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Wer ist mit mir gegen Sklaverei in Oesterreich?#

Unter dem Titel "Sklaverei in Österreich" habe ich 1988 für ein Buch ( Sklaverei in Österreich oder Obst in die Parks) das erste Mal gegen die Wehrpflicht geschrieben, siehe:

Sklaverei.jpg
.

Ich habe meine Meinung nicht geändert. Ein kleines Berufsheer (wenn wir wirklich mehr als eine gut ausgebildete Sondertruppe der Polzei brauchen), mit dem man man eher Terror und Cyberangriffe abwehren muss, keinen konventionellen Krieg, wäre besser als schlecht ausgebildete Präsenzdiener!

Dazu die Möglichkeit, freiwillig (ob Frau oder Mann) eine gewisse Zeit bei freier Unterbringung und Verpflegung und mit ein bisschen Taschengeld der Allgemeinheit zu helfen, etwa beim Roten Kreuz, bei der Alten-, Behinderten-, oder Kinderbetreuung, mit Hilfsdiensten an Schulen,... wäre eine ideale Ergänzung: beim Ausscheiden gibt es eine kleine Abfindung, und in den letzten Monaten des Dienste auf Wunsch eine kostenlose Schulung. Als junger Mensch kommt man so einmal von zu Hause weg, lernt das leben ganz anders kennen, und entlastet sogar den Arbeitsmarkt, denn auch bei uns kann die Arbeitslosigkeit unangenehm steigen.

Hermann Maurer

http://twitter.yfrog.com/z/nrycdjj



Es ist der laut schreiende Titel des Beitrages: Sklaverei! Das muss Kritik hervorrufen, berechtigte, wie ich finde.

Sklaverei betrachtet Menschen als Sache, die im Eigentum eines anderen steht. Wenn man die Legaldefinition z. B. des ABGB für "Sache" und "Eigentum" heranzieht hieße das (verkürzt): Man kann mit einer im Eigentum stehenden Sache nach Belieben schalten udn walten, sie auch vernichten. Die Situation eines Wehrpflichtigen damit zu vergelichen ist, auch wenn man die bewußte Provokation berücksichtigt, viel zu stark. Kein Wunder, dass sich viele aufregten.

Nach dem Kriterien des Beitrages müssten auch Strafgefangene als Sklaven angesehen werden.

Sklaverei ist in Österreich wie in jedem anderen zivilisierten Land verboten. Sie widerspricht allen menschenrechtlichen Kodizes.

Aber es ist nicht nur der Titel. Inhaltlich ist zu kritisieren, dass ein Heer mit anderen Berufsständen (z. B Beamten) verglichen wird. In keinem anderen Beruf wird verlangt, dass man möglicherweise in seiner "Ausübung" mit seinem Leben einstehen muss. Das macht das Heer zu etwas "besonderem".

Mein Standpunkt: Wenn wir meinen, ein Heer zu brauchen, dann auf Wehrpflichtbasis. Wenn nicht das, dann eben gar keins. Eine bezahlte Söldnertruppe hat für mich was amoralisches.

Und wenn ein Heer, dann eins, das von der Republik Ernst genommen wird. Das wurde und wird das Bundesheer nicht. Das war 1968 so (als ich dabei war), und wir - als ein Beispiel - als motorisierter Verband aus Sparsamkeitsgründen keine Winterreifen für die Fahrzeuge hatten (es sind alle Übungen ausgefallen, als Ersatz wurde "Zeittotschlagen" geübt, wochenlang. Und das ist heute so, wo, wie im Vorjahr, bekannt wurde - wieder nur als ein Beispiel - dass im März das gesamte Jahresbenzinkontingent bereits verbraucht wurde.

-- Lechner Peter, 30.12.2012, 23:05:20 Mitteleuropäische Zeit


Wir würden mit einer Gendarmerie gut auskommen, aber die EU lässt das nicht zu, schließlich müssen wir am Golan sein wo wir den Frieden sichern (???) und wissen jetzt nicht so recht wie zurück, in Bosnien und im Kosovo unnötigerweise ebenso, eine Gendarmerie könnte auch die Polizei unterstützen bei Bedarf, ein Berufsheer sitzt nur herum und kommt dabei auf allerlei Gedanken a la 1934...; Mit der Gendarmerie als Sektion des Innenministeriums könnte man viel einsparen aber wir müssen ja ein Modul von Merkels EU-Heer sein, damit sie sich auch mit Gewalt durchsetzten kann. Werden im Berufsheer österreichische Staatsbürger dienen ? Eben...

-- Unbekannt, Sonntag, 30. Dezember 2012, 23:11


Ein Berufsheer mit vielen Kasernsitzern, denen fad ist, ist zu gefährlich, 1938 gab das -berufheer keinen einzigen Schuss ab, nachdem es 1934 die Wiener Gemeindebauten zusammengeschossen hat, natürlich mit schwerer Artillerie, übrigens sind die Schweizer mit ihrer starken Milizarmee keine sklaven, sie haben sogar deutlich mehr rechte als wir....

-- Unbekannt, Sonntag, 30. Dezember 2012, 23:28


Die Form des Heeres wurde uns bisher immer von aussen aufgezwungen, jetzt können wir selbst entscheiden...

-- Unbekannt, Sonntag, 30. Dezember 2012, 23:32


Diese politische Wahlkampfsuppe die der Feinschmecker Hr. Häupel dem Volk eingebrockt hat soll er verpflichtend selbst mit seinen Genossen genießen. Alle bisherigen Volksbefragungen waren pure Pflanzereien und eine reine Steuergeldverschwendung. Diese Frage wäre übrigends nur an die Betroffenen Wehrdienstpflichtigen zu stellen gewesen.
Nach jüngsten Meinungsumfragen stimmt Österreich gegen Berufsheer Wehrpflicht.

