Wolfgang Feiersinger



Wolfgang Feiersinger
Spielerinformationen
Geburtstag 30. Januar 1965
Geburtsort SaalfeldenÖsterreich
Größe 183 cm
Position Verteidiger
Vereine in der Jugend
1971–1983 1. Saalfeldner SK
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1983–1986
1986–1996
1996–2000
2000–2001
2001–2002
2002–2004
1. Saalfeldner SK
SV Austria Salzburg
Borussia Dortmund
LASK Linz
SV Austria Salzburg
PSV Salzburg
57 (2)
207 (6)
57 (0)
25 (1)
18 (0)
43 (3)
Nationalmannschaft2
1990–1999 Österreich 46 (0)
Stationen als Trainer
2006–2008 FC Red Bull Salzburg (BNZ U-17)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 24. Februar 2011
2 Stand: 24. Februar 2011

Wolfgang „Sali“ Feiersinger (* 30. Januar 1965 in Saalfelden) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler und -trainer.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Verein

Feiersinger, im Zivilberuf ehemals als Gendarm tätig, begann seine Karriere beim 1. Saalfeldner SK. 1986 wechselte der Pinzgauer zum Profiklub SV Austria Salzburg und wurde zum Stammspieler. Einen richtigen Karriereschub erfuhr Feiersinger jedoch erst unter Trainer Otto Baric, mit dem er beim SV Austria Salzburg, dann auch seine ersten Erfolge auf Vereinsebene feierte. 1992 und 1993 wurde er mit Salzburg jeweils österreichischer Vizemeister, wobei die ersten Titelgewinne nur knapp – aufgrund der Tordifferenz – verloren gingen. 1994 feierte Feiersinger schließlich den ersten österreichischen Meistertitel des SV Austria Salzburg und wurde auch Supercupsieger. Ein Erfolg, den der Saalfeldner mit seiner Mannschaft auch 1995 wiederholte. Aber auch international war er mit den Salzburgern im UEFA-Pokal erfolgreich. Dort schlug er mit Salzburg nämlich unter Anderem den Karlsruher SC und Eintracht Frankfurt, um letztlich ins Finale einzuziehen. Dort unterlag die Mannschaft gegen Inter Mailand zweimal knapp mit 0:1.

Feiersinger war Mitglied der Salzburger Meistermannschaft 1996/97 unter Heribert Weber, wechselte aber bereits nach den ersten vier Spielen der Saison in die deutsche Bundesliga zu Borussia Dortmund. Für die Borussen absolvierte der Saalfeldner 57 Bundesligaspiele und avancierte anfangs aufgrund einer Verletzung von Matthias Sammer zeitweise zum Stammspieler. So vertrat er ihn über weite Strecken der Saison 1996/97 und musste ihm erst im Champions-League-Finale gegen Juventus Turin wieder Platz machen und das Spiel aufgrund taktischer Überlegungen von Trainer Ottmar Hitzfeld sogar von der Tribüne aus verfolgen. Hitzfeld begründete die Entscheidung wie folgt:[1]

Das war die schwerste Entscheidung meines Lebens. Da habe ich wochenlang überlegt. Feiersinger hatte super gespielt, aber Matthias Sammer war wieder fit. Und auf der Bank brauchte ich als Joker René Tretschok. Also musste ich ihn im Finale nicht nur draußen lassen, sondern auf die Tribüne setzen. Für mich war das Stress. Aber ich habe mich für den Erfolg entschieden. Die Menschlichkeit blieb auf der Strecke.

In der Bundesliga erreichte er mit den Borussen nur den dritten Platz. Zu Beginn der neuen Saison wurde Hitzfeld zum Sportdirektor umfunktioniert und Nevio Scala übernahm den Trainerposten. Dieser behauptete:[2]

Nur Gott ist perfekt, aber Wolfgang Feiersinger ist es als Spieler.

Unter der Leitung Scalas kam er auch zu mehr Einsätzen als zuvor und gewann den Weltpokal, wurde mit der Borussia aber nur zehnter in der Abschlusstabelle. Daher verließ Scala Dortmund am Ende der Saison und wurde durch den bisherigen Jugendtrainer Michael Skibbe ersetzt. Feiersinger kam unter dessen Leitung immer seltener zum Einsatz und verließ daher die Borussia nach dem Fastabstieg im Jahre 2000.

Zu Beginn der Saison 2000/01 wechselte Feiersinger zum LASK Linz, für den er ein Tor in 25 Spielen schoss bevor er im Herbst 2001 wieder zur Salzburger Austria zurückkehrte. Dort kam er noch in 18 Spielen zum Einsatz. 2002 beendete Feiersinger seine aktive Karriere als Profifußballer, spielte aber noch weiterhin in der Regionalliga West und Salzburger Liga für den PSV Schwarz-Weiß Salzburg.

Nationalmannschaft

Die Nationalteamkarriere von Feiersinger begann unter Trainer Josef Hickersberger mit seinem Debüt am 21. August 1990 im Länderspiel gegen die Schweiz in Wien. Feiersinger absolvierte 46 Spiele für die österreichische Nationalmannschaft, sowohl als Libero, Verteidiger als auch offensiv orientierter Mittelfeldspieler und war Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich unter Trainer Herbert Prohaska.

Nach der Karriere

Von 2006 bis Ende Mai 2008 fungierte Feiersinger als Trainer und Betreuer der U-17-Mannschaft des zu Red Bull Salzburg gehörigen Bundesnachwuchszentrums[3]. Danach übernahm er 2009 gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin in Aurach bei Kitzbühel die Hochwildalmhütte[4], die er jedes Jahr von Anfang Juni bis Mitte Oktober durchgängig bewirtschaftet. Zudem ist seine Tochter Laura momentan österreichische Nationalspielerin und beim FC Bayern München aktiv.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bericht über Feiersinger auf die DiePresse.com
  2. Bericht über Feiersinger auf die DiePresse.com
  3. Nachricht zur Entlassung auf salzburg.com
  4. Eintrag des Gasthauses auf naturfreunde-haeuser.net