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Der Ort St.Anton liegt im Jeßnitztal, einem Seitental des Erlaftales. Dem Gebiet der Kartäuser in Gaming zugehörig, wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts von diesen eine Kirche errichtet, der Legende nach vom Hl. Antonius selbst initiiert. Der Ort liegt an der alten Wallfahrerstraße nach Mariazell, ältestes Zeugnis ist das Heilige Brünndl, dem wundertätige Eigenschaften nachgesagt werden. Mit Aufhebung der Kartause durch Josef II. wird eine Pfarre errichtet, der Ort wird selbständige Gemeinde mit gut 1000 Einwohnern , die verstreut auf 70 km2 leben. Slavische Namen zeugen von alter Besiedlung, die Burg Jesenice wird 1270 durch ihren Besitzer dokumentiert. Berühmtester St.Antoner war Andreas Töpper, einer der größten Eisen- und Stahlunternehmer des 19. Jahrhunderts, allerdings ließ er seine Fabrik der Gemeinde Scheibbs angliedern. Ausflugsziele sind heute der Antonisee, vor etwa 100 Jahren durch den Einbruch eines Kohlebergwerkes entstanden, sowie das Hochbärneck, das als Schigebiet und Eingang zum Naturpark Ötscher-Tormäuer Bedeutung hat. Die Gemeinde hat Anteil an 2 Eisenbahnen, obwohl der Ort selbst daran nicht partizipiert: In Winterbach die Mariazellerbahn und in Peutenburg die Erlaftalbahn. Sehenswert sind neben der Kirche der Kreuzweg mit der Kalvarienbergkapelle, sowie der Rainstein als Grenzmarke.