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Der Brennerpass#

Einschneidend und doch herausragend kann man die Persönlichkeit Brennerpass bezeichnen.

Mit seinen 1374 Metern zwischen Sattelberg im Westen (2114 m Seehöhe) und Wolfendorn im Südosten mit 2774 m.
Er ist ein windiger Geselle. Als Verlängerung des Seefelder Sattels, bläst über ihn entweder der Nord- oder der Südföhn, wenn es nicht, wie so oft, regnet.

Ebenso wie die Luftströmungen, ziehen seit altersher die Menschen über ihn, nachdem er die geringste Höhe aller Pässe über den Alpenhauptkamm hat.
In der Zeit bevor die Römer kamen, war hier ein großer iIllyrischer Stamm sesshaft geworden, die Brenonen (auch Breonen). Nach ihnen ist der Pass benannt, der "passus brenoni".
Hier am Pass der Brennoni ist zu finden, was im Südtiroler Bergsteigerlied besungen wird: "Dort wo aus steiler Felsenwand der Eisack rauscht heraus..." - siehe Foto.

Der Bahnhof am Brenner
Der Bahnhof am Brenner
...dort wo aus steiler Felsenwand
...dort wo aus steiler Felsenwand
Altes Steinaus
Altes Steinhaus

Von Süden über desolate Straßen
Von Süden über desolate Straßen
Obst von bester Qualität und höchstem Preis
Obst von bester Qualität und höchstem Preis
Die letzten Häuser italienischen Baustils
Die letzten Häuser italienischen Baustils
Blick auf die engste Stelle des Passes
Blick auf die engste Stelle des Passes


"Der Brenner" ist zum Leidwesen der Anwohner zum höchst frequentierten Alpenübergang geworden.
Aufgund der gesamteuropäischen Fehlentscheidung den Warentransport per LKW statt per Bahn zu wählen, überqueren heute (2015/2016) mehr als 2 Millionen! LKW den Brennerpass, samt Anfahrt durch das Inntal.
Den parallel dazu laufenden PKW-Verkehr (incl. Wohnwagengespanne, Wohnmobile, Klein-LKW und Motorräder) ignorieren wir,
obwohl die Zahlen, siehe oben, als "einschneidend" gelten können.

Historisch einschneidend war das Treffen der beiden Diktatoren Hitler und Mussolini am Brennerpass - eine versäumte Chance der Menschheit unsägliches Leid zu ersparen.
Dank der EU heilen heute die damals geschlagenen Wunden besser und schneller.


© Austria-Forum
Fotos: Waldbär der VI.