Zivil-Verdienstmedaille

Die Zivil-Verdienstmedaille, auch Ziviles Signum laudis genannt, wurde am 30. April 1918 von Kaiser Karl I. von Österreich-Ungarn gestiftet, um alle jene Zivilfunktionäre und sonstigen Personen des Zivilstandes, welche in Würdigung verdienstlicher Leistungen der Ausdruck der Allerhöchsten Anerkennung oder Zufriedenheit bekanntgegeben worden ist, auch eines sichtbaren Zeichens dieses Allerhöchsten Huldbeweises teilhaftig werden zu lassen.

Die runde Medaille zeigt das nach links gewandte Bildnis des Stifters in Uniform. Umlaufend die Inschrift CAROLVS·D·G·IMP·AVST·REX BOH·ETC·ET H·N·IV·REX APOST·HVNG. Rückseitig, von einem Kranz aus Lorbeer- (links) und Eichenblättern (rechts) umgeben, die Worte SIGNUM LAVDIS.

Für "besondere Allerhöchste Anerkennung" ist die Medaille vergoldet, für "Allerhöchste Anerkennung oder Zufriedenheit" versilbert.

Die Auszeichnung wurde an einem roten Dreiecksband mit einem weißen Mittelstreifen auf der linken Brust getragen.

Bei wiederholter Verleihung wurden ein oder zwei silberne Bandspangen auf dem Ordensband hinzugefügt.

Die Zivil-Verdienstmedaille war die letzte gestiftete Auszeichnung der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Literatur

  • Johann Stolzer/Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Akademische Druck- und Verlagsanstalt Graz, ISBN 3-201-01649-7