Willi Dungl

Willi Dungl (* 17. Juli 1937 in Wien; † 1. Mai 2002 in Horn, Niederösterreich) war ein österreichischer Gesundheitsexperte. Er betreute Spitzensportler und gründete das Biotrainingszentrum in Gars am Kamp. Willi Dungl verfasste zahlreiche Bücher zu diesem Thema, die ihm den Beinamen Fitnesspapst einbrachten.

Willi Dungl begann zunächst eine Lehre als Eisengroßhändler und machte sich nach seiner Sanitäts-Unteroffiziersschule beim österreichischen Bundesheer 1965 als Masseur selbstständig. 1970 wurde er Leiter der Berufsausbildungskurse für Masseure am WIFI in Wien. Zudem gründete er seine eigene Massageschule für gewerbliche- und Heilmasseure. Diese bot bereits seit 1969 - lange vor der Änderung des Heilmasseurgesetzes - eine umfangreiche, den heutigen Standards entsprechende Ausbildung. Bei den Olympischen Sommerspielen in München 1972 war er Mitglied des internationalen physikalischen Betreuungsteams. Sein Ansehen als Gesundheitsexperte wuchs, und er betreute zahlreiche Spitzensportler wie Niki Lauda und Stephanie Graf, aber auch andere Persönlichkeiten wie den früheren Bundespräsidenten Kurt Waldheim. 1973 bis 1980 war Dungl für die Betreuung des österreichischen Nationalteams bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften verantwortlich. Weit über Österreich hinaus bekannt wurde er vor allem durch die Betreuung von Formel-1-Piloten wie John Watson, Gerhard Berger und Patrick Friesacher. Zusammen mit seinen Töchtern und Schülern betreute er mit Ayrton Senna, Jacques Villeneuve, Mika Häkkinen, Michael Schumacher, Michele Alboreto und Nico Rosberg zeitweise das halbe Starterfeld.

1986 gründet Willi Dungl sein Biotrainings-Zentrums in Gars am Kamp, das seit seinem Tod von seiner Tochter bis zur Schließung 2011 weiterbetrieben wurde. An diesem Standort eröffnet im Sommer 2011 das la pura women's health resort kamptal[1]

Unter dem Markennamen Willi Dungl werden Tees, Frucht- und Gemüsesäfte, Müslis und Körperpflegeprodukte vertrieben.

Ehrungen

1985 wurde Willi Dungl der Berufstitel Professor verliehen.

Einzelnachweise

  1. http://noe.orf.at/stories/516356/

Weblinks