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Eine ganz normale Waschmaschine birgt ein Geheimnis wahrlich archimedischer Dimension. Ich hab es heute gelüftet. Ich bin zwar nicht wie der Große Archimedes nackt und "εὕρηκα" schreiend auf die Straße gelaufen. Einerseits, weil dieses doch etwas auffällig wäre, und andererseits, weil meine Entdeckung vielleicht für viele eh eine bekannte Selbstverständlich ist und nur ich es nicht gewußt habe. So hätte ich mich als Ignorant geoutet. Das wollte ich nicht, ich bin auch so verschrieen genug.

Worum gehts? Es geht um die Einspülung des Weichspülers in die Trommel. Wenn man die Waschmittellade herauszieht wundert man sich, warum in der Kammer für den Weichspüler kein Wasser steht. Diese Kammer wird ja beim Laden der Maschine schon mit dem Weichspüler befüllt. Und der darf ja erst gegen Ende des Waschprogramms (mit Frischwasser) in die Trommel gespült werden. Wieso fließt der Weichsspüler nicht schon beim Vor- bzw. Hauptwaschgang in die Trommel, sondern bleibt in der Kammer stehen? Es gibt keinerlei Klappen oder Ventile, die das Ablaufen in die Trommel verhindern. Erst wenn der Weichspülvorgang startet, kommt Wasser in die Kammer und dieses fließt komplett samt dem Weichspüler ab. Komplett!

Daher ist nach Ende des Waschvorgang die Kammer leer. Es steht kein Wasser drin, obwohl - wir erinnern uns - der Weichspüler beim Befüllen nicht gleich abgeflossen ist.

Miele, Bauknecht & Co müßten dem Archimedes posthum Millionen an Lizenzgebühren zahlen. Oder wenigstens auf jeder ihrer Waschmaschinen eine kleine Plakette anbringen, mit der das antike Genie geehrt wird.