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Das Europäische Österreich. Die Fortsetzung der EU Programme.#

Eingesandt von Dr. Sabine Stadler am 31.3. 2014

1. Einleitung:

Das europäische Österreich hat sich saniert, die europäische Finanzkrise hat ihre Folgeerscheinungen, Banken sind pleite oder haben Hilfspakete empfangen, sie haben eindeutige Auflagen nicht eingehalten und die zahlreichen Debatten haben neue Strukturen zu Problemen geschaffen.

Österreich ist Teil des ESM, des europäischen Stabilitätsmechanismus, der auf alle Staaten der EU ausgeweitet wurden. Dort im ESM in Luxemburg wird die national-staatliche Sanierung der Schulden beschlossen und auch die Mittel zugewiesen,nicht öffentlich diskutiert ist die Vorgangsweise und die demokratische Kontrolle durch das österreichische Parlament.Aber soweit ist noch nicht alles getan, mit dem Jahr 2014 beginnt die neue Generation der EU Programme in Erziehung-Bildung-Kultur-Jugend-Sport und auch Wissenschaft und Forschung.Die Auftagsveranstaltungen fanden im Januar in Wien statt

2. Das ERASMUS Programm:

Im Beisein der Kommissarin Androulou Vassiliou wurden die vielen Programme vorgestellt, in der Wiener Hofburg die alle Hochschul- und Universitätsprogramme, Erwachsenenbildung, Berufsbildung und Jugend zusammenfassen.(22 Januar 2014 Hofburg Wien).

Die Wegbereiter sind die Europäische Kommission und die sachzuständigen Ministerien, um eine lange und große Partizipation und Teilnahme an den EU Programmen zu garantieren.

Das ERASMUS Plus Programm wurde vorgestellt und zwar in der Fassung ab dem 1.Januar 2014. Dort werden die weiterführenden Programme vorgestellt als auch ihre Implementierung.

Diese sind:
-Mobilität von Erwachsenen
-Kooperation zur Innovation und Austausch von guter Praxis
-Unterstützung von Politikreform
-Jean Monnet Aktivitäten
-Sport

Die Anspruchsberechtigten sind Studierende von Universitäten, sowie Personal von Hochschulen und Universitäten,die sich auf Basis der neuen Programme positionieren. So verlangt die Erwachsenenbildung Mitarbeiter aus Erwachsenenbildungsorganisationen, Trainer, Personal und Lerner aus EB Einrichtungen etc. Aber auch der Sport neu im Programm verlangt, Profis und Freiwillige auf dem Gebiet des Sports,Athleten und Coaches. Allgemein müssen die teilnehmenden Organisationen in der EU sein,aber auch an Drittstaaten geht es,dass Programme aus der universitären Bildung realisiert werden können.

Insoweit ist die Aufstellung auf S. 24 des guides eindeutig:

Nur EU Mitgliedstaaten, Nicht EU Mitgliedsländer und Partnerländer die zur Nachbarschaft gehören,können einreichen, das sind: Armenien bis Ukraine, Algerien bis Tunesien und Albanian bis Serbien und auch die Russische Föderation.

Die Informationen fächern auf die
Rechnungen
Beschreibung der Ziele
Beschreibung der objektiven Aktivitäten
Die Plazierung der Projekte
Zusätzliche Informationen,um die Projekte gut zu verstehen
Eine Beschreibung der existierenden Regeln

Dann werden die Programmteile vorgestellt, die weitergeführt werden:
-masters degrees
-Kooperation für Innovation und Austausch von guter Praxis
-Wissensallianzen
-Skills Allianzen
-Kapazitätsaufbau in der Jugendpolitik
-strukturierter Dialog auf dem Gebiet der Jugendpolitik
-Jean Monnet Programm für Einzelpersonen, Organisationen und Universitäten

Es folgen die Finanzregeln,Termine und administrativen Vorgänge, die es ermöglichen, einen Antrag einzureichen. Der Programm Guide ERASMUS + ist nur auf Englisch und zum downloaden, er ist kaum erwerbbar. Die Auftaktveranstaltung in der Hofburg , Wien hatte das Ziel,dass die bisherigen großen Einreicher vorzustellen, einen Katalog der Projektausstellungen zu verteilen, der die zahlreichen Kojen, die Erziehungseinrichtungen und die Projekte vorstellte.