Wehrpflicht:

  • Verstoß gegen ein Menschenrecht: Wehrpflicht & Zivildienstpflicht verstoßen gegen die Menschenrechte ("Recht auf Freiheit)" und sind eine Staats-Sklaverei auf Zeit. Deshalb ist eine Wehrpflicht grundlegend abzulehnen. Über Menschenrechte kann man auch nicht rechtswirksam abstimmen, da die Menschenrechte ein international verankertes Grundrecht sind.
  • Weiters verstößt die Männerwehrpflicht gegen den Gleichheitsgrundsatz für Mann & Frau.

Mayer Bruno 2012-12-31 01:42
Entscheidungshilfe Wehrdienstbefragung
Wehrpflicht die_profeminanormative Frage


Die Wehrpflicht ist NICHT menschenrechtswidrig.

Leider wird mit dem Argument "Menschenrecht" Schindluder getrieben. So vieles, was dem einen oder der anderen nicht gefällt, wird sofort als Menschenrechtsverletzung hingestellt. Es ist eine Inflation dieses Begriffes. Wie auch die Verwendung der Bezeichnung "Sklaverei" für den Wehrdienst so eine Inflation ist.

Mit der "Gleichheit" ist das so eine Sache. Das hat mit dem EGMR zu tun, wo die dort Tätigen Rechtsinstute entwickeln, die - höflich gesagt - verwundern. Mit der "Gleichheit" und dem anderen Straßburger Lieblingsbegriff "Verhältnismäßigkeit" läßt sich dann wunderbar judizieren; die EGMR Entscheidungen überbinden auch die nationalen Verfassungsgerichte (die sich, wie in Österreich, schon vorauseilend ducken, wie jüngst bei der Entscheidung über die Vorratsdatenspeicherung). Ein von gesatzten Rechtsregelungen abgehobenes willkürliches Richterecht entsteht dort beim EGMR. Aber wir auch immer: auch Wehrpflicht nur für Männer ist NICHT gleichheitswidrig. Gleichheitswidrig wäre, Frauen den Zugang zum Dienst im Heer zu verwehren. Aber das ist in Österreich eh im Sinne der wehrwilligen Frauen geregelt.

Natürlich kann man auch über Menschenrechte abstimmen. Österreich könnte per Verfassungsgesetz z. B. wesentliche Elemente des Privateigentums quasi abschaffen (etwa durch 100 % Steuer auf Produktionsmittel und Grundeigentum, durch 100 % Erbschaftssteuer, was auch schon gefordert wurde, komischerweise nicht von einem Kommunisten ... usw.). Das vestieße zwar gegen EU Recht und wir riskierten, aus der EU rauszufliegen, aber gehen würde es.

BTW: Flögen wir in so einem Fall wirklich aus der EU? Ich glaube nicht. Alle EU Länder (d. h., deren Regierungen, also auch unsere) verstoßen sowieso ständig gegen den in den EU Ländern im Verfassungsrang stehenden Lissabonvertrag, bes. gegen die Bailout Klausel. Und was passiert? Eben.

-- Lechner Peter, Montag, 31. Dezember 2012, 08:23


Unvorhergesehene darastische Änderungen der Situation in Europa sind immer möglich.
Deshalb halte ich es für gefährlich, ein Berufsheer aufzubauen, wenn es auch nur ein kleines wäre.

In einem Berufsheer baut sich ein Chorgeist auf. Der soziale Druck, die selbe Geisteshaltung einzunehmen, die die Mehrheit
der Kameraden pflegt wächst mit der Zeit und sondert Nonkonformisten aus.

Wir haben seit der Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei bereits einen ideologisch ziemlich homogenen Block,
dessen Mitglieder sich gern gegen die zu kontrollierende Bevölkerung abgrenzt.
Ein Berufsheer parallel dazu, die zu erwartende Vernetzung der Kommandostrukturen und wir haben einen,
mit Kontrollmöglichkeiten und Waffen ausgerüsteten Machtblock, der sich, gegebenenfalls, gegen die Bevölkerung stellt.

Ein paar skrupellosere Politiker dazu, als wir sie derzeit haben und die Diktatur hält Einzug.

Ein Beispiel dafür? -- die Vorratsdatenspeicherung.

-- Waldbär der VI, Montag, 31. Dezember 2012, 12:25


Ein Berufsheer ist zu gefährlich, vor allem in der EU, eine Gendarmerie ohne Befehlsrecht, da das ja Beamte sind würde vollauf genügen, das gab es schon bis 1956, die "B-Gendarmerie. 3 Batailone, luftbeweglich auf Helis, aber die EU hat anderes vor, die zentral geteuerte europäische Armee, die sich wie in Deutschland rekrutiert aus einer gewaltbereiten Schicht mit minimalem Bildungsgrad,gab es in der Habsburgerarmee zur Beherrschung Wiens auchschon...

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 14:22


Ja, der Titel mit der Sklaverei war provokant, vielleicht zu provokant. Trotzdem, es gibt viele Erniedrigungen (ja, Erniedrigungen) die jeder, der beim BH war kennen gelernt hat. Das ist mein Grund 1 für die Ablehnung.

Grund zwei ist: Das Argument von Lechner, dass ein Heer darum so was Besonders ist, weil sich Angehörige gegebenenfalls Gefahren aussetzen müssen scheint auf Einrichtungen wie Polizei, Feuerwehr, Bergrettung, etc. zu vergessen.

Grund 3 ist: Wir brauchen eine gut ausgebildete Gruppe, die gegen Terroristen, gegen Cyber-Attacken u. Ä. vorgehen kann. Kein Grundwehrdiener kann das. Ob wir ein Heer an sich brauchen ist eine gute Frage: Island hat keines!

Grund 4 ist: Viele Länder (sogar die USA, der möglicherweise kriegerischte Staat der Welt--- und sicher der kriegerischte Staat der Welt wenn es nach dem Rüstungsbudget geht) hat die Wehrpflicht abgeschafft. Alle, die für eine Weiterführung der Wehrpflicht eintreten scheinen zu vergessen, dass Österreich dabei schon eine Ausnahme ist: Die Wehrpflicht ist in Europa schon länger eher die Ausnahme als die Regel. Zuletzt hat sich Schweden von ihr verabschiedet, wie in den Jahren zuvor auch Polen, Litauen, Bulgarien, Italien, Spanien oder Frankreich. 20 der 27 EU-Staaten setzen mittlerweile auf ein Berufsheer.

