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Juncker soll sich nicht ins Hemd machen

Und endlich gehen.

Herr Juncker ist böse auf die Finanzministerin Fekter. Sie hat „geplaudert“, sagt er im ORF-Interview. Und er wirft ihr „Geschwätzigkeit“ vor.

Ausgerechnet der.

Der Mann, der – hier ganz offen – sagt, man müsse (in bestimmten Situationen) lügen.

Der Mann, der sagt, man müsse zwei Schritte nach vorn tun und auf Grund des sich erhebenden „Geschreis“ dann einen zurück – und wäre im Ergebnis dann einen Schritt weiter. „Weiter“ – das ist in seinem Verständnis mehr für die Interessen der Banken, die sein Liliputland parasitär ernähren.

Der Mann, der - wieder ganz offen – sagt, man müsse mit Information wegen der „einfachen“ (in seinen Augen: dummen) Leute vorsichtig umgehen.

Der Mann, der in seinem Ärger, weil nicht er im Rampenlicht steht, wie ein trotziges Kind eine Pressekonferenz absagt.

Da ist mir Frau Fekter, die ich wegen des zaghaften Sparpaketes und des Budgets 2012 für eine schlechte Finanzministerin halte, mit ihrer „Redseligkeit“ 1000mal lieber. Sie hat wenigstens Respekt vor den Bürgern, die ja der Souverän Europas sind. Der Bürger hat das Recht, vor allen anderen informiert zu werden, schnell und genau, egal von wem. Da soll und darf man jemandem, der dieser Informationspflicht nachkommt, keine (Nieren-)Steine in den Weg legen.

Juncker soll sich das hinter die Ohren schreiben. Und endlich gehen.


Dieser Kommentar sollte in der WZ erscheinen, super. alles in allem zeigt die Sache aber, dass die Kommunikation in dr EU kaum stimmt, vieleicht wegen Inkompetenz und persönlich Eitelkeiten.

-- Glaubauf Karl, Mittwoch, 4. April 2012, 09:06