Dazu kamen die großen österreichischen erfolge im Programm:

Im ERASMUS: Projekte der Uni Linz, Wien,Koservatorium Wien und Pädagog.Hochschule WIEN,weiters LS für OÖ,das Europagymnasium Salzburg,und Einezelstiptendien zu Jugendarbeit.Weiters im Programm Leondardo da Vinci ein Partnerschaftsprojekt mit ähnlichen Ausbildugnsstätten in 5 anderen EU Mitgliedstaaten,und 1 Betriebsprojekt der Sinterkontrolle.

Im Sport ist es die Auszeichnung von Loobbying für den österr. Sport,die lobbying Organisation in Brüssel und die Fair play im Sport.

14 Foren diskutierten das Programm während der Konferenz um die Umsetzung der EU-Programme in Österreich stark zu verbreitern.

FORUM 1: Mobilität unter ERASMUS +
FORUM 2: Innovation in allen Bildungsbereichen
FORUM 3: Schule Grenzenlos
FORUM 4:Mobilität von Lehrenden an Hochschulen
FORUM 5: Leonardo da Vinci
FORUM 6: Erwachsenenbildung
FORUM 7: Erasmus + als Motor der Internationalisierung
FORUM 8: Europäischen Transparenzinstrumente
FORUM 9: Bildungs und Berufsberatung
FORUM10: Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Bildung und Jugend
FORUM 11: Inklusion in ERASMUS +
FORUM 12: Strukturierter Dialog als jugendpolitisches Instrument
FORUM 13:ein neuer Player in Erasums + Wirtschaft
FORUM 14: Erasmus + und neue Förderungsmöglichkeiten im Sport.

Damit war der breite Themenbogen gespannt und er hat gezeigt, dass nur sehr erfahrene Teilnehmer und Einreicher die Vorgaben formulieren für die nächste Generation. Viel Neues ist geschehen und sehr viel Gutes, denn die europäische Dimension Österreichs im Bereich der Bildung, Erwachsenenbildung und Universitäten ist einfach sehr groß und damit kann Österreich als Kleinstaat sehr gut reussieren. Das internationale Ansehen kann wachsen und die Wahrnehmung der Bildung und Universitätslehre hat viel an Chancen dazubekommen.

Das Resumee der großen Antrittskonferenz war, unbedingt die Vernetzung und die Zusammenarbeit in der EU zu verstärken und die Verbindung zum europäischen Ausland zu vertiefen. Aber die Abwicklung ist komplizierter geworden, denn Wissen/Motivation/Leistungsbereitschaft und Gesundheitsvorsorge entscheiden über die Erfolge in den Eu Programmen.Und die Vorstellung am Ende zeigte, die Vielzahl der Programme ,von den Slam Poets zu den equality payment course,allen ist gemeinsam die Innovation und die Abhängigkeit zu den EU Programmen.

BM Mag. Heinisch-Hossek betonte die Wichtigkeit der politischen Bildung und die Abnahme der Politikverdrossenheit, die eine Stärkung der Demokratie in Europa vorsieht.Allgemein ein sehr umfangreiches Anliegen.

Die Wissenschaft und Forschung wurde im Programm HORIZON 2020 vorgestellt, dort wo die großen Firmen,Institute , Forschungsnetzwerke und Unternehmen Forschung zukünftig beantragen werden. Dort sind nun die HORIZON Pläne 2020 ,die die Themen, die Subventionen und die hohe Anzahl an Einreichungen koordinieren. Neu die unbedingte Beteiligung an den Programmen der Gender-equality and gender-balance.

Es ist unbedingte Voraussetzung die
-gender balance in research teams
-gender balance in decision-making
-integrating gender/sex analysis in Rand I content.

BM Dr. Mitterlehner, der die Konferenz eröffnete, war eindeutig auf die hohe Beteiligung Österreichs ausgerichtet, d.h. eine Steigerung an Innovation,und Unternehmensbeteiligung, „the aim ist to reach the commissions target of 40 % of the under-represented sex in each group.(for example expertsgroup ) and panels ( for example evaluation panels ).”(FACTSHEET gender –equality in HORIZON 2020)

Damit wird die Zielrichtung an der Personalbeteiligung deutlich, es müssen die Frauen und Männer zu 50:50 % verteilt sein in Projekten. Die Anhänge zu den Verträgen verpflichten die Institute u Gender Trainings und um die Offenlegung der Gender-Dimension.

