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Hygienevorschriften aus dem alten Österreich#


Zu Ende des 19.Jahrhunderts waren die Hygieneverhältnisse im alten Österreich seht weit von heutigen Maßstäben entfernt. Vor diesem Hintergrund war es mehr als verständlich, dass Gesetzgebung und Verwaltung laufend neue Rechtsnormen zur Verbesserung dieses Zustandes formulieren und veröffentlichen mussten. Am 1. Juli 1884 wurde eine gemeinsame Verordnung der Ministerien des Inneren, des Handels und der Finanzen zu diesem Zweck im Reichsgesetzblatt veröffentlicht. Inhalt dieser Verordnung war das Verbot der Ein- und Durchfuhr von Hadern, altem Tauwerk, für den Handel bestimmten alten Kleidern, gebrauchter Leibwäsche und gebrauchtem Bettzeuges aus Frankreich, Algier und Tunis. Grund war die Gefahr der Einschleppung ansteckender Krankheiten aus diesen Ländern bzw. Regionen. Bezuggenommen wird auch auf eine Ministerialverordnung vom 14. Juli 1883, wo ein solches Verbot für Ägypten erlassen wurde. Mit dem Vollzug beauftragt wurden die betreffenden Zollämter und die sog. Seesanitätsbehörden.

Autor: emgo