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Es ist schon wieder was passiert: Unsere Finanzministerin Fekter hat gesagt, es sei möglich, dass auch Italien beim EURO Schutzschirm werde anklopfen müssen. Signore Monti hat daraus eine europäische Staatsaffäre konstruiert.

Eine völlig richtige Feststellung darf also nicht getroffen werden, weil Italien sonst beleidigt ist oder gar Schaden nimmt. Der Zahler - das sind wir - darf nichts von seinem Glück erfahren und die Höhe der Rechnung wird erst nach deren Fälligkeit bekannt gegeben.

Hätte nur wenigstens einer der Finanzminister den Mund aufgemacht als es darum ging, welche Länder der EU EURO-fähig sind, wäre uns die Katastrophe unseres Geldes erspart geblieben.

Fekter hat nur die Wahrheit gesagt. Das ist in der EU offenbar verpönt, Herr Juncker tritt ja ganz offen für das Lügen ein. Gut, dass Fekter auch ihm Bescheid gestoßen hat.

Um ein Mißverständnis zu vermeiden: Ich halte Fekter für eine schlechte Finazministerin, vor allem wegen des Budgets 2012. Wie man Schulden abbaut indem man sie vergrößert, verstehe ich einfach nicht. Das will sie uns aber als richtig einreden. Außerdem hat sie uns vor ein paar Wochen noch einreden wollen, dass das Geldverleihen an Griechenland "ein gutes Geschäft" für Österreich sei. Vorgestern hat sie dann, statt zuzugeben, dass das ein Unsinn war, immerhin eingeräumt, dass wir "in mittlerer Zukunft" wohl durch die Finger schauen werden. Schon allein deswegen muss sie zurücktreten, und zwar "sofortly, without von delay" (O-Ton Fekter).

Aber mit Italien hat sie schlicht und einfach Recht. Wir werden es leider bald erleben. Monti soll sich nicht ins Hemd machen und zugeben, dass Italien sulla sabbia ist.

Und dann: Buona notte, EURO!


Wieder einmal der scharfsinnige Kommentar eines Kenners, Josef Pröll hart aber auch erklärt als Finanzminister, dass die Griechenlandsache ein gutes Geschäft ist, in der VP geht die Parteiräson über alles niemand, hat jemals Schüssel widersprochen, was sollte Fekter tun ?

Nach den Wahlen am Sonntag beginnt der der Wettlauf unter die Billionenschuldenschirme, Portugal scharrt schon in den Startlöchern, andere werden sich holen, was noch ! zu holen ist, Griechenland wird auch wieder enorm viel brauchen und Merkel wird uns total herunterfahren wie einen alten Groß-PC, über bleiben nur mehr die Reichen, was ja seit Schüssel das unübersehbare Ziel der Politik ist.(Der alte Grieche Plato hat das Ploutokratie genannt). Für obigen Beitrag ist enorm zu danken, Fekter strebt eben die neue Position des EU-Zentralstaatsfinanzministers an, Merkel wird sie ernennen und da kann fekter keine Rücksicht auf Italien nehmen....

Karl Glaubauf

-- Unbekannt, Mittwoch, 13. Juni 2012, 12:12