Wolfgang Moitzi

Wolfgang Moitzi (* 1. August 1984 in Judenburg, Steiermark) ist seit 2007 Verbandsvorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreichs und im Vorsitz der Österreichischen Bundesjugendvertretung.[1]

Moitzi studiert derzeit Rechtswissenschaft in Graz.[2]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Moitzi wuchs in Spielberg bei Knittelfeld auf, seine Matura machte er 2004 in der HTBL Kapfenberg. Zu dieser Zeit begann Moitzi sich politisch zu engagieren, als er 2002 der SJ Kapfenberg beitrat.

In Anschluss an den Präsenzdienst bei der Flughafenfeuerwehr am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg begann er 2005 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Graz. Im selben Jahr wurde er Landesvorsitzender der SJ Steiermark und damit Präsidiumsmitglied der SPÖ Steiermark. Er war außerdem Initiator der Neugründung der SJ Knittelfeld in diesem Jahr, deren Vorsitz er bis 2007 leitete.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Torsten Engelage im Oktober 2007 übernahm er übergangsweise den geschäftsführenden Vorsitz der SJ Österreich, bis er am Verbandstag in Linz am 1. November 2008, nachdem er bereits im August 2008 Mitglied im Bundesvorstand der SPÖ wurde, mit 90,5 Prozent zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.[3]

Politische Ansichten

Moitzi nahm am Jugendworkshop der Diskussionsreihe EU-(k)Ein Ungeheuer der FH Joanneum teil, wo er sich für eine vollständige Trennung von Religion und Staat aussprach: „Kreuze gehören nicht in öffentliche Gebäude, Religion ist Privatsache.“[4]

Er setzte sich in einer Rede auf einer Demonstration in Wien öffentlich für eine Bleiberecht von Arigona Zogaj ein.[5]

Moitzi tritt für eine Volksabstimmung über den Vertrag von Lissabon ein und möchte auf lange Sicht die Banken in Volkseigentum überführen.[6][7]

Sein Bekenntnis zum Marxismus begründet Moitzi wie folgt: „Die Sozialistische Jugend baut auf einem Grundsatzprogramm auf, das wir im Jahr 2004 beschlossen haben. Das ist ein traditionelles Grundsatzprogramm mit dem wir uns ganz klar auf marxistischem Boden befinden. Marx erlebt gerade jetzt, in Zeiten der Finanzkrise, wieder eine Renaissance. Nach 160 Jahren sieht man heute, dass die Schlussfolgerungen von Karl Marx noch immer stimmen und seine Analyse der Gesellschaft nach wie vor aktuell ist.“[8] Zum gleichen Thema relativierte Moitzi in einem Interview in Polilog, dass es „den klassischen Marxismus als solchen, der von heute auf morgen umgesetzt werden kann“ nicht gebe.[9]

Ein „soziales Steuersystem“ und „die Reform der Bildung“ seien ebenso zentrale Themen, wie die Frage nach Studiengebühren, deren Ablehnung für Moitzi „nicht verhandelbar“ ist.[10]

Moitzi fordert das Verbot der Nationalen Volkspartei und deren Jugendorganisation JNVP.[11]

Er wurde außerdem zur ZIB 24 am 27. März 2009 eingeladen[12], wo er zum Thema Jugendarbeitslosigkeit Stellung nahm und sich unter anderem für die Einführung eines Lehrlingsfonds aussprach.

In der ORF-Diskussionssendung im ZENTRUM am 18. Oktober 2009[13] forderte er eine stärkere Erhöhung der Pensionen nach dem Pensionisten-Preisindex.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. bundesjugendvertretung.at: Verein, abgerufen am 3. Februar 2009
  2. CHiLLi.cc: Lebenslauf von Wolfgang Moitzi, 4. November 2008
  3. ORF: „Steirer Wolfgang Moitzi ist neue SJ-Chef“
  4. Start der Diskussionsreihe 'EU-(k)Ein Ungeheuer'
  5. Arigona-Demonstration in der Innenstadt
  6. EU-Abstimmung - Die Reaktionen zum SPÖ-Schwenk
  7. Die Banken langfristig verstaatlichen
  8. CHiLLi.cc Interview: „SPÖ braucht frisches, junges Blut“, 4. November 2008
  9. Polilog: „Im Gespräch: Wolfgang Moitzi“, 17. Dezember 2008
  10. CHiLLi.cc Interview: „Haben nie mit Tomaten geschossen“, 4. November 2008
  11. CHiLLi.cc: „Sinn des Lebens: Volk und Heimat“, 28. Juli 2009
  12. ORF: „Jugendarbeitslosigkeit: Wolfgang Moitzi in ZIB24“
  13. APA-OTS: „"im ZENTRUM" am 18. Oktober: Jung gegen Alt - ist der Wohlstand in Österreich gerecht verteilt?“, 17. Oktober 2009