Wolfgang Weil

Wolfgang Weil (* 23. November 1912 in Klosterneuburg; † 1944/45 in Kroatien) war ein österreichischer Schachspieler und Mitglied der Nationalmannschaft Österreichs.

Leben

Wolfgang Weil wurde in der Wiener Vorstadt Klosterneuburg geboren. Von frühester Jugend an interessierte er sich für Kombinationsspiele. Anfangs gehörte dem japanischen Go seine Liebe, später widmete er sich dem königlichen Brettspiel Schach. Obwohl in seiner Heimat zahlreiche begabte Schachmeister lebten, konnten ihm diese bald nicht mehr gleichwertige Spielpartner sein. Er trat dem berühmten Hietzinger Schachklub in Wien bei. Hier feierte er dank fleißiger Arbeit bald anerkannte Erfolge und wurde 1936 zur inoffiziellen Schacholympiade nach München eingeladen. Hier erreichte er am 8. Brett 12½ Punkte aus 17 Partien (+10, -2, =5) für Österreich und wurde bester Spieler an seinem Brett.[1] Für seine Erfolge wurde Weil mit dem Meistertitel geehrt.

In der Wiener Stadtmeisterschaft 1937 eroberte er den zweiten Platz hinter Prof. Albert Becker, ebenso im darauffolgenden Thema-Vierkampf, den Paul Keres gewann.

Weil wurde im Zweiten Weltkrieg im Winter 1944/45 in Kroatien von einem Granattreffer tödlich verletzt.[2]

Quellen

Einzelnachweise

  1. http://www.olimpbase.org/1936x/1936aut.html
  2. http://www.chess.at/niederoesterreich/geschich.htm