Wilhelmine von Dörnberg

Wilhelmine Caroline Christine Henriette (auch Mimi; * 6. März 1803 zu Ansbach; † 14. Mai 1835 in Nürnberg) war Reichsfreiin von Dörnberg.

Wilhelmine von Dörnberg, Lithographie von Bodmer nach einem Gemälde von Joseph Karl Stieler
Wilhelmine Freiin von Dörnberg, um 1830

Inhaltsverzeichnis

Leben

Die Tochter des ehemaligen königlichen preußischen Vizepräsidenten und Direktors der Domänenkammer zu Ansbach, des Freiherrn Konrad Heinrich Ernst Friedrich von Dörnberg, und der Freiin Wilhelmine Sophie von Glauburg heiratete am 24. August 1828 in Regensburg Fürst Maximilian Karl von Thurn und Taxis. Sie stammt zum einen aus einem protestantischen hessischen Adelsgeschlecht und war zum anderen nach den standesherrlichen Gesetzen, sogar nach dem fürstlich Thurn und Taxischen Hausgesetz von 1776, ihrem Gemahl nicht ebenbürtig.

Trotz des heftigen Widerstands des Fürstenhauses, insbesondere der Fürstin Therese von Thurn und Taxis, geb. Herzogin von Mecklenburg-Strelitz, und König Ludwig I. von Bayern, Cousin Fürst Maximilian Karls von Thurn und Taxis, heirateten sie dennoch und hatten fünf Kinder.

Im Jahre 1834 erkrankte „Mimi“ schwer auf einer Fahrt zu den Thurn und Taxisschen Besitzungen in Böhmen (Schloss Chraustowitz/Chroustovice). Zu Beginn des Jahres 1835 begab sich die Fürstin nach Nürnberg, um eine homöopathische Behandlung bei Dr. Reuter zu beginnen. Hoffnungsvoll schrieb sie noch einer Freundin, dass sie sich des wiedergewonnenen Lebens freue, dessen Flämmmchen so nahe am Erlöschen war. Doch sie irrte sich, denn am 14. Mai 1835 verstarb Fürstin Wilhelmine von Thurn und Taxis.

Für Mimi wurde im Fürstlichen Thurn und Taxis´schen Residenzschloss St. Emmeram zu Regensburg die Gruftkapelle errichtet. Hier werden bis heute Fürst und Fürstin und unverheiratete Kinder des Hauses Thurn und Taxis beigesetzt.

Nachkommen

  • Karl Wilhelm (1829)
  • Theresia Mathildie Amalie Friedrike Eleonore (1830-1883)
  • Maximilian Anton Lamoral (1831-1867)
  • Egon (1832-1892)
  • Theodor Georg (1834-1876)

Literatur

  • Martin Dallmeier, Martha Schad: Das Fürstliche Haus Thurn und Taxis. Friedrich Pustet Verlag Regensburg 1996.

Weblinks