-- Maurer Hermann, Montag, 31. Dezember 2012, 14:33


Wir brauchen sicher kein Heer aber die EU verlangt das von uns so wie 1956 die USA das verlangt haben. Der einsatz der öst. Un-Truppen ist ebenso teuer wie sinnlos, die schweiz macht so einen Unsinn nicht mit, unsere Soldaten am golan sind schon vom Rückweg über Damaskus abgeschnitten, den Frieden haben sie in Syrien kaum gesichert. Österreich sollte endlich entmilitarisiert werden, Befehlsrecht brauchen wir keines, das geht auch mit Anordnung und Weisung, gegen die remonstriert werden kann. Eine primitive gewaltbereite Soldateska wie sie jetzt in Deutschland entsteht, ist viel zu gefährlich, aber die EU wird so wie in Lybien alles erledigen und dann ein totales chaos hinterlassen, man kann in einem Nomadenland die Demokratie nicht 1:1 einführen, an den Kosten des Lybien-Krieges zahlen wir noch heute.

1934 hat sich keiner geweigert, die Gemeindebauten mit Artillerie zu beschiessen. Robert Bernardis hat in Linz dafür gesorgt, dass die Aufständischen sofort der zivilen Gewalt übergeben wurden, da sie sonst nach Kriegsrecht sofort füsiliert würden, daher weg mit dem Militärrecht, wir brauchen keinen Staat im Staat wie in der Monarchie..soll das Berufsheer auf die EU angelobt werden ? Dienen dort nur österreichische Staatsbürger ? Merkel hat da ganz was anderes vor, daher gibt es nach wie vor den unnötigen truppenübungsplatz Allentsteig, nicht einmal die Habsburger-Armee hatte sowas aber als spielwiese für die Nato scheint er unentbehrlich, man sollte bei einem Berufsheer die juristischen Frage des überflüssigen Militärrechts nicht vernachlässigen, daher weg mit dem Befehlsrecht, es ist unnötig....

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 14:57


Die französische Eu-Gendarmerie könnte Vorbild für uns sein, ein Berufsheer hat nichts zu tun, die Gendarmerie könnte bei Bedarf die Polizei in der Grenzkontrolle unterstützen, die Gendarmen mit 35 in die Polizei wechseln, ein Berufsheer überaltert, Soldat ist kein Beruf auf Lebenszeit, in Israel ist das mit 45 vorbei...

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 15:03


Nicht alle Präsenzdiener sind schlecht ausgebildet, die Einjährig-Freiwilligen Maturanten sind schon aufgrund ihres Bildungsgrades eine Elite der Kampftruppen-Ebene, von Platter abgeschafft....

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 15:18


Unwichtiges Detail am Rande, lediglich der Ordnung halber: klitzekleiner Tippo im Titel bei Sklaverei...

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 15:29


@ Hermann Maurer:

Wenn ich gesagt habe, das Heer sei etwas "besonderes" meinte ich nicht "was besonders gutes" o.ä. Besonders nur, weil es eben immanent sogar ums Leben geht.

Kein Polizist, kein Feuerwehrmann, niemand sonst kann GEZWUNGEN werden, sich in größte Lebensgefahr zu begeben, ja sogar in den fast sicheren Tod zu gehen. Ein wehrverpflichteter Soldat schon, das ist die Besonderheit. Mit einem Soldaten in einem Quasi-Angestelltenverhältnis geht das nicht; der kündigt, wenn es kracht.

Wenn es kracht? In Europa kracht es bestimmt nicht. Wer das (wie ich) glaubt, der muss (wie ich) überhaupt gegen ein Heer sein. Für ein Heer sein (wie die ÖVP), weil wir sonst keinen Zivildienst haben, ist Schwachsinn. Damit wird nur übertüncht, dass es unsere Republik nicht geschafft hat, die notwendigen Sozialleistungen der Gesellschaft ordentlich zu organisieren. Ein Armutszeugnis.

Und die SPÖ ist jetzt auf einmal für ein Berufsheer, weil a) der seltsame Verteidigungsminister sich profilieren will und b) weil jetzt auf einmal die ÖVP für die Wehrpflicht ist und er "selbstverständlich" die konträre Position beziehen zu müssen glaubt.


Bemerkung zu Amerika:

Außer den USA sollte überhaupt niemand ein Heer haben. Die US Army muss stark sein, stäärker alle alle anderen Armeen der Welt zusammen, damit auf der Welt halbwegs weiterhin Frieden herrscht. Sicher machen die Amis vieles falsch - aber es ist ein Alptraum sich vorzustellen, was seit dem Weltkrieg II alles passiert wäre, wenn nicht im Hintergrund die allmächtigen USA gestanden wären und schon allein mit der Existenz ihres gewaltigen Potentials allzugroßen Übermut verhindert haben.

Halali! Die Große USA-Schelte mag beginnen. Vor- und letzte Bemerkung meinerseits dazu: ich bin lieber ein paar Kilometer westlich als östlich des Eisernen Vorhangs aufgewachsen. NUR Dank der USA war das möglich.

ner Peter|User/Lechner Peter], Montag, 31. Dezember 2012, 15:31


Darabos wurde durch Merkel gleichgeschaltet so wie sie uns auch via Schüssel die völlig unsinnigen Abfangjäger oktroyiert hat....

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 15:38


Die Verdienste der USA für Europa können sich sehen lassen, sonst aber passieren viele Fehler wie etwa der Vietnam-Krieg und der sinnlose Afghanistan -einsatz. Nicht übersehen sollte man, dass die Amis mit den Nationalgarden der einzelnen Staaten ein zweites Heer haben, das durchaus vor Übergriffen des ersten Heeres schützen kann, da die Nationalgarde den einzelnen Bundesstaaten untersteht....

