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ORF: Der Unverschämtheit n-ter Teil

Blechen musste man immer schon für das schauerliche ORF-Programm. (Richtig wäre, man bekäme dafür Schmerzensgeld.) Aber bitte: Sollte es welche geben, denen Qualitätssprogramme wie die "Barbara Karlich Show" oder die amerikanischen Endlosserien gefallen - die sollen zahlen.

Die anderen, die den ORF nie aufdrehen, müssen aber auch zahlen - wenn sie ein Empfangsgerät haben, das potentiell ein ORF Programm empfangen kann. Schlimm.

Aber nicht schlimm genug: denn schon wieder redet ORF Chef Wrabetz von der "Haushaltsabgabe". Das heißt: jeder Haushalt in Österreich, der im Empfangsbereich eines ORF Senders liegt, muss Rundfunkgebühr zahlen. Hauptargument dafür: In Deutschland gibt es das auch. Ja, und? In Deutschland gibt es auch Schnitzel Tunke oder mit Marmelade ...

Wenn das kommt, wenn kommt, dass jede(r) wirklich blechen muss, der sehen oder hören kann, egal, ob er den Apparat dazu hat --

--- dann muss jede Frau in Östereich zwischen, sagen wir großzügig, sechzehn und Menopause Familienbeihilfe bekommen, weil sie ja potentiell dazu in der Lage ist, ein Kind zu kriegen.

Zahlen soll das der Wrabetz. Oder schweigen, am besten für immer!


Danke für die klare Aussage. Ich bin sicher, dass fast alle das so empfinden. Ich bin für die Abschaffung aller Fernsehgebühren. Mit den Werbeeinnahmen und einer minimalen Unterstützung soll der ORF dann EIN (in Worten: 1) ein vernünftiges Ferseh- und EIN vernünftiges Radioprogramm anbieten, in dem z.B. amerikanische Serien nichts zu suchen haben. (So war es lange Zeit in Kanada unter Trudeau: 60% aller Sendungen mussten in Kanada produziert worden sein.)


@ Hermann Maurer

Ein so konstruierter ORF hätte keine hohen Werbeeinnahmen mehr.

Die hat er nur jetzt, mit seiner relativ gigantischen Reichweite, die er sich aber nicht selbst erarbeitet hat. Die ist vielmehr Ergebnis der brutalen, gegen das Grundrecht der Meinungsfreiheit (das auch die Kommunkationsfreiheit einschließt) verstoßenden Monopolpolitik der jeweiligen Regierungen. Dadurch bekamen wir in Österreich erst später als etliche Ex-Ostblockländer halbwegs normale Zustände bei Radio und TV. Zu den unverdient hohen Werbeeinahmen bekommt der ORF auch noch die Zwangsgebühren - und kann seine Dominanz damit kommod halten. Deswegen und wegen des späten Starts sind die österr. Privatsender so schwach, kommen wegen der geringen Reichweite auf keine gescheiten Werbeeinnhamen und damit wirtschaftlich nicht auf die Beine.

-- Lechner Peter, Freitag, 26. Oktober 2012, 19:01


Bachers Erbe.....

-- Glaubauf Karl, Samstag, 27. Oktober 2012, 13:42


Also ich bin mit Oe1 (der einzige Radiosender den ich höre) zufrieden. Und die Filme ohne Werbepausen im Fernsehen sind mir lieber als die mit solchen.

-- Pachl W, Samstag, 27. Oktober 2012, 14:53


Völlig richtig, es ist sicher viel Gutes im ORF, der Typus des Staatsrundfunks sollte aber gemildert werden etwa durch Privatisierung der Landesstudios, ist natürlich nur eine Meinung, die Gebühren erscheinen mir schon echt als Terror und die neue Wrabetzsteuer ist mehr als entbehrlich, es gibt leute, die selten Fernsehen....

-- Glaubauf Karl, Samstag, 27. Oktober 2012, 15:12


Zufriedenheit von Konsumenten von ORF Programmen rechtfertigt aber nicht nicht Zwangsgebühren für jene, die mit dem ORF nicht zufrieden sind, den ORF nicht konsumieren oder gar nicht konsumieren können, weil sie kein Empfangsgerät haben (arg. Haushaltsabgabe).

Darum geht es ja. Die Zwangsgebühren verhindern, dass sich in Österreich Privatradio und -TV erfolgreich etablieren kann. Was nicht nur ungerecht ist, sondern auch der Meinungsvielfalt schadet.

-- Lechner Peter, Samstag, 27. Oktober 2012, 17:13


Eben....

-- Glaubauf Karl, Sonntag, 28. Oktober 2012, 10:23


das kanadische fernsehmodell sollte sowie das kanadische zuwanderungsmodell übernommen werden, was die gebühren betrifft kriegt der orf für den unsinn den er überwiegend produziert nie genug, endlich weg mit d i e s e m staatsrundfunk und seine pseudojournalistischen informationsbeamten, die angeblich stars sind realiter aber in einer geschützten werkstätte arbeiten. die echt miesen stronach interviewas sind nur ein beispiel dafür, war aber unter molterer und mück und elmar oberhauser, ehemals bregenzer sonderschullehrer, genauso arg. daher privatisierung der landesstudios und wie von prof. maurer vorgeschlagen e i n programm.

-- Glaubauf Karl, Sonntag, 28. Oktober 2012, 13:29


Wichtiger Etappensieg: Die GIS, eine Gesellschaft, die nix anderes zu tun hat als die ORF Zwangsgegühren einzuheben, hat den Vorstoß unternommen, einen Internetzugang als Radio-/TV-Empfangsmöglichkeit zu definieren und damit dafür zu kassieren. (Ganz klar: Damit ist auch jedes Smartphone umfasst!).

Nun sind sie zunächst einmal abgeblitzt: http://derstandard.at/2000005916850/Urteil-Internetzugang-nicht-GIS-pflichtig

Leider wird das Verfahren in die Instanz gehen. Die Schweinerei grunzt also weiter - um unser Geld.

-- Lechner Peter, Mittwoch, 24. September 2014, 07:57