

  1. Das Datum des Todestages weicht in den verschiedenen Quellen leicht ab und wird zwischen dem 7. und 9. Januar angegeben