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@ Kreuzotter relaxed#





"Kreuzotter - entspannt" ist doppeldeutig. Es kann sowohl das entspannte Tier beschreiben,
als auch den entspannten Umgang mit dem Thema "Kreuzotter" bedeuten.
Im zweiten Sinn, dem entspannten Herangehen an das Thema, würde mich freuen, wenn hier eine Diskussion
ein Erfahrungsaustausch stattfände, oder nur Kommentare gepostet werden.

Der Anfang ist schon gemacht,
mit den die Kommentaren die dem Foto "Kreuzotter relaxed" angefügt wurden:


Frage: Wie ist es gelungen, eine Kreuzotter aus so großer Nähe aufzunehmen ohne gebissen zu werden??#

-- Unbekannt, Sonntag, 3. Juni 2012, 11:29


Genau das beschäftigt mich auch.
Ich habe den Eindruck, Kreuzottern können zu Menschen soweit Vertrauen fassen, daß sie deren Anwesenheit akzeptieren.
Ich habe von einer Kreuzotter berichtet bekommen, die im Flur eines Bauernhauses, nahe der Haustüre Logis genommen hat
und sich druch die vorbeigehenden Menschen nicht stören ließ.

Wenn jemand Ähnliches zu berichten vermag, bitte ich das als Kommentar hier anzufügen!

-- Waldbär der VI, Dienstag, 5. Juni 2012, 16:31


ich hab mal von meinem Bruder (der ist in allen Wissens-Sektoren sehr versiert, keine Ahnung, woher der das hat, wir normal Sterblichen wissen's einfach nicht...) erfahren, dass alle Giftschlangen SICH HÜTEN, allzu schnell zuzubeißen. Denn so eine Schlange braucht (glaub ich) mindestens 14 Tage zum Wiederansammeln des Gifts in ihren äußeren Speichern, und in dieser Zeit ist sie sozusagen wehrlos. Sie ist sehr gescheit und weiß augenscheinlich, dass sie beim Aussterben ist, wir wissen hingegen, dass wir schuld sind, wegen der Zerstörung ihrer Lebensräume durch uns -- nicht unerwähnt seien die wahnsinnigen Biker. Naja und sie greift eh nur an, wenn sie sich selber angegriffen fühlt. Der Waldbär No. 6 mit seinen irrsinnig schönen Fotos wird sich mit aggressiven Gebärden wohl seeeehr zurückhalten und deswegen diese scheuen Tiere bildschön in seinen Kasten kriegen.

-- Unbekannt, 19.06.2012, 09:41:26 Mitteleuropäische Sommerzeit



Ich denke nicht, daß die Tiere Kenntnis über ihre zahlenmäßige Verbreitung besitzen und auch über ihre Intelligenz
kann man nur Vermutungen anstellen.
Sicher ist, daß sie über sehr feine Sinne verfügen und zu beobachten in der Lage sind.
Sie könnten Erschütterungen im Boden über ihr Mittelohr wahrnehmen und so Tritte von Menschen und Rindern feststellen.
Das Abrollen der Räder von Mountainbikes bringt zu wenig Erschütterung, als daß die Schlangen es vernähmen.
Das selbe gilt für herannahende Autos.

Was die "agressiven Gebärden" anbelangt -- natürlich darf man nicht laut schreiend durch die Gegend trampeln,
will man die vorsichtigen Schlangen fotografieren.
Aber Herumschreien und Trampeln liegt den Ursi silvestri alpini ohnehin nicht! :-)

-- Waldbär der VI, 2012-06-19


Wie Tiere sich verhalten, folgt ausnahmslos dem Prinzip der Erhaltung der Existenz (im weiteren Sinne auch der Art) durch maximale Effizienz beim Verbrauch von Energie. Das ist das Ziel der Evolution.

Tiere sind daher nicht agressiv. Die Handlung, die wir als agressiv empfinden, verbraucht Energie - und die wird von Tieren nur dann investiert, wenn direkt oder indirekt eine Existenzbedrohung angenommen wird (ein Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit oder das Eindringen in ein Revier zum Beispiel). Tiere "denken" dabei aber nicht; Tiere können nicht denken. Sie sind programmiert und sie (re-)agieren auf Reize ihrem Programm entsprechend.

-- Lechner Peter, Mittwoch, 20. Juni 2012, 15:35


Einverstanden, vom Prinzip her gibt es nur programmiertes Verhalten. Das ist aber unendlich komplex, betrachtet man die gesamte Tierwelt.
Ähnliches Verhalten von Tieren und Menschen, fassen wir deshab, beschreibend, in einem Wort zusammen.
Beispele dafür sind "liebevoll", "lethargisch", "partnertreu" oder eben "agressiv",
wobei für mich "agressiv" nur dem Sinn des Worts aus dem Lateinischen folgt: ad - gredere.
Was so viel bedeutet wie "an etwas herangehen" oder "zu handeln beginnen".
Wichtig ist mir dabei, daß das Wort wertungsfrei bleibt und keine emotionelle oder gar moralische Beurteilung
des damit beschiebenen Verhaltens beinhaltet .

-- Waldbär der VI, Donnerstag, 21. Juni 2012, 09:07


Gibt es vielleicht eine Karte über das Verbreitungsgebiet der Kreuzotter in Österreich ?

-- Glaubauf Karl, Donnerstag, 21. Juni 2012, 10:26


Es gibt eine Karte auf der Seite von "Herpetofauna",
die den Stand von Sichtungsmeldungen von 1996 angibt. Das will weiter nicht viel bedeuten, da der Meldungsstand
nur einen geringen Teil der von Vipera berus bewohnen Gebiete zeigt.
Die Kreuzotter ist möglicherweise die am meisten verbreitete Schlangenart. Sie kommt in Europa UND Asien vor.
Ihr Lebensraum umfaßt Waldgebiete, Moore, Wiesen - Hauptsache, Wasser ist in der Nähe.
Sie kann sich durch unterirdische Hohlraumsysteme nahe der Oberfläche (Wärme) ebenso bewegen, wie in kleine Fichten klettern.
Aber sie ist kein Kuturfolger.

-- Waldbär der VI, Freitag, 22. Juni 2012, 12:29


Danke !

-- Glaubauf Karl, Freitag, 22. Juni 2012, 14:46


Kreuzottern können klettern

-- Waldbär der VI, Freitag, 22. Juni 2012, 16:07



Kreuzotter im Mai - - -
da bin i ungern dabei.
Ist der Kommentar entbehrlich?
Sumach wenigstens ist ehrlich.

-- Unbekannt, Dienstag, 16. Oktober 2012, 00:38


So wie bei allen, dem Menschen gefährlichen Raubtieren, ist es eine Frage, ob man sich für diese Tiere interessiert,
oder mit ihnen bereits oft genug und unaufgeregt zusammen gekommen ist, daß man sie annehmen kann, wie sie sind.

... sieht so aus, als bräuchte es noch mehr Aufklärung über die eleganten Vipern...