Worms (Gemeinde Bartholomäberg)

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Worms (Einöde)
Worms (Gemeinde Bartholomäberg) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Bludenz (BL), Vorarlberg
Gerichtsbezirk Montafon
Pol. Gemeinde Bartholomäberg
Ortschaft Bartholomäberg
Koordinaten 47° 5′ 53″ N, 9° 54′ 42″ O47.0980555555569.91166666666671340Koordinaten: 47° 5′ 53″ N, 9° 54′ 42″ O
Höhe 1340 m ü. A.
Postleitzahl A-6780f1
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Bartholomäberg (80101 000)
historisches Bergbaugebiet, Schaustollen bei Alpe Sassella
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Worms ist ein kleiner Ort im Montafon in Vorarlberg, und Gemeindeteil von Bartholomäberg im Bezirk Bludenz. Die Ortsstelle ist heute nur mehr ein Gehöft, um Worms und die Alpe Garsella liegt aber eine historische Bergbauregion.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Ortslage befindet sich oberhalb des Gemeindehauptorts Bartholomäberg und des Ortes Schruns im Tal der Ill. Sie liegt am Abhang des Itonskopf (2089 m ü. A.), eines Gipfels des westlichen Verwalls (Itonskopfgruppe), und oberhalb des Litztals. Westlich Worms entspringt der Fritzenbach, der bei Gantschier in die Ill mündet.

Östlich befindet sich die Vorsäß Garsella, nördlich der kleine Fritzensee (Fritzasee).[1]

Nachbarorte:

Lutt Nachbargemeinden Innerberg
Gantschier Bartholomäberg
Montjola (Gem. Schruns)
Schruns
Riederhof

Geschichte, Geologie und Bergbau, Schaubergwerk

Die Spuren des Bergbaus am Bartholomäberg reichen in die Steinzeit zurück, Siedlungsspuren sind 7000 Jahre alt. Hier wurden in der schmalen Grauwackenzone unter anderem Silber, Eisen und Kupfer gewonnen. Der Bergbau im Montafon erlebt im Hoch- und Spätmittelalter eine Blüte und endet ab dem 16. Jahrhundert.[2] In der Parzelle Worms, dem ehemaligen Bergbaurevier Knappagruaba, sind zeitweise 150 Stollen in Betrieb gewesen,[3] die Spuren sind im Gelände sichtbar (überwachsene Haldenfluren).

Schaustücke gibt es im Museum Silbertal, und 2010 wurde bei der Garsellaalpe der St.-Anna-Stollen als das bisher einzige Schaubergwerk Vorarlbergs eröffnet. Es entstand auf Betreiben des Vereines Historisches Bergwerk.[4][5] Er ist in den Bartholomäberger Geologischen Lehrwanderweg eingebunden.[6]

Tourismus

Neben dem Bergwerk, zu dem zu den Besichtigungszeiten Shuttlebusse von Bartholomäberg fahren, ist die Gegend Worms und die ganze „Sonnentrasse“ beliebtes Wandergebiet. Hier führen zahlreiche Wege in den Verwall, gegen das Silbertal hin und als Höhenwege Illtal-auswärts.

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Land Vorarlberg, Amt der Landesregierung – Umweltschutz (Hrsg.): Fritzensee. Limnologische Untersuchung. (pdf). Online Fritzensee (WebGIS), vorarlberg.at · Umwelt und Lebensmittel · Flüsse.Seen.Bäderhygiene
  2.  Gemeinde Bartholomäberg, Stand Montafon (Hrsg.): Bergbau am Bartholomäberg - Halden, Stollenmundlöcher und Pingen. In: Frühe Besiedlungsgeschichte und Bergbau. o.D. (pdf, kristberg.at, abgerufen am 14. Juni 2011).
  3. Wander–Tipp Silber unter den Sohlen, Sonne über den Gipfeln. landhaus-rudigier.at, abgerufen am 14. Juni 2011 (pdf).
  4. Nadine: Eröffnung des Historisches Bergwerkes Bartholomäberg. In: mi-muntafu.at. kasper consulting, 13. August 2010, abgerufen am 14. Juni 2011.
  5. Bergwerk in Bartholomäberg wieder offen. vorarlberg.orf.at, 5. August 2010
  6. Geologischer Lehrwanderweg, Montafon Tourismus, galileo.telesis.at