Wolfgang Röd

Wolfgang Röd (* 13. Mai 1926 in Oderberg, Schlesien, aus Südtiroler Familie) ist ein emeritierter Professor der Philosophie. Er ist besonders als Autor und Herausgeber von Werken zur Geschichte der Philosophie hervor getreten. Er war Ordinarius für Philosophie am Philosophischen Institut der Universität Innsbruck und ist Herausgeber der bei C.H. Beck erscheinenden vierzehnbändigen Geschichte der Philosophie.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach dem Abitur 1944 wurde er Soldat und geriet in die Kriegsgefangenschaft. Ab 1947 studierte er Philosophie und Geschichte zunächst in Mailand, dann in Innsbruck. Nach der Promotion unterrichtete er an diversen Südtiroler Schulen. Nach Lehrtätigkeit an der Universität München wurde er 1977 an der Universität Innsbruck zum Professor ernannt.

Röd vertritt eine philosophische Position, die er im Anschluss an Henri Lauener "offene Transzendentalphilosophie" bzw. in Abgrenzung zu anderen Spielarten "problematizistische Transzendentalphilosophie" nennt und die er in seinem Buch Erfahrung und Reflexion entwickelt. Er versteht diese locker an Kant anschließende, mit zahlreichen ähnlichen Projekten zeitgenössischer deutscher Philosophen (u. a. Gerold Prauss, Peter Rohs) verwandte Transzendentalphilosophie als eine Theorie der Erfahrung nach analytischer Methode. Die Positionen dieser Theorie liegen auch seinen zahlreichen philosophiegeschichtlichen Arbeiten, insbesondere zu Kant und Descartes sowie zu anderen Philosophen des 17. Jahrhunderts zugrunde.

Auszeichnungen

Werke

Geschichte der Philosophie herausgegeben von Wolfgang Röd[2]

(im Verlag Beck, München)

  • I. Wolfgang Röd: Die Philosophie der Antike l: Von Thales bis Demokrit [1976], 3. Aufl. 2009
  • II: Andreas Graeser: Die Philosophie der Antike II: Sophistik und Sokratik, Platon und Aristoteles, [1983], A. Aufl.1993.
  • III: Malte Hossenfelder: Die Philosophie der Antike III: Stoa, Epikureismus und Skepsis, 2. Aufl. 1995.
  • IV: Wolfgang Gombocz: Die Philosophie der ausgehenden Antike und des frühen Mittelalters, 1997.
  • V: Theo Kobusch: Die Philosophie des Hochmittelalters, 2011 (Rezension)
  • VI: Die Philosophie des Humanismus und der Renaissance (in Vorbereitung)
  • VII: Wolfgang Röd: Die Philosophie der Neuzeit l: Von Francis Bacon bis Spinoza, [1978], 2. Aufl. 1999.
  • VIII: Wolfgang Röd: Die Philosophie der Neuzeit 2: Von Newton bis Rousseau, 1984.
  • IX, 1: Wolfgang Röd: Die Philosophie der Neuzeit 3. Erster Teil: Kritische Philosophie von Kant bis Schopenhauer, 2006.
  • IX, 2: Die Philosophie der Neuzeit 3. Zweiter Teil: Der deutsche Idealismus (in Vorbereitung)
  • X: Stefano Poggi, & Wolfgang Röd: Die Philosophie der Neuzeit 4: Positivismus, Sozialismus und Spiritualismus im 19. Jahrhundert, 1989
  • XI: Die Philosophie des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts 1: Von Bolzano bis Wittgenstein (in Vorbereitung)
  • XII: Helmut Holzhey, & Wolfgang Röd: Die Philosophie des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts 2: Neukantianismus, Idealismus, Realismus, Phänomenologie, 2004. (Rezension)
  • XIII: Rainer Thurnher, Wolfgang Röd, & Heinrich Schmidinger: Lebensphilosophie und Existenzphilosophie, 2002. (Rezension)
  • XIV: Die Philosophie der neuesten Zeit: Hermeneutik, Frankfurter Schule, Strukturalismus, Analytische Philosophie (in Vorbereitung)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.provincia.bz.it/mpacher/Roed.htm
  2. siehe http://www.perlentaucher.de/buch/12362.html