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Eisenstraße

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Die Steirische Eisenstraße#

Historisch genau genommen zieht die Eisenstraße vom steirischen Erzberg nach Süden ins Murtal und nach Norden zur Donau - nicht als Linie, sondern als verästelte Lebensader durch das Land, in dem Erz und Eisen einen geschlossenen Wirtschafts- und Kulturraum bildeten.

Heute führt die "Eisen-Bundesstraße" 115 von Leoben nach Enns, führt durch die Eisenerzer Schieferberge, durch die Hügel des Mostviertels, aber auch durch die Karstwüste des Toten Gebirges und zu den Wäldern des Ötscher. Aber in erster Linie führt die Eisenstraße durch eine Region mit "eiserner" Kulturtradition rund um die rote Pyramide des Erzberges.

Der Verein Steirische Eisenstraße umfasst 19 Mitgliedsgemeinden. Das Vereinsgebiet erstreckt sich von Niklasdorf, Proleb, Leoben, St. Peter-Freienstein, Gai, Trofaiach, Hafning, Vordernberg, Eisenerz, Radmer, Hieflau, Landl, St. Gallen, Weißenbach, Altenmarkt, Garns, Palfau, Wildalpen bis nach Gußwerk.

Wer entlang der Eisenstraße fährt, erlebt auch eine Kultur-Reise und wie auf einer Perlenschnur reihen sich die touristischen Attraktionen montanhistorischer Baudenkmäler und bezaubernder Landschaften aneinander. Von der ersten Blüte des Eisenwesens zur Zeit der Gotik und Renaissance, aus der noch viele Bauten, Gewerkenhäuser und Radmeistersitze erhalten sind, bis zu Industriedenkmälern des 19. Jh. reicht die Palette, die sich vor dem Besucher ausbreitet.

Der Verein bemüht sich seit Jahren intensiv, in Zusammenarbeit mit engagierten Montanhistorikern, die Relikte rund um den Erzberg zu erhalten und sie wieder mit Leben zu erfüllen. Das Modell "Eisenstraße" hat sich zur etablierten Europaregion entwickelt, die mit ihren Angeboten und Standorten auf einzigartige Weise Vergangenes präsentiert.

In diesem Buch werden alle Gemeinden entlang der Steirischen Eisenstraße mit Ausnahme von Gußwerk - diese Gemeinde gehört in die Region Mariazellerland und ist in dem Buch Mariazellerland (ebenfalls im Verlag Gerhard Höller erschienen) ausführlich beschrieben - behandelt.



© Bild und Text Fritz Bayerl, Karl und Inge Friedl