Damit ist der erste Schritt getan, direkt und offensiv sich auf die neuen Programme der EU vorzubereiten, d.h. auch mit Ihnen die Anstellungs und Personalpolitik zu erweitern und zu verändern.Eine Aufstellung von nützlichen e-mail und web-adressen ermöglicht die Einreichung und Vorbereitung.

HORIZON 2020 hat die Ansätze excellent science,competitive industries und better society zum Zweck,der letztere Ansatz wird in den EU Mitgliedstaaten völlig unterschiedlich umgesetzt und kann daher nur im research*eu journal rekonstruiert werden.

3. Die Daten und Fakten:

Die Europäische Kommission hat 2011 einen Evaluierungsbericht zu ihrem ERASMUS Programm aufgelegt und ins Netz gestellt. ERASMUS bis 2010 informiert zur Inanspruchnahme des Programmes.Das Programm das 1987-1988 eingeführt wurde hat seither 2,5 Millionnen Studenten und -–innen ins Ausland gebracht.

2010-2011 haben 231 410 Studenten im Ausland studiert, seither ist eine Zunahme von 3,89 % notwendig um das Programm am Laufenden zu halten..Die meist Entsenderstaaaten sind : Spanien,Frankreich,Deutschland, Italien und Polen, das beliebtestes Zielland waren Spanien,Frankreich,Deuschland, United Kingdom und Italien.

Die Stipendienhöhe ist gering, gerade 250 EURO wegen der Finanzkrise nicht erhöht machen einen kleinen Betrag aus, den daher die Studenten aufstocken müssen.

Die durchschnittliche Dauer sind 6 Monate,seit 1997 gibt es das ERASMUS Programme für Lehrende und Lehraufträge, davon waren 2010-211 ca 31617 Lehraufträge im Programm. Die Dauer waren 5,6 Tage und der Zuschuss pro Lehrauftrag betrug 654 EURO.

Die beliebtesten Zielländer waren Deutschland,Spanien, Italien, Frankeich und Polen, davon waren die Entsendunsstaaten meist Polen,Spanien, Deutschland, Frankreich und Tschechien. 355 Lehraufträge wurden von Unternehmesnangehörigen wahrgenommen.

Die Personalfortbildung mittels ERASMUS Programm hat bisher folgende Berufsgruppen erfasst:
Akadem.Lehrkörper 39,7 %
Finanzverwaltung 23,1%
Techn.Personal 19,2%
internationale Büros. 10,1%
Und separat Hochschulpersonal 45,8%

Es gibt weiters ein ERASMUS Intensivkursprogramm, das erlaubt mehrere Tage in der Woche zu unterrichten, davon gab es 404 Kurse und davon waren:
51 in Italien
38 in Deutschland
32 in Frankreich
29 in Niederlanden
23 in Polen.

Die Fächer sind SOWIS und Recht und BWL, Maschinenbau und Bauwesen und Naturwissenschaften und Mathematik. Die Intensivsprachkurse sind in den Sprachenländern wie Italien, Belgien, Polen und Schweden, als auch die Gaststudierenden sind Slowenien, Island und Estland.

Getrennt wertet die Europäische Kommission die Daten zu den Hochschulen aus:
Zusammenarbeit zw. HS 31,1 %
Soz.Dimension der HS 33,3 %
Exzellenz und Innovation 42,9 %
Modernisierung 29,7%

Und welchen Stellenwert hat Österreich in dem ERASMUS Programm bisher gehabt? Eine leichte Frage zu beantworten:
AT: 19 % der Studierenden mit besonderen Bedürfnissen waren aus Österreich
AT: 2 Konsortien für Forschung,10 HS mit Konsortialverträgen und 156 Praktikanten,hat Österreich bekommen.

2010: AT 9,1 % aller Studierenden im dem Programm waren aus Österreich.
Österreich hat weiters eine Zunahme an Personalmobilität bi szu 20 % erreicht zwischen 2008-2011.
Die Anzahl der bewilligten Erasmus Projekte betrug zwischen 2008-2011 108 Projekte.

Damit hat so ein kleines Land wie Österreich überproportional Mittel abschöpfen können, und konnte daher Defizite der Hochschulausbildung in Österreich kompensieren.

Literatur:

  • EC (2014):Horizon 2020 und Einladungskarte
  • EC(2014): Erasmus +.programme guide.Brussels,2014.
  • ERASMUS (2014) : Überblick testimonials,thematische Foren,Katalog der Projektausstellung.
  • Jugend in Aktion(2014): Key action 1,2,3. all zu IZ,interkulturelles Zentrum,1070 WIEN