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Apitherapie ist die neue Bezeichnung für die Anwendung von Bienenprodukten zur Gesunderhaltung von Mensch und Tier. Dies ist basierend auf z.T. uralten Rezepten und Anwendungsmethoden. In neuerer Zeit wird auf diesem Gebiet geforscht. Die Anwendungen reichen von der Inhalation der Bienenstockluft über Honigmassage bis zu Tropfen und Cremen auf Basis der Propolis. Daneben gelten immer noch die Anwendungen der verschiedenen Honige bei Wundversorgung und oraler Einnahme.


Ja, Lindenblütentee mit Honig war bei uns immer das Rezept gegen Schnupfen. Aber eine Frage: Was heißt "Propolis"?

--Bruch Max, Sonntag, 25. Oktober 2009, 10:07


Propolis ist der wissenschaftliche Name für das Kittharz. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Vor dem Tor, oder Schutz vor dem Eindringen u.s.w. Das Kittharz entnehmen die Bienen zum Großteil von Knospen. Diese sind mit einer Harzschicht überzogen, auch wieder zum Schutz vor Umwelteinflüßen, wie Kälte, Näße, Staub u.s.w. Dieses Harz tragen die Bienen so wie den Pollen an den Hinterfüßen ein. Schon durch das Abnagen des Harzes von den Knospen, und wiederum von den Beinen wird das Harz mit Bienenspeichel, also Fermenten versehen. Zu diesem vermentiertem Harz mischen die Bienen noch die Reste der Pollen (diese bleiben beim aufschließen der Pollen zurück) und lagern dieses Kittharz überall in der Bienenbeute (Bienenstock) ab. Sie befestigen damit Honigrähmchen und andere lose Teile. Sie verwenden das Kittharz auch zur Verkleinerung des Flugloches zum Schutz vor zuviel Zugluft und fremden Eindringlingen. Dieses Kittharz gewinnt der Imker durch abkratzen oder mittels einem Gitter. In Alkohol gelöst und auf geeigneten Standard gebracht ist es ein "gutes altes" Hausmittel zur Wundversorgung, Pilzbehandlung, Abwehrkräftesteigerung und Gelenksproblembehandlung. Zu diesen Zwecken wird es z.T. weiterverarbeitet zu Tinkturen, Cremen und Ähnlichem.

--erler günther, Donnerstag, 12. November 2009, 18:20