X-Large

Arabella Kiesbauer

X-Large war eine österreichische Jugend- und Musiksendung, die ab September 1987 bis 1995 am Samstag im Vorabendprogramm des ORF und von 3sat ausgestrahlt wurde. Es wurden aktuelle Jugendthemen, angesagte Künstler und Musikclips präsentiert. Zum ersten Mal war X-Large am 4. Oktober 1987 auf FS1 zu sehen. Es löste die Sendereihen Okay, das vorangegangene Jugendkultur- und Musikmagazin des ORF und Ohne Maulkorb ab.

Inhaltsverzeichnis

Inhalte und Moderation

Erstes Moderatorenpaar der Sendung waren von 1987 bis 1988 Barbara Stöckl und Dominic Heinzl, die von drei weiteren Moderatoren unterstützt wurden. 1989 wurden sie durch die damalige Studentin Arabella Kiesbauer abgelöst (einige Sendungen des Jahres 1989 wurden noch gemeinsam moderiert), die über ein Casting an ihr erstes TV-Engagement gekommen war und das Magazin bis zu ihrem Weggang zu Pro7 1993 präsentierte. Ihr Partner war Christian Clerici, der das Magazin bis zu seiner Einstellung 1995 moderierte. Ab Mai 1991 kam zusätzlich zweimal im Monat die Spätabendschiene „Nightline“ hinzu, in der längere Musikdokumentationen gezeigt wurden, die aber auch Raum für Eigenproduktionen wie die Interviewreihe „X-Ray“ bot. 1992 bekam die Sendung unter dem Namen "X-Large-Traveller" eine weitere Schiene am Samstagnachmittag, die allerdings mit zugekauften Produktionen bestritten wurde.

Einfluss auf die Musikszene

X-Large war die erste Sendung („X-Charts“) im österreichischen Fernsehen, die über österreichische und internationale Charts wöchentlich berichtete. Die jeweiligen Clips wurden vom Moderator vor einer Bluebox präsentiert und je ein ausgewählter Clip aus den österreichischen, britischen und amerikanischen Wochencharts angespielt. Die Musikberichterstattung der Sendung forcierte die um die Ende der 1980er und zu Beginn der 1990er Jahre entstandene österreichische Sampling-Szene mit Projekten wie „Edelweiss“ und 1991 den „Bingoboys“ und verhalf ihnen zu österreichweiter Bekanntheit.

Spin-offs

Darüber hinaus lancierte X-Large Comedyformate wie die ab 1990 zumindest jährlich von Ronnie Eichhorn präsentierten „X-Large-Futurenews“ die einen satirischen Blick zehn Jahre in die Zukunft warfen. Im X-Large Umfeld entstand ab 1993 die von Oliver Baier und Stefan Ruzowitzky entworfene Sendung Monte Video. Dieses Format wurde Sonntagnachmittag auf ORF1 parallel zum Seniorenclub auf ORF 2 gesendet.

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