Willy von Haeseler

Willy von Haeseler (* 13. Oktober 1841 auf Gut Brookhusen (heute Ortsteil von Benitz); † 4. März 1927 in Schwerin; vollständiger Name: Willy Karl Heinrich Martin Gottlieb von Haeseler) war ein königlich-preußischer Generalleutnant.

Leben

Haeseler entstammte der 1801 in den Reichsadelsstand erhobenen mecklenburgischen Linie eines im 16. Jahrhundert in Goslar lebenden Geschlechts. Er war der älteste Sohn des Wilhelm von Haeseler (1810–1887) und dessen erster Ehefrau Auguste Koester (1816–1841), die nur 18 Tage nach Willys Geburt starb. Haeseler heiratete am 4. Juli 1873 in Schwerin Cäcilie von Oertzen (1843–1919).

Im Jahr 1856/57 war Haeseler Kadett der 1. Kompanie des Kadettenhauses zu Potsdam.

Im Jahr 1902 wurde Haeseler als Gutsherr auf Vilz (824 Hektar, heute Ortsteil von Tessin, Landkreis Rostock) in die mecklenburgische Ritterschaft aufgenommen.[1] Nach dem Ersten Weltkrieg war er von 1919 bis zu seinem Tod (1927) der 5. Kommendator der Mecklenburgischen Genossenschaft des Johanniterordens.[2] Über 30 Jahre war Haeseler Mitglied des „Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde“.[3]

Er war Träger zahlreicher Orden[4] wie z.B. des österreichischen Franz-Joseph-Ordens.[5]

Sowohl Haeseler († 1927) als auch seine Ehefrau Cäcilie († 1919) sind beide in Vilz begraben.

Einzelnachweise

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band IV, Seite 373, Band 67 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1978
  2. Geschichte der Mecklenburgischen Genossenschaft des Johanniterordens (Homepage)
  3. Werner Strecker: Jahresbericht über das Vereinsjahr vom 1. Juli 1926 bis 30. Juni 1927, Schwerin 1. Juli 1927, (Seite 290)
  4. Mecklenburg-schwerinsches Staatshandbuch, 1916, Seite 384 (Auszug)
  5. Franz Joseph-Orden, Almanach der Mitglieder, 1905, Seite 101

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Briefadel. Verlag Justus Perthes, Gotha 1941. Seite 208.