Zeller Altstadt

Die Zeller Altstadt (Juli 2008)
Zeller Altstadt bei Nacht (November 2009)
Zeller Altstadt Unterteilung

Die Altstadt von Zell am See umfasst den historischen Stadtkern von Zell am See. Sie wird im Osten vom Zeller See und im Süden vom Stadtteil Zell am See-Süd umfasst. Im Norden grenzt sie an Thumersbach-Prielau, und im Westen an das Schmittental. In der Altstadt leben rund 3800 Einwohner.

In diesem Teil von Zell am See gibt es unter anderem mehrere Boutiquen, Caféhäuser, Elektrofachgeschäfte und kleine Supermärkte.

Inhaltsverzeichnis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ferry Porsche Congress Center

Ferry Porsche Congress Center Zell am See

In nur 14 Monaten entstand in der Altstadt von Zell am See das hochmoderne Ferry Porsche Congress Center. Ende des Jahres 2005 konnte das ehrgeizige Projekt höchstens erahnt werden. Zu diesem Zeitpunkt zierten noch Tennisplätze den heutigen Standort. Seine Entstehung verdankt das innovative Haus den visionären Kräften der Region. Die Eröffnung des Kongresshauses fand im Juli 2007 statt.

Das FPCC ist das beste Projekt Österreichs! - zu diesem Ergebnis kam eine Jury des Project Excellence Awards 2007. Die Leistungen bei der Realisierung des Kongresshauses seien herausragend, befanden die Wertungsrichter beim Wettbewerb der österreichischen Projektmanagement Vereinigung (PMA) in Wien [1].

Die Stadtpfarrkirche zum heiligen Hippolyt

Die Kirche zeigt die ältesten Bauelemente des Pinzgaus. Die gesamte Anlage ist romanisch. Die Kirche ist dreischiffig und war einst mit gotischem Rippengewölbe ausgestattet. Im Hauptschiff ist 1794 das Steingewölbe abgeschlagen und ein Schalgewölbe eingezogen worden, welches 1898 durch eine flache Holzdecke ersetzt wurde. Zum Hochaltar führen 4 Stufen hinauf, die darunterliegende Krypta wurde zugeschüttet. Allerdings wurde sie im Zuge der Renovierung in den 80er Jahren wieder freigelegt.

Zell am See Hippolytkirche Turm

Das Juwel der Kirche, das schönste und kostbarste Baudenkmal des Pinzgaues, ist die Empore mit ihrer prachtvollen Brüstung. Die Empore ruht auf vier verschieden gearbeiteten Säulen von ausgesucht kostbaren Marmor, zwischen denen das reiche filigranartige Netzgewölbe gespannt ist. Die drei Spitzbögen tragen viele Krabben, gehen in Spitztürmchen mit Kreuzblumen über,zwischen den drei Bögen sind gotische Baldachine mit geschnitzten Figuren des Hl. Hippolyt und Florian von 1520. Die Emporebrüstung zeigt edles Maßwerk in Vierkleerosetten und Fischblasenmanier. Die Arbeit trägt die Zahl 1514.

Der Turm beherrscht das Altstadtbild von Zell am See. Die starken Mauern sind außen mit Quadern von Konglomerat verkleidet, in fünf Geschosse abgeteilt, die durch gotische Friese gekennzeichnet sind. Die Friese sind je höher, desto größer. Der Turm ist 36 m hoch und trägt ein Satteldach mit Treppengiebel.

1660 bis 1670 bekam die Kirche einen neuen Hochaltar in edler Barockarbeit. 1760 wurde wieder ein neuer Hochaltar aufgestellt. Von der barocken Einrichtung ist fast nichts mehr erhalten außer einigen Zierstücken, zwei große Statuen kamen in die Prielauer Kirche. Auf dem Hochaltar stehen jetzt neben dem Tabernakel zwei Statuen von 1480: St. Rupert und Virgil. Der Seitenaltar enthält das Gnadenbild der abgebrochenen Kirche Maria Wald. Es ist eine Madonna mit stehendem Kind von 1540. Das linke Seitenschiff hat in der halbrunden Apsis einen kleinen Sebastianaltar mit Glasgemälde im Fenster und sehr schöne, große Grabsteine. Bei der Renovierung 1898 wurde alles barocke Kunstgut restlos aus der Kirche entfernt, eine flache Holzdecke eingezogen und zwei neugotische Altäre mit reicher Vergoldung und Bildhauerarbeit von Josef Bachlehner in Hall in Tirol aufgestellt.

Quelle Lahnsteiner

Zell am See Kastnerturm

Stadtmuseum im Kastnerturm

In dem bereits vor mehr als 1000 Jahren genannten Vogtturm (auch Kastnerturm) - im Altstadtzentrum von Zell am See gelegen - ist in vier Stockwerken das Heimatmuseum Zell am See untergebracht. Der Eingang erfolgt von Norden, von der Kreuzgasse her. Der Turm wird erstmals im Jahre 926 urkundlich genannt und als Fluchtturm erwähnt; neben der Kirche ist der Turm das älteste Gebäude der Stadt und dürfte als militärischer Stützpunkt für das im Jahr 748 gegründete kleine Kloster (Cella in Bisontio) von besonderer Bedeutung gewesen sein. Der Turm ist mit dicken Mauern ausgeführt, wobei die verwendeten Steine Findlinge des Schmittenbaches sind, die dieser auf dem Schuttkegel, auf dem Zell am See entstand, anschwemmte. In der Zeit, als die landesfürstlichen Pfleg- und Landgerichte entstanden, hatte der Turm seine einstige Bestimmung als Vogt- und Fluchtturm verloren. Über die Vögte, die das Amt seit Mitte des 9. Jahrhunderts als Vertreter vor Gericht- und Schutzherrn nach außen vertraten, ist nichts mehr bekannt. Die Auslugfenster mit den Sitzbänken in den oberen Stockwerken weisen noch auf diese Zeit hin.

Einzelnachweise

  1. www.fpcc.at abgerufen am 25. Oktober 2008