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Wer macht die verrückten Geschwindigkeitsbeschränkungen bei den Autobahnen?#

Ich ärgere mich immer, wenn wegen einer gnaz kurezn Buastelle kilometerlang ein Fahrstreifen gesperrt ist. Noch mehr ärgere ich mich, wenn irgnedwo am Wochenende nicht gearbeitet wird, keien Behinderung zu sehen ist udn man trotzdem nur 50 fahren soll.

Gibt es eine Stelle, wo man sich da beschweren kann? Oder sollten wir hier eine Unterschriftenliste sammeln, oder eine Nummer verlangen, wo man kostenlos sinnlose Beschränkungen melden kann?


völlig richtig, was man sich an manchen baustellen, die durch den steuerzahler finanziert werden, leistet, schlägt schon dem fass den boden aus. eine beschwerde-hotline könnte da sicher abhilfe schaffen.

--Glaubauf Karl, Dienstag, 17. August 2010, 09:13


Mir hat jemand gesagt es gibt eine solche Hotline? Stimmt das? Was ist die Nummer???

--Sommer Jasmin, Mittwoch, 18. August 2010, 22:31


Die Kirche bitte im Dorf lassen, wenigstens teilweise.

Natürlich gehen einem die langen Baustellen auf die Nerven. Aber:

1. Auf der Autobahn ist es nicht überall möglich, den baustellenbedingten Gegenverkehr wieder in "seine" Spur zurückzuleiten. Außerdem muss immer die Gefahrenminimierung im Vordergrund stehen.

2. Leere Baustellen kommen daher, dass Bauunternehmen vielfach mit einem nicht haltbaren Kampfpreis in Ausschreibungen hineingehen. Sie können von ihrer Kapazität her den Auftrag gar nicht schnell/zeitgerecht erfüllen, so arbeiten sie mit einem Team an drei Baustellen; zwei davon sind notwendiger Weise temporär verwaist. Die für Vergabe zuständigen wissen das. Den Auftrag kriegen solche Unternehmen dennoch, weil sich kein Beamter traut, nicht den Billigstbieter (als Bestbieter)zu nehmen. Tut er das nicht, hat er den Rechnungshof, das "profil" & Co und den/die übergangenen Billigstbieter am Hals. Also geht er den Weg des geringsten Widerstandes. Dass Beamte sowieso immer alles falsch machen (der Immerwährende Große Unrechtsvoraus), kommt dazu. Jeder Zeitungsreporterling, der in fünf Wörtern zehn Rechtschreibfehler unterbringt, weiß das.

3. In Österreich wird sowieso zu schnell gefahren. Das Rechtsfahrgebot haben die "he-man" Driver für sich abgeschafft. Je mehr Spuren eine Autobahn hat, desto mehr sind rechts leer (Beispiel: die extrem breit ausgebaute Südautobahn bei der Ausfahrt aus Wien). Zu verlangen ist in ganz Österreich:

max. 30 km/h in der Stadt

max. 80 km/h auf Landstraßen

max. 100 km/h auf Autobahnen

strenge Kontrolle des Rechtsfahrgebotes

Das spart unheimlich viel Sprit/CO2. Mehr noch spart es den schrecklichen Lärm unserer Autos, der überwiegend von den Hochgeschwindigkeitsreifen kommt. Jeder Dieselzwerg rennt heute an die 200 km/h und braucht eine entsprechende Bereifung: groß, schwer, teuer, laut. Wenn man die lautlos vorbeihuschenden Autos in den strikt geschwindigkeitsbegrenzten USA kennt (ja, auch die schnellen foreign-cars, zB Made in Germay, aber mit USA-Reifen) könnte einen der Neid fressen. Allerdings kenne ich honorige Österreicher, die am liebsten auch aus dem Autofahrerparadies USA eine Raserzone machen wollen.

-- Lechner Peter, Sonntag, 11. Dezember 2011, 09:26