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 15:43


@Peter Lechner

Die USA wird wirklich von Dir als Weltpolizist gewünscht?

Wir kennen uns: Ich liebe wie Du die USA als Reisender. Philosophisch stimmt dort aber vieles nicht. Hast Du die super religiösen Predigen an Sonntagen auf x Radiostationen gehört? Meinst Du, wie 55% der Amerikaner, "one can stop a bad guy with a gun only with a good guy with a gun --- hence all schools have to be equipped with guns"? Bist Du wie ich beim Bergsteigen schon beschossen worden, weil der Jäger ohne Jagdschein mich für ein Stück komisches Wild gehalten halt? Hast Du die Rede von Obama gehört wo er sagte: "We will cut our military budget. But our budget will still exceed the sum of the next 10 largest military budgets"? Wie Du bin ich froh, westlich vom eisernen Vorhang aufgewachsen zu sein. Ich würde auch heute noch lieber in den USA als in Russland leben (na, ganz sicher bin ich nicht: mir hat Wladiwostok besser als San Franzisko gefallen). Aber, wenn ich die Wahl habe zwischen z. B. Kanada, Neuseeland, Österreich und USA dann kommt die USA an letzter Stelle, einfach weil die Stimmugn dort zu rechthaberisch und zu kapitalistisch ist.

So, jetzt habe ich hier für genug Unruhe gesorgt...

PS: Wie in Bertha von Suttner's Klassiker "Die Waffen nieder" glaube ich, dass große Kriege nur mit großen/vielen Waffen gehen. Verführen wir nicht Heranwachsende durch die Wehrpflicht zum Spielen mit Waffen! Meine SF Version dazu kennst Du wohl! Übrigens, das Buch "die Waffen nieder" kann man kostenlos von Amazon auf den Kindle laden. Auch nach 130 Jahren steht es noch immer dafür, dieses Buch zu überfliegen.

-- Maurer Hermann, Montag, 31. Dezember 2012, 16:59


Gut, dass amerikanische Jäger nicht schiessen können, das hervorragende Buch von suttner konnte leider den Weltkrieg I nicht verhindern, da die damals Herrschenden aber nicht die Bevölkerung ihn haben wollten.

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 18:14


Gegen einen mit Rauschgift voll gepumpten Täter hilft leider nur eine Waffe in form der Nothilfe und Notwehr, um mehr als zwanzigtote kinder zu verhindern, grausam aber leider wahr: ein erschossener Attentäter oder mehr als zwanzig tote Kinder...

-- Unbekannt, Montag, 31. Dezember 2012, 18:22


Ein Aspekt, der in keiner Diskussionen zur Sprache kommt:

Wir haben in unserer Kultur keine Initiation für junge Männer.
Und diese Funktion hat "der Barras" bekommen, so abwegig das wohl klingen mag.

Mit all seinen Erniedigungen, Demütigungen, die man zu ertragen hat, idiotischen Sagern von Höherrangigen, denen man nicht widersprechen darf, ein Leben auf Zeit in einem reinen Männerrudel.... es ließe sich noch viel anführen, was "den Barras" ausmacht.

Jeder, der ihn hinter sich gebracht hat, weiß, er hat sich in der "Männerwelt" bewährt. Wie ist egal, aber er hat es geschafft.
Und, er wird für voll genommen.

Ohne diese Erfahrung suchen junge Männer oft jahrelang und teilweise noch riskanter und blödsinniger nach Anerkennung
ihres Status als Mann.

-- Waldbär der VI, Montag, 31. Dezember 2012, 19:05


Es wird tatsächlich Zeit, die temporäre Sklaverei in Österreich zu beenden, noch dazu wo nur Männer davon betroffen sind...

-- Glaubauf Karl, Dienstag, 1. Januar 2013, 20:01


Kampf ums Heer, Zahlen als Munition.#

-- Friedrich Schneider: Berufsheer kostet 300 Millionen Euro mehr als Wehrpflicht.
-- Im Streit um die Wehrpflicht bringen die Parteien jetzt Ökonomen in Stellung, die Zahlenmunition liefern Friedrich Schneider: Berufsheer kostet 300 Millionen Euro mehr als Wehrpflicht.
-- Wien. (neu) Gudrun Biffl (63) ist Allrounderin, die über Arbeitsmarkt, Integration, Sicherheit und Frauenfragen geforscht hat. Derzeit ist sie Dekanin an der Donauuniversität Krems. In der Schlammschlacht um die Wehrpflicht liefert sie dem Verteidigungsminister Norbert Darabos, der für ein Berufsheer kämpft, Munition. Ihre Argumente: Wehrpflicht teurer.
-- Biffl hat ausgerechnet, welche Kosten anfallen, wenn junge Menschen sechs Monate beim Heer oder neun Monate beim Zivildienst abdienen, anstatt einer regulären Arbeit nachzugehen. Sie kommt auf volkswirtschaftliche Kosten von 300 Millionen Euro. Ihr ökonomischer Ansatz dahinter: Würden 19- bis 20-jährige Männer in diesen sechs Monaten regulär arbeiten, würde der Staat in dieser Zeit mehr Steuern einnehmen und die Wertschöpfung in der Wirtschaft insgesamt steigen, weil die jungen Männer ihr "Humankapital" effizienter einsetzen. Diese 300 Millionen Euro an entgangener Wertschöpfung entsprechen laut Biffl einem fehlenden Wirtschaftswachstum von jährlich 0,25 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt, das ist die Summe aller in einem Land erwirtschafteten Leistungen - bei einem für 2013 prognostizierten Wachstum von einem Prozent keine Kleinigkeit.

Zu wenig Wehrpflichtige#

-- Biffl ortet einen demografischen "Einbruch" in der Gruppe der 19- bis 20-Jährigen aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge. Daraus folgert sie, dass dem Bundesheer in der jetzigen Form die Grundwehrdiener langsam ausgehen, weil sich parallel zum "Einbruch" immer mehr für den Zivildienst entscheiden. Bis 2030 wird die Zahl der Grundwehrdiener laut Biffl im Jahresdurchschnitt von 12.000 auf 8000 sinken.

