Zwilling J. A. Henckels

Zwilling J. A. Henckels AG
J. A. Henckels logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1731
Sitz Solingen, Deutschland
Leitung Claus Holst-Gydesen
Branche Küchen
Produkte Kochmesser, Scheren, Haushaltswaren, Kochtöpfe und Küchenhelfer
Website www.zwilling.com

Die Zwilling J. A. Henckels AG ist ein Unternehmen zur Produktion von Kochmessern, Scheren, Haushaltswaren, Kochtöpfen und Bestecken, Küchenhelfern sowie Beauty-Artikeln mit Sitz in Solingen. Seit 1970 gehört es zur Werhahn-Gruppe.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte der Marke ZWILLING, die für die Zwilling J.A.Henckels AG steht, beginnt am 13. Juni 1731, als der Solinger Messermacher Peter Henckels den Zwilling als Handwerkszeichen in die Solinger Messermacherrolle eintragen ließ. Der Zwilling ist damit eine der ältesten Marken der Welt. Johann Abraham Henckels (1771-1850) gab dem Unternehmen seinen Namen. 1818 eröffnete er in Berlin die erste Verkaufsniederlassung. 1883 wurde ein Geschäft in New York eingerichtet. 1884 folgte Wien, das Geschäft befand sich an der Kärntner Straße 24 im 1. Bezirk Innere Stadt. 1897 erfolgten dann Kopenhagen und Rotterdam.

J. A. Henckels gewann den Grand Prix Preis von Paris 1900 und den Grand Prix von St. Louis 1904. Es wurde auch mit der Preussischen Goldenen Staatsmedaille prämiert. Des Weiteren wurde J. A. Henckels zum k.u.k. Hof-Stahlwaren-Fabrikanten ernannt.

Im Jahre 1909 hatte Henckels seine erste Tochtergesellschaft in den USA gegründet. Weitere folgten in Kanada, den Niederlanden, Dänemark, der Schweiz, Japan, Italien, Frankreich, Spanien, China und Taiwan. Zuletzt wurden Anfang 2008 Tochtergesellschaften in Großbritannien und Brasilien gegründet.

Das Unternehmen führt ein Zwillingspaar als Logo, seit 1969 in der markanten Form auf rotem Grund. Die Produkte der Marken Zwilling, J. A. Henckels International und BSF werden über die Tochterfirmen und ein Distributionsnetz in 100 Ländern vertrieben. Außerdem betreibt das Unternehmen Läden, Studios und Partner-Shops im In- und Ausland, darunter ca. 200 Shop-in-Shops in China. 2004 hat Zwilling den japanischen Messerhersteller Nippa und den US-amerikanischen Beauty-Spezialisten Tweezerman übernommen. Mit der Akquisition des belgischen Herstellers Demeyere (Edelstahlkochgeschirr) und der französischen Gruppe Staub (Gusseisenkochgeschirr) hat Zwilling im Frühjahr 2008 sein Kochgeschirr-Segment weiter ausgebaut.

Hergestellt werden die Produkte von Zwilling in Deutschland am Standort Solingen, aber auch in Japan und China, wo die Gruppe seit 1995 in einem Joint Venture aktiv ist. Zwilling beschäftigt weltweit 3200 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2007 wurden 282 Millionen Euro umgesetzt. Die Zwilling-Gruppe erwirtschaftet 80 % ihres Umsatzes im Ausland.

Zur Zwilling-Gruppe gehört zudem ein auf Friseurbedarf spezialisierter Bereich. Der Solinger Hersteller Jaguar wurde 2004 übernommen, seit Juli 2007 gehört auch die Tondeo Werk GmbH, Solingen zur Zwilling-Gruppe.

Literatur

  • Ingrid Haslinger: Kunde – Kaiser. Die Geschichte der ehemaligen k. u. k. Hoflieferanten. Schroll, Wien 1996, ISBN 3-85202-129-4.
  • Louis Scherr: Henckels, Johann Abraham. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, S. 520 (Digitalisat).
  • Jürgen Weise: Johann Abraham Henckels (1771–1850) und seine Söhne Johann Gottfried (1804-1859) und Johann Abraham jun. (1813-1870). In: Wolfhard Weber (Hrsg.) Bergisch-Märkische Unternehmer der Frühindustrialisierung. (= Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Band 18.) Aschendorff, Münster 2004, S. 233-254.
  • Albert Weyersberg: Johann Abraham Henckels (1813–1870). In: Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Band I. Aschendorff, Münster 1931, S. 214-229.

Bilder

Weblinks

 Commons: J. A. Henckels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien