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Stefan Csáky #


Von der Zeitschrift Wiener Zeitung, freundlicherweise zur Verfügung gestellt (Samstag, 11. Oktober 2008).


Geboren 1972 in Wien, begann mit der Fotografie als Hobby in der Volksschule. Später verdiente er sein erstes Geld mit Extremsportaufnahmen, vor allem vom Snowboarden, welches in den späten 80ern neu war und in den frühen 90ern zu boomen begann. Nachdem er 1995 die Schule für künstlerische Fotografie von Friedl Kubelka in Wien besuchte, wechselte er von der Sport- zur Mode- und Portraitfotografie und machte sich 1997 selbstständig. Heute liegt sein Fokus auf Portraits von Künstlern, Musikern und außergewöhnlichen Charakteren, sowie in der Arbeit als Regisseur und Produzent von Musikvideos. Er lebt in Wien und arbeitet hauptsächlich in Wien, Los Angeles und Berlin.

Kontakt: www.csaky.at

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„Zu fotografieren begann Stefan Csáky, weil er Kameras mochte – unspektakulär, aber der Realität entsprechend. Von dieser ist er aber mittlerweile weit weg. Realistisch oder gar dokumentarisch zu sein, diesen Anspruch erheben seine Bilder schon lange nicht mehr. Stattdessen geht es bei Csáky um die große Inszenierung, egal, wie außergewöhnlich oder banal die Dinge letztendlich sein mögen. Vor der Linse finden sich dann chromblitzende Ami-Schlitten, tätowierte Rockabillys, Untergrund- und Mainstream-Bands, Toni Polster mit Goldkettchen oder Pornostars in Hawaii-Hemd und Jogging-Hose. Die Personifizierung des Rock’n’roll hat es Csáky von all dem aber wohl am meisten angetan. Musik lässt sich für ihn gut in Menschen und in der Fotografie widerspiegeln: Bilder inspirieren zu gewisser Musik. Musik inspiriert zu gewissen Bildern. Den Versuch der Planung hat Csáky dabei aber schon vor geraumer Zeit aufgegeben, was in den Fokus rückt, ist Produkt der Improvisation, aber auch des Zulassens. Denn für Csáky wird es immer dann spannend, wenn man Menschen nicht bloß als Fotografierobjekt benutzt, sondern ihnen den Raum geben kann, sich selbst zu inszenieren.“ (Ronald Schönhuber)

Josef Winkler: Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot. Suhrkamp Verlag (edition suhrkamp), Frankfurt am Main 2008, 126 Seiten, 8,30 Euro.


Quelle: Wiener Zeitung,