Karriereknick#

-- Auch auf persönlicher Ebene ist die Wehrpflicht für Biffl ein Verlustgeschäft. Sie schätzt, dass ein junger Mann nach zehn Jahren um fünf Prozent mehr verdient, wenn er auf seinem Karriereweg keine sechs Monate ans Heer "verloren" hat. Belegen will sie das mit Vergleichen, die in Holland vor und nach Abschaffung der Wehrpflicht angestellt wurden. Unabhängige Expertise
-- Biffls Studie wurde von Darabos bezahlt. Sie betont aber, dass es sich um eine Aktualisierung einer älteren Studie aus dem Jahr 2001 handle, die vom damaligen Verteidigungsminister Scheibner bei in Auftrag gegeben wurde und zu praktisch denselben Ergebnissen kam. Scheibner habe die Studie aus politischen Gründen zurückgehalten.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/?em_cnt=513307

Der Ökonom im Schützengraben#

-- Wien. (neu) Friedrich Schneider (63) ist deutscher Ökonom und Experte für Schattenwirtschaft. Neben zahlreichen Forschungsprofessuren ist er Volkswirtschaftsprofessor an der Kepler-Universität Linz. In der Schlammschlacht um die Wehrpflicht liefert er der ÖVP, die gegen ein Berufsheer kämpft, Munition. Seine Argumente: Berufsheer teurer
-- Schneider kommt auf dieselben 300 Millionen Euro, die der Volkswirtschaft jährlich entgehen, wenn junge Männer Gewehr putzen, anstatt einem Beruf nachzugehen. Aber er stellt diesen 300 Millionen Euro bis zu 600 Millionen Euro gegenüber, die dem Staat eine Umstellung auf ein Berufsheer kosten würde. Diese Summe ergibt sich aus den höheren Gehältern, die der Staat Berufssoldaten und den Nachfolgern der Zivildiener mehr bezahlen müsste als den jetzigen Grundwehr- und Zivildienern, um überhaupt genug Bewerber zu bekommen (der Zwang fällt ja dann weg). Dazu kämen weitere Kosten für eine bessere Ausrüstung der Profi-Soldaten, so Schneider.
-- Das Argument von Darabos, das Profi-Heer würde langsam aufgebaut und die Kosten nicht sofort schlagend, lässt er nicht gelten: "Ist das Heer dann über Jahre nicht voll einsatzfähig, zum Beispiel im Katastrophenschutz?"

Zu wenig Profisoldaten#

-- Das Argument von Biffl, dass wegen geburtenschwacher Jahrgänge die Grundwehrdiener immer weniger werden, dreht er um. "Dann fehlen genauso die Berufssoldaten." Er verweist außerdem darauf, dass die jungen Fachkräfte, die im neuen Heer gebraucht würden - von Elektrikern bis Mechanikern - dann auch in der Wirtschaft fehlen, was wiederum schlecht für den Wirtschaftsstandort sein könnte.

Kein Karriereknick#

-- Das Argument, dass die sechs Monate beim Heer einen Karriereknick samt finanzieller Einbußen für junge Leute bedeuten, die sie nie wieder aufholten, hält Schneider für übertrieben. "Dass man wegen sechs Monaten so viel weniger verdient, ist unwahrscheinlich", widerspricht Schneider seiner Kollegin. "In dieser Zeit könnte man auch auf Reisen sein oder krank."

Unabhängige Expertise#

-- Schneider sagt, er habe kein Geld für seine Berechnungen bekommen. Sein Motiv: "Staatsbürgerliche Interesse." Er sei nicht per se gegen ein Berufsheer. Nur müsste man "Herrn und Frau Österreicher dann ehrlich und offen sagen, dass sie dafür deutlich mehr bezahlen". Darabos würde sich aus Studien die "Rosinen rauspicken".
-- Gudrun Biffl: Mit Wehrpflicht verliert Wirtschaft jährlich 300 Millionen Euro.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/?em_cnt=513307&em_cnt_page=2
Mayer Bruno 2013-01-03 23:01
Entscheidungshilfe Wehrdienstbefragung



Mir wäre wichtiger gewesen, wenn hier Aussagen aus eigenen, persönlichen Überlegungen angeboten worden wären,
anstelle der von irgendwelchen Fremddenkern.

Mir ist copy-paste zu öd, es nach zu vollziehen -- ich melde mich aus diesem thread ab.

--Waldbär der VI, 2013-01-04

--- Wen der Vergleich von zwei gegensätzlichen Expertisen Missfallen erregt, in einer Folge von Diskussionsbeiträgen in einem Internetforum (thread), wen das Angebot nicht mit der Erwartung stimmt, ist die Beendigung des Schreibens durch eine sogenannte hypothetische Abmeldung eine äußerst vornehme Geste. Es gibt eben ohnehin jetzt schon zu viele Berufssoldaten und deren Anhänger, genau so wie Berufspolitiker. Danke


@ -- Waldbär der VI zum Beitrag vom Montag, 31. Dezember 2012, 19:05:

Ich bin zum Teil Ihrer Meinung: Wenn man bei Heer war, hat man sich bewährt. Aber ich meine nicht: es hat jemanden "zum Mann gemacht". Abgesehen davon, dass man durchaus unterschiedlicher Meinung sein kann, was was einen "zu einem Mann macht" - diese Formulierung hat für mich was bedrohliches, archaisches.

Bewährung stimmt für mich aber schon, wenn auch als Einzelerfahrung. Als ich am 1. Juli 1968 zum Bundesheer kam, war ich die ersten 3 Wochen wie betäubt. Die fremde bizarre Situation, z. T lächerich, zum größeren Teil primitiv und sehr lästig: damit mußte ich erst umzugehen lernen. Erschwert durch den Einmarsch der Warschaupakt-Truppen in die Tschechoslowakei. Das hatte zur Folge, dass die Leute, die 3 Monate vor mir zum Heer kamen, nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt abrüsten durften: die Kaserne war daher durch 6 Wochen doppelt belegt. Man konnte sich z. B. in den Zimmer zwischen den Betten kaum bewegen. Und es gab vom 22. August bis zu Weihnachten keinen Ausgang am Abend und keinen Urlaub übers Wochenende ("SamSon"), dafür Zwangsgottesdienst am Sonntag.

