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Geister auf Schloss Schallaburg#

Niederösterreich das Land der Burgen und Schlösser. Im Herzen Niederösterreichs, etwa 5 km von Melk entfernt, liegt Schloss Schallaburg. Es zählt zu den schönsten Renaissanceschlössern nördlich der Alpen und wird gleichzeitig von Experten auf dem Gebiet der paranormalen Aktivitäten als eines der Top-Spukschlösser eingestuft.

Zahlreiche Legenden und Erzählungen von schwebenden Frauengestalten und unruhigen Seelen ranken sich um die Schallaburg, deren älteste Wurzeln bis ins Mittelalter zurück gehen und sich heute noch in der romanischen Wohnburg und der gotischen Kapelle wieder finden. Die Schallaburg wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder den „modernen“ Gegebenheiten angepasst und bekam 1572 das für sie charakteristische Aussehen nach dem Vorbild italienischer Palazzi. Im 16. Jh. wurden Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude angelegt. Eines davon ist heute als „Gerichtsstöckl“ bekannt. Verurteilte, die auf die Vollstreckung ihres Todesurteils warteten, sollen hier eingeschlossen gewesen sein und ihre Seelen heute noch im Gerichtsstöckl herumspuken. Legenden zufolge soll hier sogar ein besonders grausamer Richter gehaust haben, der von Todesstrafe und Folter regelmäßig Gebrauch machte.

Das Hundefräulein treibt sein Unwesen#

Das Hundefräulen soll indes schon viel länger sein Unwesen im Schloss treiben. Die Legende besagt, dass auf der Schallaburg zwei Brüder aus dem Geschlecht der Losensteiner hausten. Sie hassten einander so, dass der eine den anderen im Zweikampf erschlug. Dem Ermordeten errichtete man ein rotes Kreuz. Von Gewissensbissen geplagt versuchte der Mörder bei der Jagd seine Schuld zu vergessen und streifte mit seinen Hunden Tag und Nacht durch den Wald. Eines Tages konnte er nichts erlegen und stieß zufällig auf dem Heimweg auf das rote Kreuz. Vor Wut, dass ihm das Marterl seine Schandtat in Erinnerung gebracht hatte, jagte er dem Gekreuzigten eine Kugel in die Brust. Aus dem Kreuz ertönte ein Schrei und ein Gewitter zog plötzlich herauf. Geschockt eilte der Mörder zurück zur Burg und musste erfahren, dass seine Frau soeben ein Kind mit Hundskopf geboren hatte. Er stürmte aus der Burg, verlor sich im Unwetter und wurde nie mehr gesehen. Nach Jahren hieß es, dass Jäger eine unheimliche Gestalt mit sieben Hunden in den Rauhnächten im Wald gesehen hätten.

Über das Hundefräulein wird berichtet, dass sie an einer silbernen Kette in einem Gemach gefangen gehalten wurde, bis sie mit 32 Jahren starb. Erscheint ihr Geist auf Schallaburg, so stirbt innerhalb dreier Tagen ein Burgbewohner.

In der Schallaburg stellt eine Büste einen menschlichen Rumpf mit einem Hundskopf dar. Diese Büste wird mit der Sage in Beziehung gebracht. Ob dieses Fräulein wirklich auf der Schallaburg gelebt hat, ist historisch nicht belegt.

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Website Schallaburg