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So muss man sparen#

Ich schlage vor, dass 2012 umgehend folgende Maßnahmen beschlossen werden:

(1) Es wird eine Erbschaftssteuer von 20 % mit einem Freibetrag für Ehepartner und jedes Kind von € 500.000. D.h. eine Wohnung oder kleines Haus wird erbsteuerfrei vererbt. Der Freibetrag gilt nur für Ehepartner und Kinder. Es gibt außer Ehepartner und Kinder keine Pflichterben. Beispiel: Ein verbleibender allein stehender Ehepartner ohne Kinder stirbt. Ohne Testament fällt die gesamte Hinterlassenschaft dem Staat zu. Mit Testament, den darin erwähnten Personen/ Organisationen, aber diese müssen für das, was sie erhalten, 20% abführen. In Ausnahmefällen kann die Erbschaftssteuer in Raten über viele Jahre verteilt abgeführt werden. Beispiel: Person X erbt einen beträchtlichen Waldbestand. Das Abführen von 20% jenseits des Freibetrags könnte den Verkauf eines Teils des Forstes nötig machen, der so verbleibende Waldbestand wäre dann vielleicht nicht mehr sinnvoll zu bewirtschaften.

(2) Ab Welteinkommen von 300.000 Euro gilt ein Steuersatz für die darüber liegenden Beträge von 60%, über 1 Million von 70% . (Kommentar: Wir hatten in Österreich schon noch viel höhere Spitzeneinkommensteuersätze. Zu hohe Sätze sind aber kontraproduktiv: sie führen zur Abwanderung des Hauptwohnsitzes in steuergünstigere Länder.)

(3) Es wird 2012 auf ein Weltvermögen von über 2 Millionen Euro eine Vermögensteuer von 1 % eingehoben. Diese kann wie unter (2) gegebenenfalls in Raten abbezahlt werden. (Kommentar: Hohe Einkommensteuer ohne Vermögensteuer führen dazu, dass Einkommen in Vermögen verwandelt wird, und umgekehrt).

Ich glaube, dass jeder damit leben kann, aber doch die „ganz Reichen“ mehr abführen als heute. Ferner bleibt der Anreiz auf Erfolg bestehen, aber Kinder reicher Eltern sind zwar nach wie vor bevorzugt, aber eben etwas weniger.


Liebe(r) Unbekannte(r)!

Bitte sagen Sie vorweg, WARUM diese Maßnahmen beschlossen werden sollten.

Wollen Sie, dass mit dem zusätzlich eingenommenen Steuergeld unser Schulden abgetragen werden? Das wäre löblich. Aber mehr Geld für den Staat wird auch wieder nur verjuxt, wie bisher, von den gleichen Institutionen und den gleichen Leuten, die uns in die Schulden hineingeritten haben und jetzt so tun, als wären die wie höhere Gewalt über uns hereingebrochen. Daher: Keine neuen Steuern. Daher keine Steuererhöhung. Daher Steuersenkung. Daher: SPAREN!

Es ist empfehlenswert, sich die div. Förderungen der Gebietskörperschaften anzusehen. Wer das ohne einen Herzstillstand zu kriegen schafft, dem eröffnet sich die - wahrhaft wunderbare! - Einsicht, dass man Geld sparen kann, indem man es nicht (mehr) ausgibt. Nota bene: JEDE FÖRDERUNG IST EINE VERGESELLSCHAFTUNG EINES PRIVATANLIEGENS! Sollen doch die div. Vereine und andere, die ihr Hobby oder ihren Nichtberuf zu einer attraktiven, weil arbeits- und weitgehend gemeinnutzenfreien Tätigkeit entwickelt haben, schauen, wie sie Geld auftreiben (Tipp: Dafür arbeiten).

Zum Aufwärmen: Die Parteienförderung in Österreich betrug im Jahr 2010 ca 171 Mio Euro. Der Bund hat den ORF kürzlich mit 160 Mio Euro gefördert.

-- Lechner Peter, Dienstag, 6. Dezember 2011, 19:18


Eine neue Steuer wäre auch die vom Bauernbund und DDr. Küng geforderte Kultursteuer, die auch jene treffen soll, die aus der Kirche ausgetreten sind, zum guten teil daher auch eine Strafsteuer...

-- Glaubauf Karl, Donnerstag, 5. Januar 2012, 17:17