Die Vorgesetzten waren in dieser Situation konfus, was sich in ständigem Brüllen und ununterbrochenem Wacheschieben äußerte - 3 Monate hindurch nicht mehr als 4 Stunden Schlaf am Stück, um die vielen "für den Ernstfall" aufgefahreren KFZ zu bewachen. Die kabarettreifen Einzelheiten übergehe ich, die würde eh keiner glauben.

Aber das seltame geschah: Ich (wie alle) lernten geschmeidig damit fertig zu werden. Glaubte ich anfangs noch, verrückt zu werden, war das nach ein paar Wochen gar kein Problem. Irgendwie bin ich stolz auf mich, dass ich das hingekriegt habe. Als sich die Situation nach Weihnachten (immerhin dauerte das 6 Monate lang) beruhigte, hat es mir fast gefallen beim Heer. In sanfter Entmündigung dahinzudämmern, nicht nachdenken zu müssen, was ich anzieh (bis hin zur Unterhose ...) - und das alles mit der rosigen Aussicht, dass es bald vorbei ist. Dazu die Erfahrung einer wunderbaren Kameradschaft, die sich von selbst gegen den "Feind" - die Vorgesetzten" - gebildet hat.

Kurz: Ich möchte diese Erfahrung nicht missen, Ich hab "es geschafft". - Ob das alles ein Heer rechtfertigt, steht auf einem anderen Blatt.

-- Lechner Peter, Freitag, 4. Januar 2013, 09:01


Bemerkenswert scheint, dass orf-n.ö gesterne meldete, dass die Schweiz über ein starkes Berufsheer verfüge; soweit zum Informationsstand und dem level auf dem die diskussion durch orf geführt wird...

-- Glaubauf Karl, Freitag, 4. Januar 2013, 14:52


@ -- Lechner Peter, Freitag, 4. Januar 2013, 09:01

Im September 1968 rückte im Westen Österreichs ein wohlbehütetes Kind zum Präsenzdienst ein.

Sein Großvater war Berufssoldat gewesen und hatte, unbedacht, von sich gegeben:
"Wir haben lange genug geübt. Jetzt wären wir bereit, etwas zu tun!"
Damit hatte er die grundsätzliche Problematik eines Berufsheeres auf den Punkt gebracht.

Die politische Situation war im Sept. 68 noch immer angespannt, nicht so im Westen die Berufssoldaten. Einigen davon war so fad,
daß sie durchgehend "im Öl" waren. Einer, der dies nicht mehr aushielt, erschoß sich.

Das Kind lernte "wie alle" mit den teilweise absurden Situationen "geschmeidig umzugehen" (fabelhafte Formulierung)
und seinen eigenen Weg zu finden.
So eigen, daß ihm der Kommandant etwa zur Halbzeit seines Dienstes dafür ein Kompliment machte: "wenn ich noch 10 von ihrer Art in der Kompanie hätte, könnte ich zusperren."
Als das Kind seinen Dienst beendet hatte, war es kein Kind mehr.

Zum Glück fehlt immer das Geld und ist die Zeit viel zu kurz, um Präsenzdiener die ernsthafte Verwendung von Waffen erlernen zu lassen.
Beispielsweise erlernt niemand beim Schießen mit dem Gewehr auch zu treffen.
Das Ziel einer effektiven militärischen Ausbildung wird in diesem System bei Weitem nicht erreicht.

Aber die angesprochene Kameradschaft ist eine der zwischenmenschlichen Fähigkeiten, die beim Bundesheer erlernt und geübt werden können.
"Ich möchte diese Erfahrung nicht missen, Ich hab "es geschafft." -- das ist genau der Tenor der meisten "Absolventen" dieses "Kurses", wenn man sie daraufhin anspricht.
Er wäre wohl in keiner anderen Organisation durchführbar, als im "Heer".

-- Waldbär der VI, Samstag, 5. Januar 2013, 16:18


Die Lage im September 1968 war vor allem durch die Maßnahmen der Regierung und der unfähigen militärischen Profiführung durch Fussenegger und Prader vollkommen absurd auch und gerade militärisch, vgl.dazu etwa den Essay im Austria-Forum: Prager Frühling ohne Sommer ...Die Bevölkerung war dadurch im Abstand von 30 km von der Grenze völlig ungeschützt, das Heer verlor sein gesamtes Prestige und die VP die Wahlen..durch die Unfähigekit des Geheimdienstgenerals #buschek wurde sowohl die politische wie auch die inkompetente militärische führeung völlig überrascht, was eher nichts mit der Frage Wehrpflicht oder nicht zu tun hat, denn ein Berufsheer wäre genauso überrascht worden und von den unsinnigen Urgestein-Planungen der Generale betgroffen gewesen.

-- Glaubauf Karl, Samstag, 5. Januar 2013, 17:04


Wenn man ein Auto kauft, dann kauft man auch nicht das Billigste. Man überlegt zuerst, ob man überhaupt ein Auto braucht. Wenn ja, dann überlegt man, wozu man es benötigt. Auf dem aufbauend, trifft man dann die Entscheidung für ein Modell oder ein anderes.

Ich denke, das gilt auch für ein Heer. Statt dessen wird:

  • vorgerechnet was teurer ist
  • das Heer als notwendig, um zum Mann zu werden dargestellt (gibt es vielleicht andere und billigere Riten dafür?)
  • und vielleicht sollte man sich auch wirklich die Frage stellen: hat man eine Wehrpflicht, bringt das mehr Ziviles zum Militär oder mehr militärisches ins Zivilleben

Auch wenn mich Waldbär VI, mein guter Freund, verdammen wird, ich glaube all das ist in dem Essay von H.J.Körnter noch besser gesagt, drum wage ich es doch ihn zu zitieren.

