William Mason (Opernsänger)

William Mason (* 1947 in London, Großbritannien) ist ein in Ahorn in Oberösterreich lebender Opernsänger (Bassist).

Mit seiner aus Neuseeland stammenden Frau Jean, die ebenfalls Sängerin ist, hat er zwei Söhne, den in Köln lebenden Opernsänger Orlando und Henry.

Er hatte im Alter von zehn Jahren seinen ersten bezahlten Gesangsjob als Chorknabe in Bristol (umgerechnet EUR 0,40/Jahr).
1966 begann er sein Studium an der Universität Cambridge und der Royal Academy of Music bei bekannten Lehrern wie Kenneth Bowen, Otakar Kraus, Alexander Kolo und Riccardo Lombardi. An der Glyndebourne Festival Opera gab er 1972 sein Debüt als „Antonio“ (Il ritorno d'Ulisse in patria). Ein festes Engagement an der English National Opera folgte, wo er als „Bonze“ (Madame Butterfly), „Zuniga“ (Carmen) und als „Mönch“ (Don Carlos) auftrat.

Im Jahr 1977 wechselte er ans Stadttheater Heidelberg, wo er den „Commendatore“ (Don Giovanni) und „Simone" (Gianni Schicchi) sang. Am Stadttheater Würzburg (ab 1979) sang er u. a. im Part des „Osmin“ in Die Entführung aus dem Serail, „Rocco“ in Fidelio und „van Bett“ in Zar und Zimmermann.

Am Landestheater Linz ist Mason seit 1982 engagiert. Hier stellte er den „Sarastro“ in Mozarts Die Zauberflöte, „Don Alfonso“ in Così fan tutte, die Titelfigur „Don Pasquale“ in der Donizetti-Oper und den „Großinquisitor“ in Don Carlos dar. In der Spielzeit 2006/2007 war William Mason als „Gaderer“ in Das Testament, „Briefträger“ in „Die feuerrote Friederike", „Drunken Poet“ in „The Fairy Queen“ (Die Feenkönigin) und „Herr Advokat“ in der Uraufführung „Die listige Witwe“ von Peter Androsch zu sehen.
Zwischendurch trat er auch als Gast an anderen österreichischen Bühnen auf, so als Nabuccos „Zaccana“ in Innsbruck, im Freischütz als „Caspar“ in Graz sowie in Klagenfurt als „Doktor“ in „Elegie für junge Liebende“.

An der Anton Bruckner Privatuniversität Linz ist er seit 1992 als Professor für Gesang tätig, des Weiteren ist er Gründer und Musikalischer Leiter des Vereins für Barockoper „Opera da Camera Linz“ in Wilhering, das er 1998 gemeinsam mit seiner aus Neuseeland stammenden Gattin Jean, welche ebenfalls seit Jahrzehnten am Linzer Landestheater tätig ist, gründete.

Seit sechs Jahren, seit 2002, ist William Mason Mitglied des Landeskulturbeirates. 2007 standen auf dem Programm des neuen Kulturfestivals Shakespeares „Komödie der Irrungen“ und das musikalische Kleinod „Down with Love“ von Sohn Henry Masons „His Majesty's Players“ (welches bereits in Theater Phönix und Landestheater Linz zu sehen war), Die Barockoper „Venus und Adonis“ wurde von William Mason musikalisch geleitet und von Nicole Weber inszeniert. An dieser Produktion wirkten Jugendliche aus dem Theater Helfenberg, ein Kinderchor der örtlichen Volksschule, Sohn Orlando (engagiert an der Kölner Oper), und Schauspieler aus Tschechien mit. „Venus und Adonis“ gilt als erste englische Oper überhaupt.

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