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Die Zigarette und ihre Inhaltsstoffe#


In einer Zigarette sind mehr als 3800 chemischen Verbindungen, die meisten sind lungengängige Feinstaubpartikel. Über 200 davon sind aber giftig. Von diesen giftigen Stoffen sind mindestens 40 krebserregend.

Diese Mischung ist extrem gefährlich: die giftigen Substanzen lenken manche Entgiftungsmechanismen ab, während die reizenden Stoffe die Selbstreinigung der Lunge verschlechtern. Die krebserregenden Stoffe können dadurch fast ungehindert in die Lunge eindringen und auch dort bleiben.

Einige der Inhaltsstoffe:

  • Kanzerogen (Krebs auslösend)
  • Teer ist ein flüssiges, schwarzbraunes Kohlenwasserstoffgemisch. Wenn man täglich eine Schachtel Zigaretten raucht, nimmt die Lunge im Jahr etwa eine Tasse Teer auf. Teer verklebt die Flimmerhärchen in den Atemwegen und der Lunge. Wenn sie verklebt sind, kann Staub nicht mehr nach draußen gehustet werden.
  • Schwermetalle sind sehr ungesunde Metalle, die pro Kubikzentimeter mehr als 4,5 gramm wiegen (zb quecksilber).
  • Nitrosamine sind giftige Stickstoffoxydgemische. Sie entstehen beim Verbrennen der Zigarette. Sie sind eine der am stärksten krebserregenden Stoffe überhaupt.
  • Nickel in reiner Form dient ua als Katalysator und beschleunigt chemische Prozesse.
  • Hydrazin ist ein Reduktions- und Lösemittel. Im Gemisch mit Salpetersäure, flüssigem Sauerstoff und Wasserstoffperoxid dient es als Raketentreibstoff.
  • Vinylchlorid ist ein Kunststoff, der als Lederimitat, Säureschutzbekleidung, Verpackungsfolie etc. dient.
  • Benzol ist der einfachste aromatische Kohlenwasserstoff und ein wichtiges Lösemittel, sowie ein Kraftstoffzusatz es ist das Ausgangsprodukt vieler Kunststoffe, Arzneimittel und Farbstoffe. Es wird synthetisch durch Steinkohlenteerdestillation und bei der Steinkohlevergasung gewonnen.
  • Benzypren ist ein pentacyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff. Es ist einer der Bestandteile des Steinkohleteers in den Zigaretten. In verqualmten Gaststätten existieren bis zu 15 mg/m3 Benzypren. Der mittlere Wert liegt bei 0,28 - 0,48 mg/m3.
  • Polonium 210 das beim Zerfall von Uran entstehende Radon zerfällt unter anderem weiter zum Alpha-strahler Plonium 210. dieses lagert sich zusammen mit Plutonium aus Bombenversuchen in den 60ern und Satellitenabstürzen in den 70ern besonders gut an etwa 0,3. große Staubpartikel in der Luft an. Partikel dieser Größe kann die Tabakpflanze durch spezielle Blatthaare besonders gut aus der luft filtern. Kanzerogenverdächtig.
  • Formaldehyd ist ein stechend riechendes Gas, das sich leicht in Wasser zu Formalin (35 - 40 prozentige Formaldehyd) auflöst. In dieser Form wird Formaldehyd zur Desinfektion, zur Vernichtung von Bakterien und Viren, zur Herstellung von Impfstoffen, aber auch als desinfizierendes Arzneimittel verwendet. Weiters als Formaldehydseife zur Konservierung oder zum Beizen von Saatgut und als chemischer Rohstoff für viele Kunststoffe. Da es vermutlich krebserregend ist, ist die Verwendung gesetzlich eingeschränkt.
  • Anilin ist eine organische, aromatische, stickstoffhaltige Verbindung. Wird heute als wichtiges Ausgangsmittel zur Herstellung von vielen Arzneimitteln und Anilinfarben verwendet.
  • Blei ist eines der Schwermetalle in der Zigarette.
  • Cadmiumchlorid absorbiert Schwefelwasserstoff und wird zb im Druckwesen und beim Kopieren verwendet. Cadmiumchlorid fördert unter anderem Knochenerweichung.
  • Akrolein ist ein scharfriechendes, ungesättigtes Oxidationsprodukt primärer Alkohole (Aldehyd). Es ist die ursache für den beißenden Geruch bei anbrennendem Fett und dient als Grundlage bei der Herstellung von Tränengas.
  • giftig Nikotin ist ein in der Tabakpflanze (auch in anderen Nachtschattengewächsen) hergestelltes Alkaloid, was auch synthetisch hergestellt werden kann. Nikotin wirkt auf die vegetativen Ganglien erst anregend, später lähmend. Die inneren Organe werden durch das Gift immer mehr zerstört. Es ist ein Reizmittel, das das Herz schneller schlagen lässt. Als Folge davon steigt der Blutdruck. Nikotin gilt als eines der stärksten Gifte überhaupt. Eine überdosis Nikotin löst Krämpfe aus und lähmt das Atemzentrum im Gehirn. Es erreicht dieses schon 7 Sekunden nach der Einnahme. Bei 20 Zigaretten mit je 10 Zügen pro Tag wird das Gehirn 73000 mal im Jahr mit Nikotin überflutet. Dieser ständige Wechsel der Nikotinkonzentration im Gehirn macht abhängig. Schon die Menge aus 2 Schachteln Zigaretten (50 mg) wirken sofort tödlich.
