Wolfgang P. Schmid

Wolfgang P. Schmid (* 25. Oktober 1929 in Berlin; † 22. Oktober 2010 in Friedland) war ein deutscher Sprachwissenschaftler und Indogermanist.

Leben

Wolfgang Paul Schmid studierte zunächst evangelische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Berlin-Zehlendorf. Später wechselte er an die Universität Tübingen, wo er bei Hans Krahe Indogermanistik studierte. Bei ihm wurde er 1955 mit einer preisgekrönten Dissertation über das indo-iranische Verbalsystem promoviert.

Nach seiner Habilitation (1961) folgte Schmid 1964 einem Ruf an die Universität Innsbruck. 1965 wechselte er auf den Lehrstuhl für Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen, wo er bis zu seiner Emeritierung (1994) wirkte.

Schmid war ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (seit 1966) und korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Die Universität Vilnius verlieh ihm die Ehrendoktorwürde.

Seine Forschungsschwerpunkte waren Balkanologie, die baltischen Sprachen und Namenforschung, insbesondere im Bereich der Orts- und Gewässernamen. Er fungierte als Herausgeber der Hydronymia Germaniae.

Literatur

  • Eckhard Eggers: Wolfgang P. Schmid (*25. 10. 1929 - †22.10. 2010). In: Indogermanische Forschungen, Bd. 116 (2011), S. 1–3.
  • Linguisten-Handbuch: biographische und bibliographische Daten deutschsprachiger Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler der Gegenwart, Band 2, Tübingen 1994, S. 830

Weblinks