-- Maurer Hermann, Montag, 7. Januar 2013, 19:26


DEN ZIVILDIENST NIEDER!

(frei nach Bertha v. Suttner)

Dass unser Staat die notwendigen Sozialleistungen, die derzeit der Zivildienst erbringen muss, nicht anders zu organisieren imstande ist als durch den bizarren Umweg "Wehrpflicht - Ausflucht Zivildienst" ist eine Schande. Der Zivildienst gehört abgeschafft.

2 Zivildiener:

Einer (Kollege) war Fahrer eines Rettungsautos.

Einer (Sohn eines Freundes) war in einem Pensionistenheim in Wien. Dort kümmerte er sich für ein paar Stunden pro Woche um die Computer der Heimverwaltung. Eine weitere seiner Aufgaben war, einen Nachfolger für sich selber zu finden – wieder einen Wiener mit Computerkenntnissen. Er selber war ja auch auf Grund einer Nominierung durch einen Freund von der Organisation, die das Heim betreibt, „angefordert“ worden.

Zivildiener-Foren sind interessante Informationsquellen, wie man sich verhält in allen typischen „arbeitsrechtlichen“ Fragen. Besonderes wichtiger Punkt dort ist die offenbar sehr anfällige Gesundheit der doch jungen Zivildiener.

Interessant ist auch die Debatte, die Gesamtkrankenstandsdauer der Zivildiener gesetzlich zu begrenzen. Noch Fragen?

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-- Lechner Peter, Dienstag, 8. Januar 2013, 08:17


Völlig richtig, das System ist schon derartig verlottert, das es unsanierbar ist, toller Modifikation von Suttner....

-- Glaubauf Karl, Dienstag, 8. Januar 2013, 08:49


Der Zivildienst gehörte schon längst abgeschafft, er war nie ein Argument für die Aufrechterhaltung der temporären Sklaverei in Österreich, zumindest kein stichhaltiges weil er wie das derzeitige Heer völlig desolat ist, am 20. Jänner können wir endlich gegen den Zivildienst stimmen...allerdings wird es nur mit Freiwilligkeit nicht gehen,es bedarf einer grundsätzlichen Reform des Gesundheitswesens...

-- Glaubauf Karl, Dienstag, 8. Januar 2013, 08:58


Wie könnte ich, geschätzter Herman - die Diskussion lebt von unterschiedlichen Sichtweisen.

-- Waldbär der VI, Dienstag, 8. Januar 2013, 09:58


liegt in der natur der sache, ein wesentliches problem der wehrpflicht ist auch die mangelnde wehrgerechtigkeit, immer mehr können es sich " richten" und schreiben dann während der wehrpflicht beispielsweise ganz locker ihre wissenschaftlichen arbeiten....selbst (zu) oft erlebt...

-- Glaubauf Karl, Dienstag, 8. Januar 2013, 12:13


Ein bewaffnetes Volk kann sich besser vor der Bedrohung durch den Politikwahn verteidigen, deshalb für die Bewaffnung des gemeinsamen EU Arbeitlosenheeres. (Dies gilt auch für das Heer der Sklaven und Verhungernden.)

Mayer Bruno 2013-01-16 23:01
Entscheidungshilfe Wehrdienstbefragung


Bitte keine persönliche Vorwürfe oder Beleidigungen. Das ist eine Grundregel des Austria-Forums. Drum musste ich einen Teil des Kommentars von Bruno löschen. Ich bitte um Verständnis. H. Maurer hmaurer@iicm.edu

-- Maurer Hermann, Mittwoch, 16. Januar 2013, 18:38

"Mir wäre wichtiger gewesen, wenn hier Aussagen aus eigenen, persönlichen Überlegungen angeboten worden wären, anstelle der von irgendwelchen Fremddenkern.

Mir ist copy-paste zu öd, es nach zu vollziehen -- ich melde mich aus diesem thread ab.

--Waldbär der VI, 2013-01-04" Danke Hr. Mauer und bitte keine weiteren AF-RE mehr Mayer


Was passiert, wenn die Volksbefragung pro Berufsheer ausgeht, weiß man nicht genau.

Eins ist aber sicher: Noch ehe der erste Berufssoldat angeworben sein wird, wird sich eine Gewerkschaft der Berufssoldaten (auf Österreichisch: GPLAVE - Gewerkschaft der Profi Landesverteidiger) konstituiert haben, selbstverständlich als Teilorganisation des ÖGB.

Im Statut werden als wichtigste Punkte die Pensionsregelung und das Zulagensystem für typische soldatische Handlungen wie Lenken von KFZ außerhalb der Regelarbeitszeit (38,5 Wochenstunden) enthalten sein.

-- Lechner Peter, Donnerstag, 17. Januar 2013, 20:30


@ Hermann Maurer, zum Beitrag vom 31. 12. 2012, 16:59:

Ja, ich wünsche mir ausdrücklich die USA als Weltpolizist. Polizisten mögen unsympathisch sein, aber ohne Polizei geht es nicht. Und wenn schon Polizei, dann eine wie die USA.

Keine andere Weltmacht der Geschichte ist so je dosiert mit ihrer Macht umgegangen wie die USA. Keine andere Weltmacht hat je aufgehört, Gebiet zu annektieren (was anderes ist der Weg zur Weltmacht, logischerweise). Auch die Kriege, die die USA seit WK II führten waren – dass darf angesichts der vielen Opfer nicht zynisch verstanden werden – eher begrenzte Konflikte lokalen Charakters.

Und so gut wie alle dieser Kriege haben die USA (nach traditionellen Maßstäben) verloren: Korea, Vietnam, Golf I und II, Afghanistan … aber dennoch und deswegen gibt es jetzt überall dort CocaCola, das Herzblut der Freiheit. Wir kaufen Festplatten und Speicherchips Made in Vietnam, Korea wird zum wirtschaftlichen Alptraum aller westlichen Autobauer und Elektronik-Companies usw. Das alles wäre ohne die Macht der USA nicht möglich geworden. Israel existierte ohne die USA nicht (mehr). Hier auch an der Marshall-Plan erinnert werden.