  • Kohlenmonoxid ist ein sehr giftiges, geruchloses Gas. Es entsteht beim Abbrennen der Zigarette. Kohlenmonoxid ist unter anderem auch Bestandteil des Motorauspuffgases. Es wird für chemische Synthese verwendet. Kein Filter kann es zurückhalten. Im menschlichen Körper verhindert es, dass genug Sauerstoff zu den inneren Organen transportiert wird. Die Blutkörperchen nehmen nur noch Kohlenmonoxid auf, weil es sich 235 mal so gut bindet wie Sauerstoff. Aber ohne Sauerstoff sterben alle menschlichen Organe ab. Die Anzeichen einer Vergiftung mit Kohlenstoffmonoxid sind die einer inneren Erstickung: unregelmäßiges und erschwertes Atmen, bohrende Kopfschmerzen, zusammenziehen der Kopfhaut, geistige Verwirrung, allgemeine Schwäche und Bewegungsstörungen (besonders in den Beinen), gerötetes Gesicht, Bewußtlosigkeit und Tod. Kohlenmonoxid ist zu 4% im Zigarettenrauch enthalten.
  • Toluol ist ein aromatischer Kohlenwasserstoff, der durch Fraktionierung aus Erdöl und bei der Steinkohleteerdestillation gewonnen wird. Es ist ein wichtiges Lösungsmittel und das Ausgangsprodukt vieler bedeutender Synthesen.
  • Acetaldehyd ist eine farblose, betäubende Flüssigkeit, die in der Zigarette beim Verbrennen von Zucker entsteht. Die Mischung von Nikotin und Acetaldehyd erhöht die Suchtwirkung der Zigarette um das doppelte. Acetaldehyd verhindert die Bildung des Enzyms MAO-B, sodass Raucher 40% weniger davon haben als Nichtraucher. Durch das geringe Niveau an MAO-B kann wiederum mehr Dopamin im Gehirn produziert werden, wodurch das Suchtpotential steigt.
  • Blausäure ist eine farblose, sehr giftige Flüssigkeit mit bittermandelähnlichem Geruch. Zuviel eingeatmetes Blausäuregas bewirkt, dass das Gewebe keinen Sauerstoff mehr aufnehmen kann und demzufolge sofort der erstickungstod eintritt. Blausäure ist in extrem geringen mengen in Mandeln und Obstkernen enthalten. Sie wird auch als Schädlingsbekämpfungsmittel benutzt. In den USA werden zum Tode verurteile Straftäter mit Blausäure hingerichtet.
  • Cyanid ist ein sehr giftiges Salz der Blausäure, was hauptsächlich zur Kunststoffsynthese verwendet wird.
  • Zink ist ein im reinen Zustand stark glänzendes, bläulich-weißes Schwermetall. Geringe Zinkmengen sind für viele Tiere, Pflanzen und Menschen lebenswichtig. In größeren Mengen kann eine Zinkvergiftung auftreten (zb wenn Saure Lebensmittel in Zinkgefäßen aufbewahrt werden). Man gewinnt Zink aus Kieselgalmei, Zinkcarbonat oder Zinkblende durch Rösten, Reduktion, Redestillation oder durch Elektrolyse. Man verwendet es für Bleche, Rohre, Drähte, zum Verzinken von Eisenwaren, zur Herstellung von Batterien, in der Druckertechnik, für Farben etc. Pyridin ist das Ausgangsprodukt von Lösungsmitteln und Denaturierungsmittel für Brennspiritus.
  • Phenole sind aromatische, kristalline Verbindungen, schwach sauer, wirken meist antiseptisch und sind teilweise giftig (schädlingsbekämpfungsmittel...).
  • reizend Ammoniak hat einen stechenden Geruch. Das Einatmen von Ammoniak in großen Mengen kann tödlich sein. Es ist ein gefährliches Augengift. In der chemischen Industrie ist Ammoniak ein bedeutendes Produkt zur Herstellung wichtiger Ammoniumsalze (zb Düngemittel). Ammoniak wird in geringen Mengen als Ammoniakwasser in der Steinkohlevergasung (im Gaswerk) oder aus Hoch- und Koksofengas gewonnen. meistens wird es synthetisch hergestellt.
  • Stickoxide sind wichtige Oxidationsmittel die zb zur Gewinnung von Salpetersäure und zu vielen Nitrierungsprozessen verwendet werden. Eine Form der Stickoxide ist zb das Lachgas. Na dann, Gesundheit!

Autor: elmar schön

Weshalb gibt die Industrie diese Schadstoffe hinein oder entstehen die bei der Tabakverbrennung, gibt es diese Stoffe auch in Autoabgasen?

-- Glaubauf Karl, Montag, 20. Februar 2012, 17:09