Wilhelm Karl Rust

Wilhelm Karl Rust (* 29. April 1787 in Dessau; † 18. April 1855 ebenda) war ein deutscher Pianist und Organist.

Leben

Wilhelm Karl Rust war ein Sohn des Geigers und Komponisten Friedrich Wilhelm Rust. Er galt als Wunderkind und trat bereits im Alter von zehn Jahren öffentlich auf. Rust studierte von 1805 bis 1806 Philosophie in Halle (Saale).[1] 1807 kam er nach Wien, wo er von 1819 bis 1827 als Organist in der Reformierten Stadtkirche angestellt war.[2] Rusts Klavierspiel wurde von Beethoven geschätzt. Zu seinen Schülern zählten sein Neffe Wilhelm Rust und die Pianistin Dorothea von Ertmann.[3]

Einzelnachweise

  1. Günther Eisenhardt: Musikstadt Dessau. Kamprad, Altenburg 2006, ISBN 3-930550-45-8, S. 32.
  2. Klaus Hehn: Musik in der Reformierten Stadtkirche. In: Peter Karner (Hrsg.): Die evangelische Gemeinde H. B. in Wien. Deuticke, Wien 1986, ISBN 3-7005-4579-7, S. 119.
  3. Martin Zenck: Die Bach-Rezeption des späten Beethoven. Zum Verhältnis von Musikhistoriographie und Rezeptionsgeschichtsschreibung der „Klassik“. Steiner, Stuttgart 1986, S. 152.