Wolkenstein-Trostburg (Adelsgeschlecht)

Wappen des Geschlechts Wolkenstein aus dem Scheiblerschen Wappenbuch.

Beim Geschlecht Wolkenstein-Trostburg handelt es sich um ein Adelsgeschlecht in Tirol, dessen Wurzeln bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Die Familie Wolkenstein ist eine Seitenlinie der Herren von Villanders. 1293 erwarb die Familie die Burg Wolkenstein und das Gericht Wolkenstein, von dem sich der spätere Familienname ableitet. Der Beiname bezieht sich auf die Trostburg bei Waidbruck in Südtirol.

Das Geschlecht erlangte als eines der ersten des alten Tiroler Adels bereits unter Friedrich III. die Erhebung in den Freiherrenstand. Der Machtbereich des Geschlechts reichte von Tirol bis nach Mähren und Böhmen. Am 24. Oktober 1630 wurde es als Grafen zu Wolkenstein Freiherren zu Trostburg und Neuhauß in den Reichsgrafenstand erhoben.

Begründer der Adelslinie war Friedrich von Wolkenstein, der sich 1371 mit Katharina, Erbtochter von Eckhart von Villanders vermählte. Die heutigen Familienmitglieder sind Nachfahren deren ältesten Sohnes Michael von Wolkenstein († 1443), dem älteren Bruder des spätmittelalterlichen Dichterkomponisten Oswald von Wolkenstein (um 1377–1445), auf den seinerseits die Seitenlinie Wolkenstein-Rodenegg zurückgeht.

Persönlichkeiten (Auswahl)

Literatur

  • Gustav Pfeifer, Kurt Andermann (Hrsg.): Die Wolkensteiner. Facetten des Tiroler Adels in Spätmittelalter und Neuzeit (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs, Band 30). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0466-7

Weblinks

 Commons: Wolkenstein (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien