unbekannter Gast
Geben Sie diesem Artikel Ihre Stimme:
7

Eine Lanze für Windows 8

Wenn man sich bei Computerverwendern oder im Internet umhört, muss man zur Meinung kommen, Windows 8 wäre das jüngste Teufelswerk von Microsoft – ein neuer Beweis, dass Microsoft mit Satan im Bunde ist.

Die ungewohnte „Kachel“-Oberfläche und das Fehlen des Startbuttons und des damit zu öffnenden Startmenüs sind die wesentlichen Gründe für die Aufregung.

Berechtigt? Nein!

Unbenannt.JPG

Fazit: Die Windows 8 Oberfläche ist das Startmenü!

Windows 8 hat allerdings ein Problem. Grund: Jedes neue Windows hat es schwer.

1. Es löst ein Windows ab, das im Laufe der Jahre immer besser geworden ist (durch Updates und Service-Packs). Speziell Windows 7 ist wirklich verdammt gut.

2. Viele hundert Millionen User haben sich an ihr aktuelles Windows gewöhnt und sind damit zufrieden. Das neue muss man erst „lernen“. (Meine „Lerndauer“ für das Wichtigste: 15 Minuten).

Dennoch: Windows 8 funktioniert von Anfang an stabil und ist schnell. Z. B. sind Start und Runterfahren kein Vergleich zu Windows 7 (wo schneller Start und schnelles Runterfahren zwar versprochen, aber nicht wirklich eingelöst wurden). Wer schon keinen Grund sieht, vom W7 auf W8 umzusteigen, sollte sich jedenfalls nicht vor Windows 8 „fürchten“, wenn ein neuer PC mit W8 ohnehin fällig wird. (Wegen dieser „Angst“ bieten manche Firmen noch Computer mit W7 sogar teuer an als hardwaremäßig gleichwertige mit W8!). Und schon gar kein Grund sollte der fehlende Startbutton sein. W8.1 bringt ihn ab Herbst 2013 wieder zurück (allerdings ohne das gewohnte W7 Startmenü. Was Microsoft da macht, verstehe ich nicht ganz, aber es ist ja auch egal.)

In längstens einem Jahr ist W7 Geschichte und W8 ist dann das „normale“ Windows – gegen das es wieder Windows 9 schwer haben wird. Und so weiter …


Inzwischen ist Windows 8.1 da. Fast alles, was man bisher an W8 kritiserte - vor allem, dass einer/m die Kacheloberfläche ständig im Weg war - ist beseitigt. W 8.1 läuft wie geschmiert.

Was mir sehr gefällt: W 8.1 (eigentlich schon W 8) kommt der Idee recht nahe, dass ein(e) Anwender/-in ja nicht einen Computer bedienen will. Sondern mit einem Programm arbeiten.

Wirklich zu kritisieren ist bei W 8 und bei W 8.1 die Installation: Zwar geht sie zügig und einfach vonstatten (frau/man denke an XP und Vorläufer, wo das zum stundenlangen Alptraum werden konnte), aber Microsoft will dem/der Anwender(in) fast unterschwellig ein Microsoft-Konto (das durchaus Vorteile hat, aber wegen Datenschutzbedenken eben nicht nach jederfraus/-manns Geschmack ist) reinwürgen. Ganz klein und versteckt gibt es einen Button, der eine Installation auch ohne Kontoeinrichtung erlaubt. - Natürlich kann man das Konto auch naträglich löschen, aber wie viele, die bei der Installation gar nicht so wirklich mitkriegen, was sie machen, wenn sie das prominent angebotene "jetzt Konto einrichten" anwählen, um die Installation fortsetzen zu können, wissen das schon?

Fazit: Frau/man kann damt zufrieden sein. Jedenfalls gibt es keinen Grund, sich wegen W 8.1 vor der Anschaffung eines neuen PC's zu fürchten.

-- Lechner Peter, Samstag, 7. Juni 2014, 16:07