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Aufnahmetest Medizin War ja nur eine Frage der Zeit - Provokantes und Interessantes - Community

Beim Aufnahmetest für das Medizinstudium an der Uni Wien haben die Frauen bisher schlechter abgeschnitten als die Männer. Für einige ist es daher ganz klar, dass das nur am Test liegen kann. An was denn sonst?. Also soll der Test künftig "geschlechtergetrennt" ausgewertet werden, sprich: die Frauen sollen milder beurteilt werden.

Beim Studium selbst schneiden Frauen dann besser ab als die Männer. Anders gesagt: Frauen, die den Test bestehen, können mindestens das selbe wie die Männer, eher mehr.

Dass Frauen beim Aufnahmetest schlechter abschneiden liegt nicht am Test. Es liegt an der Mittelschule! Mädchen werden in der Mittelschule milder beurteilt als die Burschen. Bestimmt!

Ich war buchstäblich jahrzehntelang Nachhilfelehrer (Mathematik und Darstellende Geometrie). Ich war erfolglos darin, den - faulen oder dummen und faulen - Nachhilfeschülern (Mädchen und Burschen) was beizubringen. Ich war sehr erfolgreich darin, die Nachhilfeschüler durch Entscheidungsprüfungen und -schularbeiten, durch Nachzipfprüfungen und durch die Matura zu bringen. Das war ja auch, was von mir verlangt wurde, von den Eltern und Schülern. (Was lernen hätten sie ja auch von ihren Professoren können, indem sie in der Schule zuhören. Und sich die ganzen Nachhilfestunden ersparen).

Von daher weiß ich, dass Mädchen durch die Bank deutlich nachsichtiger beurteilt werden als die Burschen. Wo ein Bursch noch hochkantig durchfliegt, drückt man bei Mädchen immer noch beide Augen zu. Ich habe etliche Fälle erlebt, wo es trotz schon jenseitiger Anstrengungen fast aller Beteiligten (Eltern, Nachilfelehrer, Professoren, nicht der SchülerInnen) nicht möglich war, von den sechs Schularbeiten bei wenigstens zweien einen Vierer (realistisch die bestmögliche Note) zu schreiben. In diesen Fällen sind alle Burschen durchgeflogen (Konsequenz: Nachzipf); bei Mädchen gabs dann bei auch nur einem, dazu wackligen Vierer immer noch eine (und manchmal noch eine und ev. noch eine) Entscheidungsprüfung. Bei dieser war für einen routinierten Nachhilfelehrer sowieso klar, was gefragt werden würde. Die Ferien oder der Antritt zur Matura waren für das Frl. Schülerin gerettet. Die Burschen hatten aber eine Ehrenrunde zu drehen. Aber auch bei den besseren Lernenden bekommen die Mädchen bei gleicher Leistung bessere Noten als die Burschen.

Das war eindeutig, klar, voraussehbar - und schlimm. Schlimmer: ein Teil der Mädchen weiß das und orientiert sich an diesem Vorteil.

Die Quittung dafür gibt es dann zB bei dem Aufnahmetest Medizin. Der entzerrt den verbogenen Notenschnitt und zeigt nur das Leistungsniveau Maturantinnen - Maturanten korrekt an.

Im Sinne der politischen Korrektheit muss das natürlich geändert werden, siehe oben.


Liebe Isabella, erinnerst Du Dich, was Du mir vor Jahrzehnten - auf meinen Vorhalt, warum Du wieder nicht die eh nur zwei Beispiele gerechnet hast, die zur Prüfung kommen würden - kalt ins Gesicht gesagt hast, damals, vor Deiner Entscheidungsprüfung für den Antritt zu Deiner Matura? Ich weiß es noch: "Das Um und Auf der erfolgreichen mündlichen Prüfung sind nicht Kenntnisse, sondern weiße Bluse, blauer Rock, und mit gespielter Nervosität ein zerknülltes Taschentuch in der zierlichen Faust."