unbekannter Gast

Frage:

Wie werden Internetquellen in einem Literaturverzeichnis richtig angegeben? In der Fußnote den Link, Datum... das ist klar, nur dann komm ich leider nicht weiter. Danke LG
Loca

Antworten:

Ich hab das bis jetzt immer so gemacht: z.B. Gross, Fanz: Handelsmarken im E-business, http://www.e-business.com/handelsmarken.htm, 5. Februar 2004. Ist der Autor nicht bekannt, dann ist die Institution, Gesellschaft, etc., die die Information herausgibt, anzuführen: AVL Gmbh (Hrsg.): The future of the Automobile, http://www.avl.com/future.htm, 6. Februar 2004. Der Link darf nicht färbig und nicht unterstrichen sein. So weit ich weiß gibt es aber verschiedene Zitierweisen.
Iana

Am besten so, dass es bestmöglich zur übrigen Zitierweise passt. Datum und URL sind auf jeden Fall notwendig, Titel der Seite (das was im Browserfenster in der Titelleiste steht) als "Titel". Mit Autor/Institution etc. kann es schwierig werden.
fichtenelch

Wie von Iana bestens beschrieben, bestehen Quellenangaben bei wissenschaftlichen Arbeiten aus "Person" (wobei die Reihenfolge Vor-/Nachname unterschiedlich gehandhabt wird, oder Institution), "(Seiten)Titel" (beides nur, wenn diese nicht bereits komplett im Text genannt werden), "URL", "Datrum" (manche fordern ein vorgesetztes "(zuletzt) eingesehen am..."). Viele Verlage oder Institutionen stellen ihre Zitierregeln ins Netz.
Dass Links in Fuß- oder Endnoten bzw. Quellenverzeichnissen nicht farbig oder unterstrichen sein dürfen, ist eher die Ausnahme. Bei Publikationen, die elektronisch wetitergegeben werden oder aufliegen, ist es sogar meist erwünscht oder gar gefordert, die URL zusätzlich als Hyperlink zu hinterlegen (dann erscheint die URL nach der üblichen Konvention blau und unterstrichen, allerdings nicht bei allen Formaten).
Textstellen oder Titel direkt mit einem Hyperlink zu hinterlegen (also blau geschriebene oder unterstrichene Stellen im Text) ist hingegen bei wissenschaftlichen Arbeiten streng verboten, da die Quellenangaben beim Ausdruck verloren gingen.
Hofnarr

In einer Dissertation zu einem Thema aus Rechtsinformatik wird ein Ausdruck/Screenshot zusätzlich zu dem üblichen Zitierungen verlangt. Leider darf die Diss nicht ausschließlich als - hyperverlinktes - digitales Dokument abgegeben werden. Ein digitales Dok des Diss ist aber sowieso erforderlich, weil ja bekanntlich jetzt mit einer Plagiatssoftware drübergegangen wird.
cornflex

Im Rahmen meiner Diplomarbeit musste ich neben dem Datum, an welchem ich mir die Info geholt habe auch das Datum über den Stand der Seite (also den Zeitpunkt der letzen Aktualisierung der Info) angeben. Das war nicht immer einfach, denn nicht jede Site weist dieses Datum auf. Angegeben haben ich dann dieses "Aktualiserungsdatum" in eckigen Klammern am Schluss der Quellenagabe.
Daisy

Zu diesem Beitrag passt sehr gut das ganz neue Buch "Das Google-Copy-Paste-Syndrom" von Stefan Weber (keine wie früher übliche Zitierung mit ISBN erfoderlich, weil die Eingabe des Titels (oder eines relevanten Teils davon) zB bei amazon.de sofort zum Ergebnis führt).

Da geht es zwar nicht um das "wie" beim Zitieren von (Internet-)Quellen, sondern um das "Überhaupt", mihin um die Dimension von Plagiaten durch einfaches Rauskopieren aus dem Web. Und es wird einem auch klar, dass man als Verfasser einer schriftlichen Arbeit (Diplomarbeit, Diss bis hin zu einer Habilitationsschrift ...) auch unverschuldet in Plagiatsverdacht geraten kann.

So kann die zufällig mit der Wortfolge "die bekannten Sicherheitslücken von Windows XP, die auch mit Service Pack2 nicht behoben wurden" geäußerte Kritik an Windows ja sehr leicht an -zig Stellen im Web genau so stehen. Eine Plagiats-Software findet das - und man ist auf einmal in Beweisnotstand, weil man die so formulierte (leider banale) Aussage nicht durch entsprechende Zitierung als übernommen deklariert hat (und auch nicht konnte oder musste, weil man ja selber formuliert hat).

Es ist in Studentenkreise sogar schon in Diskussion, sonderbare Schreibweisen bis hin zu skurilen Rechtschreibfehlern zu "verwenden", um sich a priori abzusichern (blind übernommene Rechtschreibfehler im Original verraten einen Copy-paste-Plagiator ja am schnellsten und sichersten). PS.: Ich bin an diesem exzellen Buch (leider) nicht beteiligt , auch nicht am Verlag).
cornflex