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Der rote Bär#

Dem Austria-Forum zur Verfügung gestellt von Heike Dahlmanns#

Der rote Bär lag lange da,
er ruhte friedlich, still.
Er ruhte etwa 20 Jahr‘,
ganz ohne ein Gebrüll.

Doch unlängst kam ein frecher Dachs,
der kniff ihn in den Batzen.
Der Bär, er mochte keinen Flachs,
hob drohend seine Tatzen.

Er hob die große Bärentatze,
langte hin ganz schlimm,
zog dabei eine böse Fratze
und holte sich die Krim.

Jetzt kaut der Bär mit viel Gebrumm,
die Krim liegt schwer im Magen,
denn das Getier um ihn herum
kann’s Rauben nicht vertragen.

Der rote Bär ist einsam jetzt,
er tat sich isolieren,
doch wurde er nur unterschätzt
von allen andern Tieren.



Die nette Gschicht gefällt mir nicht!

Rot ist der Bär schon lang nicht mehr.
Und die paar kirm´schen Trauben soll´n ihm die Ruhe rauben?

Er ist nur mehr beinander mit Bruder Riesenpanda.
Und auch das Krokodil vom Nil sich mit ihm unterhalten will,
so, wie der Ganges-Gavial, sein Wissen fragt, zum x-ten Mal.
Der rosa Amazon Delfin schielt lang schon auf die Wolga hin.

Er selbst, befreit von Fastfood-Fürzen, mußt´ seine Kalorien kürzen.
Doch mehrt sich, was er lieber frißt, in dem Bereich, der seiner ist.

Es schauen Hering, Lemming, Isegrim recht neidvoll auf den Bären hin.

Er drehte sich von West nach Osten -- und sie sitzen auf ihren Kosten,
um jenen Bären einzufangen, der ihnen wiederum entangen:
a blöde Gschicht --- rentiert sich nicht!

-- Waldbär der VI, Sonntag, 27. September 2015, 23:44