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Cafe Rosa der ÖH - Provokantes und Interessantes - Community

Fasching ist ja jetzt vorbei. Aber das "Cafe Rosa", ein "Projekt" der ÖH der Uni Wien geht locker noch als Faschingsscherz durch, wenn auch als wenig gelungener.

Über das Cafe Rosa am besten goggeln. Vorher aber hinsetzen, denn was frau/man da erfährt, haut eine/n um.

Das Cafe ist u. a.: basisdemokratisch, feministisch, antisexistisch, progressiv, antidiskriminierend, antirassistisch, emanzipatorisch, ökologisch-nachhaltig, antifaschistisch, antinationalistisch, antiklerikal, antipatriarchal, antiheteronormativ, antikapitalistisch und solidarisch.

Das hab ich nicht erfunden, das stammt nicht aus einer sarkastischen Büttenrede einer/s LinkenhasserIn/s, das steht alles auf http://www.cafe-rosa.at. (Kann mir jefraud/-mand helfen, meine Bildungslücke zu schließen und mir erklären, was "antiheteronormativ" bedeutet?).

Das Cafe ist aber auch noch was anderes. Es ist pleite. Circa 450.000 Euro an ÖH Beiträgen wurden für so was verbuttert.

Die GeschäftsführerInnen sind ungewollt schwanger geworden.

Frau/man sucht eine/n KäuferIn oder sonst jefraud/-mand, die/der das Cafe führen kann. Das antikapitalistische Politbüro des Cafes ("Orga-Team") hat bereits die MitarbeiterInnen - ganz kapitalistisch - entlassen. Auch wenn frau/man eine/n KäuferIn findet, die/der ein Cafe führen kann, will frau das Cafe "weiter politisch bespielen" (Zitat aus der ZiB 2 vom 12. März 2012). Der ganze ZiB Beitrag hier (bitte rasch anschauen, solang er noch abrufbar ist):

http://tvthek.orf.at/programs/1211-ZIB-2/episodes/3724879-ZIB-2/3725015-Cafe-Rosa-droht-Sperrstunde

In eine der jungen Damen, die in diesem Beitrag vorkommen, hab ich mich spontan verliebt:

cafe_rosa_politbüro.JPG

Fast eine halbe Million! Wo kommt die her? Einfache Frage, einfache Antwort: Aus ÖH Beiträgen. Die ÖH ist eine (verfassungsmäßig eingerichtete) "Körperschaft öffentlichen Rechts" mit Zwangsmitgliedschaft. Das hat zwingend zu zahlende Beiträge zur Folge.


In der Online-"Presse" vom 5. 3. 2012 gibt die Vorsitzende der ÖH Wien (Janine Wulz) ein überaus bemerkenswertes Interview zum "Cafe Rosa". Sowas von Kindesweglegung muss man sich wirklich geben:

http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/746724/Caf-Rosa_Die-Umsetzung-war-einfach-nicht-ideal?_vl_backlink=/home/index.do

Die junge pumucklartige Frau formuliert alles in der schon von Karl Kraus kritisierten entpersonalisierenden "es"-Form. "Es regnet" - niemand ist daran schuld. "Es" wurden Fehler gemacht - als wären die nicht von ihr und ihresgleichen gemacht worden, sondern schicksalhaft passiert.

Die zwei "ungewollt schwanger gewordenen" (Ex-)Geschäftsführerinnen des famosen Cafes sind wahrscheinlich nach Hause gekommen und haben ihren Eltern gesagt "es ist ein Kind gemacht worden". "Es" wurde wohl nicht verhütet, weil "es" ja nicht nur Frauensache ist.

"Es" ist zum Aus-der-Haut-fahren! Und "es" ist weg: Und zwar das Geld, die Zwangs-ÖH-Beiträge der Studenten.

Unser Kaiser Franz Joseph hat "es" ja auch schon gesagt, in der Formulierung von Otto Schenk so:

"Ich hab alle Mäderln vom Prater, vom Neubaugürtel und von der Schweglerstraßen ausprobiert. "Es" war sehr schön, "es" hat mich sehr gefreut".

-- Lechner Peter, Freitag, 6. April 2012, 09:15


Der Spuk mit den verpulverten ÖH Zwangsbeiträgen ist mitnichten vorbei:

http://derstandard.at/1360681473831/Gescheitertes-Cafe-Rosa-hat-bereits-eine-halbe-Million-Euro-verschlungen

Wenigstens ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Frau Janine Wulz.

-- Lechner Peter, Donnerstag, 14. Februar 2013, 15:44