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Wiener Zentralfriedhof#

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Die Alten Arkaden am Wiener Zentralfriedhof
Die Alten Arkaden am Wiener Zentralfriedhof.
Foto: Godot13. Aus: Wikicommons

Mit einer Fläche von 2,5 km² und mehr als 330.000 Grab- und Gedenkstätten ist der 1874 nach beträchtlichen planerischen und politischen Schwierigkeiten im Südosten Wiens liegende Wiener Zentralfriedhof der flächenmäßig zweitgrößte Friedhof Europas. Als größter gilt der Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg, der aber als Waldfriedhof angelegt wurde. In dieser Wiener Nekropole, einer wahren Totenstadt kann man österreichische und Wiener Geschichte und Kultur in ihren hier beigesetzten bederühmtesten und bekanntesten Vertretern kennenlernen. Seine zahlreichen Grabbauten mit ihren Bronze- und Steinskulpturen vom Historismus über den Jugend- und Seccessionsstil bis zu Moderne, die zentrale Karl-Lueger-Gedächtniskirche machen ihn auch zu einem kunsthistorischen Erlebnis. Als ausgedehnter Naturraum, in dem zahlreiche Wildtiere und Vögel leben ist auch zu einem Erholungsgebiet geworden, in welchem sich Stille und Einsamkeit erfahren lassen. Mit den Wiener Friedhöfen verbindet sich auch heute noch das, was der „klassische Wiener“ mit seiner barocken Einstellung zu Leben und Tod im Begräbniskult eine „schöne Leich“ nannte.