unbekannter Gast

Oster-Grab#

Ostergrab in Thaur
Ostergrab in Thaur

Vielerorts wurde, nach dem Gedächtnis des Leidenswegs Christi in der Karwoche, mit dem Ostersonntag der "Sieg Jesu über den Tod" besonders gefeiert.
Zu diesem Zweck wurde, anstelle des Kreuzes am Altar, jenes leere Grab dargestellt, aus dem Jesus auferstanden sein soll.
Die Darstellung reichte dabei vom einfachen Aufstellen eines Bildes vor dem Kruzifix bis zur theatralischen Inzienierung der Auferstehung.
Dafür gab es keine Beschränkung: Triumphbogen, Lichter, "Osterkugeln", hin bis zum Erscheinen einer Christus-Figur von hinter der Kulisse.

Eine Schmunzelszene soll sich da in Hall in Tirol ereignet haben, als dort noch in "Kübeln" Sole zu Salz eingekocht wurde:
Der Auferstehungs-Mechanismus hatte sich verklemmt und Mesner konnte nicht, wie für die Ostermesse vorgesehen, die triumphierende Christus-Figur
hinauf bewegen und so erscheinen lassen.
Zwar hinter dem Altar aber von allen vernehmbar, soll er über das "G´lump" geschimpft und letztlich ausgestoßen haben:
"Aufi muß er -- und wenn i´ ihn in am Kübel aufi ziag´n muaß!"
Seitdem heißen die Bewohner von Hall die "Haller Kübel".



© Austria-Forum
Foto: Waldbär der VI.