Vor allem aber: Der Eiserne Vorhang ist Vergangenheit: das verdankt die ganze Welt den USA. Das ist ein welthistorischer Verdienst, der wie alles andere den USA nicht gedankt wird. Dazu ist Amerika-Bashing viel zu verlockend. Von den vielen Kubanern in Florida hab ich nur dann böse Worte über die USA gehört, weil sie die Diktatur auf der Zuckerinsel noch nicht ausradiert haben …

Versäumt haben die USA leider, dem Hitler ummißverständlich klarzumachen, dass sie sich gegen ihn stellen würden, sollte er wirklich einen Krieg anfangen. Wären die USA im zeitlichen Vorfeld von WK II so stark aufgetreten, wie sie sind, hätte WK II schlicht nicht stattgefunden, zumindest in Europa. Selbst der verrückte Hitler hätte dann kapiert, dass er sich nicht mit den USA anlegen kann.

Zu Deinen einzelnen Beispielen:

1. Die schrecklichen Prediger sind halt geldgierige Kerle, die mit der echten Frömmigkeit der Amerikaner (die mich manchmal schon rührt) Geschäft machen. Das gibt es halt, ist doch aber kein wirkliches Problem.

2. Die Waffen sind natürlich ein Problem. Ich glaube auch, dass viele der schrecklichen Ereignisse (Massenmord in Schulen) nicht gegeben hätte ohne die unverständliche Einstellung vieler Amerikaner zu Waffen. Aber verrückte Verbrecher gibt es auch anderswo, siehe im restriktiven Norwegen oder Deutschland.

Das Beispiel, dass Du beinah angeschossen worden wärst von einem Jäger kann nicht gelten: denn auch überall sonst, wo Jäger (alle Jäger haben Schußwaffen!!) herumballern, gibt es Jagdunfälle . „Gehen wir uns einen Treiber schießen“ ist ein bekannter der Jäger“witz“ …

Die wenigen Gelegenheiten, die ich hatte, mit Amerikanern über ihre Weltpolizeirolle zu reden haben mir gezeigt, dass die US Bürger sie gar nicht wollen. Mich beunruhigt das, denn besonders wir Europäer sind mit der Pax Americana wunderbar gefahren!

-- Lechner Peter, Freitag, 18. Januar 2013, 08:44


Die Wehrpflicht ist an die österreichische Staatsbürgerschaft gebunden,das Berufsheer auch oder werden es Söldner sein, schon verlangt die VP einen Einsatz in Mali, Österreich noch neutral? Demgegenüber steht natürlich die völlig menschenunwürdige Behandlung der Wehrpflichtigen....

-- Glaubauf Karl, Freitag, 18. Januar 2013, 09:42


Heute, 18.1., ein lesenswerter Artikel im Online-Standard

-- Waldbär der VI, Freitag, 18. Januar 2013, 11:06


Besten Dank, guter Artikel aber die EU will das Berufsheer, die VP ist schon jetzt für ein Engagement in Mali obwohl Lybien ein Desaster ist, zivile Gendarmerie oder das Schweizer System....

-- Glaubauf Karl, Freitag, 18. Januar 2013, 11:18


Dass Darabos im Amt bleibt, ist eine Verhöhnung des Bürgerwillens, eine Verhöhnung der Vernunft und ein Fußtritt für den Anstand.

Der Mann, der das System, das er weiter zu verwalten beabsichtigt, massiv bekämpft hat, der sich zu der Qualifikation, es sei "megasinnlos" verstiegen hat, der alle von ihm so vielfach georteten Mißstände in seiner 6-jährigen Amtszeit nicht abgestellt und daher zu verantworten hat, soll weiter im Amt bleiben?

In Österreich ist das leider nicht nur möglich, sondern Wirklichkeit geworden. Damit ist die Volksbefragung als zarter Anflug von direkter Demokratie zu einer Karikatur verkommen. Schuld daran hat außer diesem trotzigen Sesselkleber die SPÖ. Schuld daran haben aber die ÖVP und sogar die Opposition: Darabos' Ankündigung, weiter im Amt bleiben zu wollen, müßte sofort einen Mißtrauensantrag zur Folge haben - davon hat keine dieser Parteien gesprochen.

-- Lechner Peter, Montag, 21. Januar 2013, 07:42


Darabos ist als Minister Wunsch der EU und insbesondere Merkels, die gestern in Niedersachsen nicht unbedingt reüssieren konnte.Piffl-Percevich trat 1969 zurück, als er das 9. Schuljahr nicht durchbrachte.... Daher gibt es keine Rücktrittsaufforderungen seitens der anderen EU-Parteien wie VP etc.Der ausweg wäre leicht, Entacher Verteidigungsminister, das Schweizer Modell könnte übernommen werden mit den kurzen Rekrutenschulen, die Leerlauf nicht zulassen und eine lange Mannnützungszeit garantieren. das wird aber >Merkel nie zulassen und so geht das weiter bis zur nächsten NR-Wahl, die durchaus schon im Juni sein könnte,kommt ganz auf Pröll an, der den Schwung jetzt gekonnt in den 3. März mitnimmt und als realer vp-chef zielstrebig den juni als nr-termin ansteuert.(kein langer wahlkampf, klarheit, sicherheit)pröll hat sich mit seiner Strategie als überlegen erwiesen mit weitreichenden Folgen....Besonders bemerkenswert, dass sich die VP gegen Merkels konept gestellt hat....

-- Glaubauf Karl, Montag, 21. Januar 2013, 15:44


Zum Thema "Zivildienst" hier ein Interview. Noch Fragen?

http://derstandard.at/2301275

Leseprobe daraus:

Bild 'uuuuu'

-- Unbekannt, Mittwoch, 5. Februar 2014, 08:26